Whisky

Veröffentlicht am 12. November 2014 | Foto: Alkoblog

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Berliner Whiskymanufaktur: Glendronach 8 Jahre im Test

Der erste Whisky floss bei Glendronach bereits im Jahre 1826 durch die Kupferkessel. Nach einigen Besitzerwechseln, so gehörte die Destillerie auch mal dem Grant-Clan (bekanntestes Aushängeschild: Glenfiddich), wurden die Tore von Glendronach im Jahr 1996 vorläufig geschlossen. Erst im Jahr 2005 erfolgte durch Pernord Ricard die Wiedereröffnung und es wird wieder junger Whisky in den Brennblasen destilliert.

Die Berliner Whiskymanufaktur um Lars Wiebers ergatterte ein paar neue Fässer der schottischen Highland-Destillierie, um ihre eigenen Flaschen abzufüllen. Herausgekommen ist ein 8-jähriger Glendronach, der in Ex-Bourbon und Ex-Sherryfässern seine Reifung erlebte. Wir waren neugierig, wie dieser eher junge Whisky wohl schmeckt und ob er spannende Aromen herausbilden konnte.

Unser Tasting des Glendronach 8 Jahre

Wie riecht er?

Typisch für einen jungen Highland-Whisky sind etwas grüner Apfel und Birne erkennbar. Die Fruchtigkeit wird von herber Erdbeere unterstrichen und durch Rosinen und einen Hauch Zimt abgerundet. Hinzu gesellt sich ein heller Geruch von lackiertem Holz. Nach etwas Standzeit wird der Geruch dumpfer und öliger, mit Nuancen von grüner Olive.

Wie schmeckt er?

Dieser Whisky ist ein Leichtgewicht: Mit seiner Süße wie von karamellisiertem Zucker erinnert uns der 8-jährige Glendronach fast an eine Rum. Trocken und leicht kommt der Sherry hervor. Die Früchte aus dem Duftbouquet finden sich nicht wieder, dafür hat etwas cremige Vanille ihren Weg ins Glas gefunden. Insgesamt wirkt der Glendronach aber geschmacklich doch zu wenig ausdifferenziert, um auf ganzer Linie zu überzeugen. Kein schlechter Whisky, aber es fehlt ihm etwas an Biss, um etwas wirklich besonderes zu sein.

Alkoblog.de Whisky-Test: Whisky-Manufaktur Glendronach 8 Jahre

Gestaltung
Geruch
Geschmack
Preis-Leistung

Fazit von Samuel: Mit 8 Jahren ist diese Abfüllung der Berliner Whiskymanufaktur ein Leichtgewicht, wenngleich mit Sherrykomponente. Im Geruch insgesamt noch etwas spannender, kann der Glendronach im Geschmack nicht klar punkten: Er wirkt einfach zu beliebig. Ein ordentlicher Whisky zum Nebenbeitrinken, aber kein Highlight.

3.4



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Über den Autor

Samuel

mag besonders fruchtige Speyside-Whiskys und rauchige Single Malts von Islay. Hin und wieder findet auch ein leckerer Karibik-Rum den Weg in sein Nosing-Glas. Im Test redet Sam Klartext.


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