Wie kalt sollte man den Southern Comfort Black servieren? Puristen messen mit dem Thermometer nach... (Foto: Alkoblog)
Wie kalt sollte man den Southern Comfort Black servieren? Puristen messen mit dem Thermometer nach… (Foto: Alkoblog)

Bei welcher Temperatur genieße ich Southern Comfort Black am besten? Sollte ich den Whiskey-Likör aus den amerikanischen Südstaaten lieber mit Eis oder ohne servieren? Diese Fragen wollen wir heute klären – entscheidend ist dabei auch, ob man den Southern Comfort in einem Tasting verkostet oder ihn entspannt als Drink genießen möchte.

Die richtige Temperatur für ein Tasting des Southern Comfort Black

Unabhängig davon, ob ein Bourbon Whiskey oder ein Whiskey-Likör wie der Southern Comfort Black verkostet wird – für Verkostungen gilt die Faustregel: Die Spirituose wird am besten ungekühlt bei Zimmertemperatur probiert. Das sind ungefähr 18 bis 22 Grad Celsius.

Fürs Tasting kommt der Southern Comfort Black ohne Eis ins Nosing-Glas (Foto: Alkoblog)
Fürs Tasting kommt der Southern Comfort Black ohne Eis ins Nosing-Glas (Foto: Alkoblog)

Der Grund: Je wärmer die Probe ist, desto breiter entfalten sich die Aromen. Insbesondere die süßen Noten des Black profitieren von einer etwas höheren Temperatur. Vanille, Orange und Puderzucker sind gut zu erkennen, der Körper wirkt breit und angenehm mild.

Tasting-Tipp: Wer das Nosing-Glas mit der Hand etwas erwärmt, kann zusätzliche Aromen freisetzen und mit Mund und Nase erkennen.

Die perfekte Temperatur für den Genuss des Whiskey-Likörs als Drink

Das häufigere Setting für den Southern Comfort Black ist der entspannte Genuss zum Feierabend oder auf einer Party mit guten Freunden. Und hier kommt das Eis ins Spiel: Es kühlt den Whiskey-Likör deutlich herunter, je nach Anzahl und Größe der Würfel innerhalb weniger Minuten auf eine Temperatur von 0 bis 4 Grad – bei längerer Wartezeit nähert sich der Drink dem Nullpunkt immer mehr an und macht ihn zum erfrischenden Genuss.

Ein großer Eiswürfel hält den Southern Comfort Black im Tumbler-Glas lange kühl (Foto: Alkoblog)
Ein großer Eiswürfel hält den Southern Comfort Black im Tumbler-Glas lange kühl (Foto: Alkoblog)

Zugleich verändert sich auch das Aromenprofil des Whiskey-Likörs: Er schmeckt etwas weniger süß, zugleich kommen Noten von Zitrusschalen stärker hervor. Minute für Minute schmilzt das Eis mehr und das Volumen des Drinks vergrößert sich langsam. Der Alkoholgehalt sinkt, der Southern Comfort-Drink wird immer milder.

Eiswürfel-Tipp: Je größer sie sind, desto stärker ist ihre Kühlwirkung. Zugleich schmelzen großformatige Eisklötze langsamer als mehrere kleine Würfel. Wir haben gute Erfahrungen mit einer Eiswürfel-Größe von 5 x 5 cm gemacht. Eher abzuraten ist im Zusammenhang mit dem Southern Comfort Black von so genannten Whisky-Kühlsteinen. Sie kühlen im Vergleich zu herkömmlichen Eiswürfeln deutlich weniger stark und sind daher für den Einsatz in einem Drink mit dem Whiskey-Likör eher ungeeignet.

Fazit: Das Experimentieren mit der Trinktemperatur lohnt sich

Die meisten Spirituosen-Fans werden den Southern Comfort Black entweder gekühlt pur oder gemischt als Drink genießen: In beiden Fällen kommt ordentlich Eis mit ins Glas. Doch das Experimentieren mit der Trinktemperatur lohnt sich: Wer sich an die Aromen des Whiskey-Likörs herantasten will, sollte ihn im ersten Schritt möglichst ungekühlt aus einem Nosing-Glas probieren und erst dann als gekühlte Variante. So werden Unterschiede in den Aromen besonders deutlich – und man findet die individuelle Lieblingstemperatur für den Genuss des Southern Comfort Black ganz einfach selbst heraus. Uns persönlich schmeckt er leicht temperiert aus dem Kühlschrank ohne Eiswürfel am besten, aber das ist wie immer Geschmackssache. Viel Spaß beim Probieren!

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