Whisky

Veröffentlicht am 17. April 2016 | Foto: Alkoblog

3

Whisky-Etiketten verstehen (01): Ardbeg 10 Jahre

Wer schon einmal eine Whiskyflasche in der Hand hatte, kennt das Gefühl: Man wird förmlich erschlagen von den vielen Begriffen und Versprechen. Doch worauf muss man wirklich achten? Welche Begriffe sind wichtig und welche bloß Marketing-Blabla? In unserer neuen Serie erklären wir, welche Infos ihr euch aus den Etiketten beliebter Flaschen ziehen könnt. Den Anfang macht der Ardbeg 10 Jahre:

ardbeg-whisky-etikett-erklaert

1. Der Name der Destillerie

Prominent ist auf jeder Whiskyflasche der Name der Destillerie zu finden. In unserem Fall Ardbeg. Die Namen der schottischen Destillerien leiten sich häufig aus dem Gälischen ab.  „Ard Bheag“ bedeuten so viel wie „kleine Anhöhe“.

2. Herkunft und Art des Whiskys

Hier verrät uns das Ardbeg-Etikett einiges über Herkunft und Sorte des Whiskys. Die Angabe „Islay“ bezieht sich auf die Whiskyregion, aus welcher die Abfüllung stammt. Grundlegend werden sechs Whiskyregionen unterschieden, die alle eine unterschiedliche Geschmackstradition pflegen: Highlands, Speyside, Lowlands, Islands, Campbeltown und Islay. Die Whiskys von der Hebrideninsel Islay sind typischerweise kräftig rauchig und torfig im Geschmack – so auch der Ardbeg 10 Jahre.

Der Begriff Single Malt kennzeichnet einen Whisky, der aus Malts von nur einer Destillerie besteht. Der Begriff Malt zeigt zudem an, dass der Whisky ausschließlich aus gemälzter Gerste gebrannt wird. Single Malts grenzen sich so deutlich von Whisky-Blends ab, die aus Destillaten unterschiedlicher Destillerien gemischt werden und auch Whiskys aus anderen Getreidesorten enthalten dürfen. Die Bezeichnung Scotch Whisky belegt die Herkunft des Whiskys aus Schottland, sie ist geschützt und darf nur von schottischen Whiskys geführt werden. Ein Scotch muss mindestens 3 Jahre in Eichenholzfässern gereift sein, um sich so nennen zu dürfen.

3. Alter des Whiskys

Das Alter des Whiskys wird häufig als Qualitätsmerkmal angesehen. Die Jahresangabe verbürgt, dass kein Whisky in der Flasche jünger als die genannte Altersangabe ist. Die Malt Whiskys im Ardbeg sind also mindestens 10 Jahre alt. Bei den Standardabfüllungen der meisten Destillerien haben sich 10 oder 12 Jahre als Einstiegsalter etabliert. Ein älterer Whisky muss nicht immer zwangsläufig besser schmecken, dennoch ist die Altersangabe ein wichtiger Indikator für Geschmack, Reife und Qualität der Spirituose.

4. Non-Chill-Filtered

Damit der Whisky in der Flasche schön strahlend und klar aussieht, wird er von vielen Destillerien vor der Abfüllung kühlfiltriert. Dies Verfahren entfernt lästige Schwebeteilchen aus dem Whisky. Puristen bemängeln, dass diese Schwebeteilchen auch Geschmacksträger sind. Sie bevorzugen Whiskys die naturbelassen sind und ausdrücklich nicht kühlfiltriert wurden, so wie etwa den Ardbeg 10 Jahre.

5. Der Alkoholgehalt

Die Angabe über den Alkoholgehalt darf auf keinem Whiskyetikett fehlen. Der Mindestalkoholgehalt für Whisky liegt bei 40%. Liegt der Wert darunter, handelt es sich um keinen Whisky und die Bezeichnung darf nicht verwendet werden.

6. Die Herkunft

Schottland ist das Mutterland des Whiskys. Schon die Bezeichnung Scotch deutet klar auf die Herkunft hin. Die Angabe „Distilled & Bottled in Scotland“ unterstreicht diese Aussage noch einmal allgemeinverständlich. Doch auch in anderen Ländern wird guter Whisky produziert, so etwa in Irland, Japan oder den USA.

Lust bekommen auf den Ardbeg 10? Hier unser Test…


Schlagworte: , ,


3 Responses to Whisky-Etiketten verstehen (01): Ardbeg 10 Jahre

  1. Freddy says:

    Hi Sam,

    cooler Artikel. Darf man das (01) so verstehen, dass die Serie noch weiter gehen wird? Bin sehr gespannt!

    Viele Grüße
    Freddy

    • Samuel Sam says:

      Hi Freddy,

      ja, das ist ganz richtig. Wir werden die Serie demnächst fortsetzen. Du darfst also gespannt sein, welches Etikett wir als nächstes vorstellen und erläutern. 🙂

      Viele Grüße

      Sam

  2. Dirk says:

    Super Blog
    Auch diese Idee zu diesem Artikel
    weiter so

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Über den Autor

Samuel

mag besonders fruchtige Speyside-Whiskys und rauchige Single Malts von Islay. Hin und wieder findet auch ein leckerer Karibik-Rum den Weg in sein Nosing-Glas. Im Test redet Sam Klartext.


Nach oben ↑

Mehr in Whisky
Der ZickZack-Whisky: Laphroaig Lore im Test

Mit dem Laphroaig Lore stellt sich Destillerie Manager John Campbell der Aufgabe 200 Jahre Laphroaig-Geschichte in einem Whisky zu vereinen. Ein mutiges Experiment. Ob es gelingt erfahrt ihr in unserem...

Schließen