Ein Tasting-Tischset bietet Platz für Gläser und Notizen bei der Verkostung von Whiskey-Likören wie Southern Comfort (Foto: Alkoblog)
Ein Tasting-Tischset bietet Platz für Gläser und Notizen bei der Verkostung von Whiskey-Likören wie Southern Comfort (Foto: Alkoblog)

Ein selbst organisiertes Tasting mit guten Freunden bringt Spaß und hilft dabei, dem eigenen Geschmack auf die Spur zu kommen. Denn die Verkostung fordert die Sinne heraus, sorgt für Gesprächsstoff und kann somit auch als Icebreaker zu Beginn einer Party dienen. Welche Aromen schmecke ich und welche Spirituose gefällt mir? Im Tasting lässt es sich in lockerer Atmosphäre herausfinden – die eigene Erfahrung und der Genusshorizont wächst ganz nebenbei in der Unterhaltung. In diesem Artikel wollen wir euch ein paar Tipps für ein Tasting mit dem Whiskey-Likör Southern Comfort an die Hand geben. Los geht’s!

In unserem Southern Comfort-Duell hatten wir euch die amerikanische Spirituose mit ihren beiden Sorten Original und Black ja bereits vorgestellt. Im Gläser-Check ging es dann darum, aus welchem Glas man den Whiskey-Likör aus den Südstaaten am besten (und zugleich stilvollsten) genießt. Heute zeigen wir euch, wie ihr ein Tasting für eure Freunde organisieren könnt, in welchem Southern Comfort die Hauptrolle spielt.

1. Das Whiskey-Likör-Tasting gut vorbereiten

Ganz gleich ob du deine Freunde ganz offiziell zu einem Southern-Comfort-Tasting einlädst oder die Verkostung nur ein Teil der Abendgestaltung ist – das Entscheidende ist in jedem Fall die Gästezahl. Denn von ihr hängt ab, wie viele Gläser du benötigst und wie viel Platz auf dem Tisch vorhanden sein muss. Faustregel: Pro Spirituose und Person wird mindestens ein Glas benötigt.

Bedenke auch, dass du während einer Feier vermutlich keine Gläser spülen möchtest. Am besten checkst du vorher schon mal ab, wer alles beim Tasting mitmachen möchte und hältst dann trotzdem noch einige Utensilien extra bereit für den Fall, dass spontan noch mehr Leute einen Southern Comfort verkosten möchten.

Wichtig ist auch die Atmosphäre: Es sollte während des Tastings keine laute Musik nebenbei laufen und nicht parallel noch geraucht werden. Zusätzlich zu den Spirituosen sollten auch Wassergläser bereitstehen, damit alle Gäste zwischen den Proben auch einen neutralisierenden Schluck trinken können. Zusätzlich kann auch etwas Weißbrot (z.B. Baguette) gereicht werden.

2. Kein Tasting ohne die passenden Nosing-Gläser

Diesen Satz können wir nicht oft genug betonen: Wer Spirituosen verkosten möchte, sollte sich vorab passende Nosing-Gläser organisieren. Eine gute Wahl sind zum Beispiel die Glencairn-Gläser, die ursprünglich für die Verkostung von schottischen Single Malt Whiskys entwickelt wurden. Inzwischen werden sie aber bei Spirituosen-Wettbewerben und Tastings weltweit eingesetzt.

Die Besonderheit des Glencairn-Glases ist seine bauchige Form und der eng zulaufende Körper. Diese Gestaltung sorgt dafür, dass die Aromen langsam aus dem Glas empor steigen und nicht sofort verfliegen. Für den Southern Comfort Original bedeutet das, dass im Tasting unter anderem die milden Aromen von Orangenschalen, Vanille, Popcorn und Puderzucker besonders gut hervorkommen. Beim Southern Comfort Black lassen sich beim Tasting etwas würzigere Noten erkennen, die an ausgebrannte Eichenholzfässer erinnern. Sie treffen auf feine Gewürznoten, Vanille und Zitronenschalen. Auch der dezent trockene Abgang ist beim Tasting aus dem Glencairn-Glas gut zu erkennen.

Ein weiterer Vorteil der Glencairns: Sie liegen gut in der Hand, sind stabil und passen in jede Spülmaschine. Wer will nach einer Party schon alle Gläser von Hand spülen? Sets enthalten sechs Gläser und eignen sich somit zur Verkostung von beiden Southern Comforts zu dritt.

Beim Tasting hält man die Spirituose gegen das Licht, um Farbe und Viskosität zu begutachten (Foto: Alkoblog)
Beim Tasting hält man die Spirituose gegen das Licht, um Farbe und Viskosität zu begutachten (Foto: Alkoblog)

3. Sehen, riechen schmecken: Die Grundlagen der Verkostung

Wenn du dich dafür entscheidet, den Southern Comfort Original oder Black zu verkosten, dann greifst du auf gleich drei deiner fünf menschlichen Sinne zurück: Du betrachtest die Probe gegen das Licht, schnupperst am Glas und zuletzt probierst du den Whiskey-Likör natürlich auch.

