Letztens auf einer Gartenparty hatten wir wieder dieses Gin Tonic-Dejavú. Denn kaum ein Drink verfolgt uns derzeit so konsequent wie die Mischung aus Gin und Tonic Water. Kein Wunder: Praktisch jeder hat mittlerweile eine gute Flasche Gin zuhause. Schnell mit Tonic aufgegossen, Strohhalm rein und fertig! Das Cocktails mit Gin deutlich vielfältiger sein können, ohne dabei kompliziert zu werden, wollen wir an einem Sommerabend mit vier einfachen Drinks unter Beweis stellen.

Das Mixen der Gin-Cocktails hat uns richtig Spaß gemacht (Foto: Alkoblog)
Das Mixen der Gin-Cocktails hat uns richtig Spaß gemacht (Foto: Alkoblog)

Damit ein Gin-Drink richtig gut wird, muss die Grundlage stimmen: Denn die Komposition der Gin-Botanicals trägt entscheidend zum Geschmack des Cocktails bei.

Wir haben uns für unser kleines Experiment drei sehr unterschiedliche Gins ausgesucht: Sipsmith ist ein klassischer London Dry Gin mit typischer Wacholder-Note. Larios Rosé aus Spanien schimmert verführerisch rosarot in der Flasche und steuert das Aroma reifer Erdbeeren bei. Und Roku Gin vereint sechs japanische Botanicals mit traditioneller Destillierkunst zu einem vielschichtigen Geschmackserlebnis.

Folgt uns auf dem Weg zu originellen Gin-Cocktails, die mit wenigen Zutaten ganz einfach gemixt werden können!

Pure Eleganz: Mit dem Sipsmith London Dry Gin lässt sich ein vorzüglicher Tom Collins mixen (Foto: Alkoblog)
Pure Eleganz: Mit dem Sipsmith London Dry Gin lässt sich ein vorzüglicher Tom Collins mixen (Foto: Alkoblog)

Der Klassische: Sipsmith Tom Collins

Der Tom Collins ist einer der großen Longdrink-Klassiker, fristet aber (jenseits sehr guter Bars) neben dem Gin Tonic ein Schattendasein. Bartender-Wissen zum Angeben: Der Collins baut auf einem klassischen Sour auf, enthält aber wie ein Fizz zusätzlich Sodawasser. Klingt gut, aber wie mache ich den?

Wir mixen den Tom Collins heute mit Sipsmith London Dry Gin. Er wird in kleinen Batches in kupfernen Brennblasen destilliert. Vorher werden die zehn Botanicals in Alkohol eingelegt (sogenannte Mazeration): Wacholder, Koriandersamen, Angelikawurzel, Süßholzwurzel, Veilchenwurzel, gemahlene Mandeln, Zitronenschale, Cassia, Zimt und Orangenschalen prägen das Aroma des Premium-Gins.

Der Sipsmith Tom Collins ist süß und sauer, spritzig und frisch zugleich – kurzum: Dieser Drink ist schnell zu mixen, aber macht richtig Eindruck bei euren Gästen!

Diese Zutaten brauchst du:

  • 6 cl Sipsmith London Dry Gin
  • 3 cl frischer Zitronensaft
  • 2 cl Zuckersirup (kann man auch selbst herstellen)
  • Sodawasser oder Mineralwasser
  • Orangenscheibe

So mixt du ihn: Sipsmith London Dry Gin, Zitronensaft und Zuckersirup in ein mit Eiswürfeln gefülltes Glas geben. Kurz umrühren und mit Mineralwasser auffüllen. Anschließend mit einer Orangenscheibe dekorieren.


Erfrischung mit Erdbeeren und Gin gefällig? Der Larios Rosé Lemon Cocktail ist im Handumdrehen gemixt (Foto: Alkoblog)
Erfrischung mit Erdbeeren und Gin gefällig? Der Larios Rosé Lemon Cocktail ist im Handumdrehen gemixt (Foto: Alkoblog)

Erdbeere & Zitrone: Larios Rosé Lemon

Wer Drinks auf Partys mixt, will nicht zwanzig Zutaten zusammensuchen, bis mal ein Cocktail fertig ist. Klasse sind deshalb Kreationen, die aus maximal drei Zutaten bestehen. So wie der Larios Rosé Lemon, bei dem Erdbeere und Zitrone im Glas heftig tindern. Grundlage ist der namensgebende Larios Rosé Gin aus Spanien, der eine ungewöhnliche Kombination aus Botanicals aufbietet: Er wird in vierfacher Destillation hergestellt und enthält eine mediterrane Mischung aus Wacholder, Zitrusfrüchten und dem intensiven Aroma reifer Erdbeeren. Und wie geht die Ménage à trois zwischen Erdbeere, Zitrone und Gin aus? Wir verraten nur soviel: Wie alle guten Sommerdrinks ist der Larios Lemon Rosé richtig schön süffig, sodass man gerne noch ein Glas mehr davon genießen möchte…

Diese Zutaten brauchst du:

  • 5 cl Larios Rosé Gin
  • 15 cl Bitter Lemon
  • Erdbeeren

So mixt du ihn: Larios Rosé und Bitter Lemon in ein mit Eiswürfeln gefülltes Glas geben. Kurz umrühren und mit in Scheiben geschnittenen Erdbeeren garnieren. Mediterran genießen!

