Duell im Südstaaten-Style: Der bekannte Southern Comfort Original gegen den Neuling Southern Comfort Black (Foto: Alkoblog)
Duell im Südstaaten-Style: Der bekannte Southern Comfort Original gegen den Neuling Southern Comfort Black (Foto: Alkoblog)

Seit 1874 bringt Southern Comfort das legendäre Flair der amerikanischen Südstaaten in die Gläser. Und das weltweit: denn aus großartigen Bars von New Orleans bis Tokyo und Berlin bis Kapstadt ist die Spirituose nicht wegzudenken. Doch nach über 140 Jahren gibt es jetzt Nachwuchs: der Southern Comfort Black soll kräftigere Whiskey-Aromen mitbringen, würziger sein und stärker nach Bourbon schmecken. Klarer Fall für uns Alkoblogger: Es ist höchste Zeit für ein Southern-Comfort-Duell! Und zwar pur auf Eis und gemischt in coolen Cocktails. Wird der neue Southern Comfort Black triumphieren oder kann der Platzhirsch Southern Comfort Original sein Revier verteidigen? Wo sind die Unterschiede?

Nur Eis und Southern Comfort: Das „on-the-rocks“-Duell

Tumbler auf den Tisch, ein paar Eiswürfel hinein und schon steht er: der wohl einfachste Drink der Welt mit Southern Comfort (sieht man vom Genuss ohne Eis mal ab)! Und schnell offenbaren sich die Unterschiede zwischen dem Original und der neuen Variante Southern Comfort Black.

Der klassische Whiskeylikör Southern Comfort Original erhält seinen angenehmen Geschmack aus einer Mischung von amerikanischem Whiskey, Früchten und Gewürzen. Der Original ist mild und süß, er schmeckt nach Orangenschalen, Vanille und Popcorn mit Puderzucker. Mit 35 % Alkohol ist er nicht ganz so stark und lässt sich auch prima pur trinken. Mit Eis wird die markante Süße des Southern Comfort etwas abgefedert.

Straight Flush? Nicht ganz, aber im puren Duell hat der Southern Comfort Black am Ende den Hut auf (Foto: Alkoblog)
Straight Flush? Nicht ganz, aber im puren Duell hat der Southern Comfort Black am Ende den Hut auf (Foto: Alkoblog)

Der Southern Comfort Black stellt ganz klar den Whiskey in den Vordergrund: Er ist würziger, schmeckt nach ausgebrannten Eichenholzfässern, wie sie für die berühmten amerikanischen Bourbons so typisch sind. Auch die Vanille erinnert daran. Sie wird flankiert von Zitrusnoten und feinen Gewürzen. Der Abgang ist leicht trocken. Mit 40 % ist der Southern Comfort Black so stark wie ein waschechter Bourbon, aber dennoch insgesamt süßer und süffiger.

Zwischenwertung: Welcher Southern Comfort überzeugt pur mehr?

Während der Southern Comfort Original sich ganz auf süße und fruchtige Noten konzentriert, bringt der Southern Comfort Black kräftigere und würzigere Aromen ins Glas. Das gefällt uns, die wir gerne auch mal einen guten Bourbon oder Rye Whiskey im Glas haben, deutlich besser. Dennoch ist der Southern Comfort Black gut für Einsteiger geeignet, da er trotz der robusteren Anklänge dennoch stets weich und angenehm bleibt. Ein Gentleman im Glas gewissermaßen!

Gutes Blatt: Sowohl Black als auch Original können sehr gut mit Eis getrunken werden. (Foto: Alkoblog)
Gutes Blatt: Sowohl Black als auch Original können sehr gut mit Eis getrunken werden. (Foto: Alkoblog)

Southern Comfort Original und Black im Cocktail-Duell

Der Southern Comfort Black ist in unserem puren Vergleich klar in Führung gegangen. Doch wie sieht es mit Cocktails aus? Hier hat der Southern Comfort Original entschieden mehr Erfahrung: In unzähligen Bars rund um den Globus ist die markant gestaltete Flasche ein fester Bestandteil und wird zum Mixen leckerer Cocktails eingesetzt.

Die beiden „Südstaaten-Brüder“ sind so unterschiedlich, dass wir beschließen je einen Drink auszuwählen, der aus unserer Sicht perfekt zur Charakteristik der beiden Southern-Comfort-Sorten passt. Darauf solltet ihr auch beim Mixen zuhause immer achten: Im Idealfall greift ein Drink mit seinen Aromen durch frische Säfte, Früchte oder weitere Zugaben, die Noten der Spirituose mit auf.