Das Sehen: Halte das Nosing-Glas gegen das Licht und betrachte die Flüssigkeit. Sieht der Whiskey-Likör mit seinen Farbreflexen nicht magisch aus? Achte nicht nur auf die Farbe, sondern auch auf die Viskosität. Achte darauf wie zähflüssig die Southern Comfort-Liköre am Glasrand herunterlaufen und dabei feine Fäden ziehen. Andere Tropfen bleiben am Glaskörper stehen. Was das über den Geschmack aussagt? Nicht viel, bei vielen Spirituosen wird mit Karamellfarbe nachgeholfen. Aber das Anschauen im Licht macht dennoch Lust auf den Genuss…

Das Riechen: Führe das Glas zu deiner Nase. Schnuppere behutsam daran. Achte darauf, dass du die Nase nicht tief ins Glas steckst, sonst riechst du nur noch den Alkohol. Versuche erste Aromen zu erkennen. Wonach riecht die Probe? Nach Puderzucker oder Vanille? Nach Holz? Nach Früchten? Süß oder eher ernst? Vielleicht nach einem Dessert, was du gerne isst? Merke dir die Assoziationen oder notiere sie.

Das Schmecken: Nippe am Glas und lasse den Whiskey-Likör über deine Zunge und den Gaumen laufen. Schlucke ihn nicht gleich herunter wie einen Shot, sondern behalte ihn einige Augenblicke im Mund. Versuche anschließend die Aromen in Worte zu fassen, sowie Assoziationen zu bekannten Geschmacksnoten zu bilden: Schmeckt die Probe süß, würzig oder holzig? Nach Früchten wie Zitronen oder Orangen? Nach Vanille oder Karamell? Auch hier gilt: Notieren ist Trumpf, damit man kein Aroma vergisst und sich mit den anderen Gästen austauschen kann.

Für die Verkostung kommt der Southern Comfort Black ins Nosing-Glas (Foto: Alkoblog)
Für die Verkostung kommt der Southern Comfort Black ins Nosing-Glas (Foto: Alkoblog)

4. Es locker angehen: Es geht nicht darum, wer am meisten riecht oder schmeckt

„Doch was wenn ich nichts sehe, rieche oder schmecke? Oder ich mit meinen Eindrücken völlig danebenliege?“, diese Fragen werden so manchem Einsteiger durch den Kopf schießen. Keine Angst, vieles beim Tasting ist tatsächlich einfach nur Übung. Studien haben gezeigt, dass professionelle Verkoster keinen besseren Geschmacksinn als Laien haben – sie haben nur mehr Erfahrung und es fällt ihnen leichter, Assoziationen zu Begriffen zu knüpfen. In diesem Sinne: Nur Mut, denn beim Tasting gibt es kein richtig oder falsch. Ein Großteil der Verkostung von Spirituosen ist absolut subjektiv und jeder von uns nimmt Aromen unterschiedlich wahr.

Entsprechend sollte man das Tasting von Whiskey-Spirituosen wie Southern Comfort auch nicht zu ernst nehmen: Es handelt sich nicht um einen Wettbewerb, wer von den Gästen jetzt am meisten oder am besten schmecken kann. Stattdessen steht der Spaß und die Erfahrung im Vordergrund, die beiden Southern Comforts mit allen Teilnehmern gemeinsam zu entschlüsseln. Einigkeit ist dabei ohnehin selten: Was dem einen vorzüglich schmeckt, mag der andere nicht und so wird jeder mit etwas Glück am Ende seinen ganz persönlichen Lieblings-Whiskey-Likör entdecken.

5. Nutze unser Tasting-Tischset für Gläser und Notizen

Wohin mit den Gläsern auf dem Tisch, wohin mit den zahlreichen Notizen beim Tasting? Natürlich können die Gläser einfach so vor jedem Gast stehen, lassen sich Notes auf einem losen Zettel vermerken. Eleganter ist aber zweifellos eine Tasting-Unterlage für den Tisch.

Wir haben für euch eine Vorlage entworfen, die Platz für vier Nosing-Gläser bietet: So könnt ihr Southern Comfort Original und Black zum Beispiel je einmal ohne Eis und einmal „on the rocks“ verkosten oder ihr erweitert das Tasting um weitere Abfüllungen.

Und das Beste: Ihr könnt euch die Vorlage ganz bequem einfach hier herunterladen und für euer nächstes privates Tasting einsetzen. Viel Spaß dabei!

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