Wer es klassisch mag: Dieser Drink funktioniert auch mit Tonic Water statt Bitter Lemon ausgezeichnet (Foto: Alkoblog)
Wer es klassisch mag: Dieser Drink funktioniert auch mit Tonic Water statt Bitter Lemon ausgezeichnet (Foto: Alkoblog)

Tipp für alle unverbesserlichen Gin-Tonic-Liebhaber 😉 : Mit Tonic Water statt Bitter Lemon zauberst du mit Larios Rosé im Handumdrehen eine originelle Variante auf den Longdrink-Klassiker G&T. Durch die erhöhte Bitterkeit des Tonic Waters wird der Drink etwas ernster als die fruchtig-zitronige Variante mit Bitter Lemon. Auf einer Party könnt ihr so jedem Gast „seine“ Variante des Larios Rosé Lemon servieren (und steht nicht mit leeren Händen da, wenn doch wieder alle einen Gin Tonic bestellen…)


Bringt Stimmung in die Cocktailparty: Der Roku n Roll verbindet japanischen Gin mit Ingwer, Yuzu-Marmelade und Sojasauce (Foto: Alkoblog)
Bringt Stimmung in die Cocktailparty: Der Roku N Roll verbindet japanischen Gin mit Ingwer, Yuzu-Marmelade und Sojasauce (Foto: Alkoblog)

Japan lässt grüßen: Roku N Soul

Dieser Drink ist mindestens so komplex wie der Roku Gin selbst: Denn er enthält nicht nur Ingwer, sondern auch Yuzu-Marmelade (die sonst zum Süßen von Tee verwendet wird, erhältlich im gut sortierten Asia-Supermarkt) und sogar ein paar Tropfen Sojasauce. Scharf, süß, salzig, bitter – viele Nuancen, die im Roku N Soul zusammentreffen und eine wilde Gaumenparty feiern.

Beim japanischen Roku Gin haben die Destillateure nichts dem Zufall überlassen: Die sechs enthaltenen japanischen Botanicals repräsentieren die vier Jahreszeiten von Nippon. Eine große Rolle spielen dabei Kirschblüten und Kirschbaumblätter, Yuzu-Schalen, Sencha- und Gyokura-Teeblätter, sowie Sansho-Pfeffer. Das Ergebnis ist ein fein komponierter Premium-Gin, der seinen ganz eigenen Charakter hat: Dezent herb, leicht pfeffrige Schärfe, Zitrusnoten und fein-würzig überzeugt der Roku Gin auch pur im Nosing-Glas. Doch wir wollen ihn hier und heute mixen, als Roku N Soul!

Diese Zutaten brauchst du:

  • 5 cl Roku Gin
  • 20 cl Premium Tonic Water
  • 1 Löffel Yuzu-Marmelade, alternativ Orangenmarmelade
  • 3 Tropfen Sojasauce
  • Frischen Ingwer

So mixt du ihn: Den Ingwer in feine Scheiben schneiden. Ein Longdrinkglas mit Eis füllen. Roku Gin, Tonic Water, Yuzu-Marmelade und Sojasauce hinzugeben und umrühren.


Nicht nur etwas für die Grillparty: Rauchiger Islay-Whisky und japanischer Gin vermählen sich im Smoky Orange Lemon Twister (Foto: Alkoblog)
Nicht nur etwas für die Grillparty: Rauchiger Islay-Whisky und japanischer Gin vermählen sich im Smoky Orange Lemon Twister (Foto: Alkoblog)

Japan küsst Islay: Smoky Orange Lemon Twister

Passt ein rauchiger Single Malt-Whisky von der Insel Islay in einen Cocktail? Und dann auch noch zusammen mit Gin? Wir haben es ausprobiert und können sagten: Der Smoky Orange ist ein verdammt genialer Cocktail! Japanische Eleganz trifft in diesem Drink auf die rauchig-torfigen Aromen der stürmischen Hebrideninsel Islay vor der Küste Schottlands. Perfekt nicht nur für die nächste Grillparty. Probiert es einfach mal aus mit unserem Rezept:

Diese Zutaten brauchst du:

  • 3 cl Roku Gin
  • 3 cl Laphroaig Select Single Malt Whisky
  • Frischgepressten Saft einer Orange
  • Einen Spritzer Zitronensaft
  • Bitter Lemon

So mixt du ihn:

Zunächst den Roku Gin mit dem Laphroaig Select mischen. Eiswürfel mit ins Glas geben. Dann den Saft von Orange und Zitrone hinzugeben. Mit Bitter Lemon aufgießen und mit einem Rosmarin-Zweig garnieren. Für etwas mehr Rosmarin-Aroma die Blätter knicken und dann mit in den Drink geben. Voilá!

Wo gibt es die drei coolen Gins?

Sipsmith London Dry Gin, Larios Rosé Gin und Roku Gin sind in vielen Geschäften und Spirituosenshops erhältlich. Ihr könnt sie aber auch einfach bequem bei Amazon.de bestellen. Für Gin-Fans gibt es auch Probierpakete, die gleich mehrere Flaschen enthalten – perfekt für die nächste Cocktail-Party! Folgt diesem Link:

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