Frucht und Süße: Im ikonischen Scarlet O'Hara-Cocktail befinden sich Southern Comfort Original und Cranberry im intensiven Tête-à-Tête. (Foto: Alkoblog)
Frucht und Süße: Im ikonischen Scarlet O’Hara-Cocktail befinden sich Southern Comfort Original und Cranberry im intensiven Tête-à-Tête. (Foto: Alkoblog)

Southern Comfort Original im Scarlet O’Hara-Cocktail

Nach dem Tasting mit Eis sind wir uns sofort einig: Der Original passt perfekt in süße und fruchtbetonte Cocktails. Ein genau solcher Drink – und noch dazu ein echter Klassiker – ist der Scarlet O’Hara. Der Name lehnt sich an den Schmachtfetzen „Vom Winde verweht“ an und während eure Freundin euch bei diesem Streifen fast vier Stunden (gefühlt sechs) vor dem Fernseher festhalten wird, könnt ihr prima den einen oder anderen dieser köstlichen Cocktails genießen. Die Süße des Southern Comfort Original wird im Scarlet O’Hara von den herben Noten von Cranberry und Limette perfekt aufgefangen.

Das braucht ihr:

  • 6 cl Southern Comfort
  • 6 cl Cranberry-Saft
  • Einen Spritzer Limettensaft

So mixt ihr ihn: Gebt Southern Comfort, Cranberrysaft und den Spritzer Limettensaft mit Eiswürfeln in ein Glas. Gut umrühren und mit einer Limettenscheibe garnieren.

Im Southern Ginger harmoniert der kräftigere Southern Comfort Black mit der Würze des Ingwers. (Foto: Alkoblog)
Im Southern Ginger harmoniert der kräftigere Southern Comfort Black mit der Würze des Ingwers. (Foto: Alkoblog)

Southern Comfort Black als Southern Ginger

Für den kräftigeren Southern Comfort Black brauchen wir ein anderes Kaliber von Cocktail: Im Southern Ginger harmoniert die milde Schärfe des Ingwers mit den würzig-holzigen Noten des Southern Comfort Black. Manche Mixologen könnten mosern, dass es sich bei diesem Cocktail strenggenommen um einen Longdrink handelt. Sollen sie. Solange das Ergebnis so genial schmeckt wie im Southern Ginger, ist doch alles in Ordnung!

Das braucht ihr:

  • 6 cl Southern Comfort Black
  • Ginger Ale (am besten eine hochwertige Marke)
  • Optional: Frischer Ingwer

So mixt ihr ihn: Die gewünschte Menge Southern Comfort Black mit Eiswürfeln in ein passendes Glas geben, mit Ginger Ale aufgießen, fertig! Für etwas mehr Schärfe kann zusätzlich etwas frischer Ingwer in Scheiben geschnitten mit ins Glas gegeben werden.

Zwei Southern Comforts wie zwei Brüder: Jeder mit seinen eigenen Stärken (Foto: Alkoblog)
Zwei Southern Comforts wie zwei Brüder: Jeder mit seinen eigenen Stärken (Foto: Alkoblog)

Wer ist der Sieger in unserem Southern Comfort Duell?

Der Southern Comfort Original und der Southern Comfort Black sind ein bisschen so wie wir: Zwei Brüder mit einem ganz unterschiedlichen Geschmack.

Der Original punktet bei den milden und fruchtigen Aromen. Pur war er uns vielleicht eine Spur zu süß, dafür konnte er im Zusammenspiel mit Cranberry-Saft und Limetten überzeugen. Und nicht nur, weil wir dank ihm die nächste Wiederholung von „Vom Winde verweht“ galant überstehen…

Der Black ist würziger und bringt mehr typische Aromen amerikanischer Whiskeys in den Southern Comfort. Dabei gelingt ihm das Kunststück, dennoch nicht zu streng oder gar bitter zu schmecken. Die pure Verkostung gewinnt er klar und auch im Cocktail kann er im Zusammenspiel mit der fein-exotischen Schärfe von Ingwer zeigen, dass er Mixerqualitäten hat.

Für uns liegt im Southern Comfort-Duell am Ende der Black vorne. Aber das muss nicht heißen, dass es bei euch genauso aussieht: Denn jeder hat einen anderen Geschmack und unterschiedliche Vorlieben, was Drinks angeht. Warum macht ihr bei eurer nächsten Party nicht auch ein kleines Duell mit beiden Sorten und lasst die Gäste entscheiden, welcher ihnen besser schmeckt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*