Es passierte mir erst letztens in einer Bar mitten in Berlin. Ich hatte einen 12-jährigen schottischen Single Malt Whisky bestellt. Nichts besonderes, aber doch einen Tropfen, den man eher verkosten als schnell wegtrinken würde. Ihr könnt euch die Überraschung vorstellen, als ein paar Minuten später mein Drink kam: Ein breites Tumbler-Glas bis zum Rand gefüllt mit Eis und am Boden als Pfütze der kostbare Whisky. Es hätte bloß noch die Frage gefehlt, ob ich gerne noch eine Cola dazu hätte, um das Trauerspiel perfekt zu machen…

Whiskyglas.org - Kaufberatung und Infos

Whiskyglas.org hilft bei der Auswahl

Wie dieses Erlebnis zeigt, wird Whisky immer noch häufig falsch serviert und getrunken. Eine neue Webseite soll jetzt dabei helfen, das richtige Whiskyglas zu finden: Unter whiskyglas.org finden Interessierte eine Übersicht über die gängigen Varianten. Vom traditionellen schottischen Quaich über den Whisky-Tumbler bis hin zum ausgefeilten Nosing-Glas reicht das Ensemble. Die verschiedenen Whiskygläser werden mit ihren Vorteilen und Schwachpunkten vorgestellt und bewertet. Dabei geht es nicht nur um Form und Funktion, sondern auch um die Handhabung und das passende Design. Für passionierte Whiskytrinker gibt es mittlerweile eine Vielzahl an guten Gläsern für den Hausgebrauch. Hier soll die Seite eine Art Kaufberatung rund um das Whiskyglas bieten.

 Nosing-Glas für Whisky (Foto: ArminH / sxc.hu)

Von Tumblern und Nosing-Gläsern

Es gibt durchaus Argumente für verschiedene Glas-Arten: So ist etwa der Whisky-Tumbler mit seinem dicken Glasboden durchaus gut zum Trinken von Blended Malts (also verschnittenen Whiskys) geeignet. Auch amerikanische Whiskeys (Bourbon) werden gerne im Tumbler-Glas serviert. Hier schadet es auch nicht, wenn etwas Eis im Glas ist. Es geht um das Trinken der Spirituose und nicht um das feine Verkosten. Wer hingegen Single Malts bevorzugt, der wird über kurz oder lang nicht um ein Nosing-Glas herumkommen. Mit seiner bauchigen Form ist es perfekt geeignet, um das Aroma möglichst lange zu behalten. Nur wenig Sauerstoff kommt an den Whisky. Hält man seine Nase an das Whiskyglas fällt es leichter, die tiefen Aromen zu erschnuppern und zu genießen. Über den breiten Glasrand verteilt sich das Destillat breit im Mund – ein komplexes Erlebnis der Aromen ist möglich.

Gute Qualität zum guten Preis

Doch nicht nur bei der Form, sondern auch bei der Qualität von Whiskygläsern gibt es Unterschiede: So sollte das Glas möglichst ungefärbt sein, um die Farbe der Spirituose einordnen zu können. Dünnes Kristallglas reflektiert einen geringeren Lichtanteil, der Whisky hat eine kräftig schimmernde Farbe. Günstige Whiskygläser sind meistens nicht mundgeblasen, sondern werden in einer Form gepresst. Was ästhetisch nicht ganz so ausgefeilt wirkt, hat auf den Geschmack aber meist keinen Einfluss.

Whisky-Wegweiser (Foto: Le-Si / sxc.hu)

Individuelles Geschenk: Whiskyglas mit Gravur

Eine persönliche Note haben Whiskygläser mit Namen. Diese gibt es in verschiedenen Formen und Qualitäten. Vorab legt man einen kurzen Text fest – häufig wird der Name des Beschenkten und sein Geburtsjahr verwendet. Dieser wird dann mit einem Laser in das Glas eingraviert. Die personalisierten Whiskygläser mit Gravur werden häufig in Sets aus zwei, vier oder sechs Stück angeboten. Auch als Mitbringsel zu einer Party erfreuen sie sich mittlerweile wachsender Beliebtheit.

Fazit: Wer ein schönes Whiskyglas sucht, der wird auf Whiskyglas.org fündig. Eine wachsende Zahl an Gläsern wird mit Fotos vorgestellt und bewertet. Neben der Kaufberatung rund um Tumbler und Nosing-Gläser bietet die Seite auch viele Infos und Tipps rund um einen gelungenen Abend mit hochwertigen Whiskys. Damit am Ende nicht ein Tumbler mit Eis und kostbarem Single Malt auf dem Tisch steht…

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