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Veröffentlicht am 25. September 2008 | Restaurant an der Aegäis (Foto: Emel Isitan / sxc.hu)

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Was ist eigentlich Raki?

Raki ist eine türkische Spirituose aus Rosinen oder Feigen, die mit Anis aromatisiert wird. Der Raki ist ein Verwandter des griechischen Ouzo und wird bereits seit dem 15. Jahrhundert gebrannt. Anders als sein griechischer Bruder ist der Schnaps mit seinem bis zu 50-prozentigem Alkoholgehalt deutlich stärker. In der Türkei nennt man ihn nicht zuletzt deshalb auch „Aslan Sütü“ – was so viel wie „Löwenmilch“ bedeutet. Als echte Patrioten gehen Türken wie Griechen gleichermaßen davon aus, dass sie die Erfinder des Anisschnapses sind.

Das ausgeprägte Lakritzaroma des hochprozentigen Getränks schwächt sich durch das Mischen mit Wasser ab, der Raki wird dann milchig-trüb. Der gleiche sogenannte Louche-Effekt lässt sich auch bei Kühlung im Eisfach beobachten. Ätherische Öle lösen sich aus dem Anis und bilden winzige Tröpfchen, die sich wie ein Nebel durch die Flasche legen.

Man trinkt Raki entweder mit Wasser verdünnt im Longdrinkglas oder pur als Shot. Auch eine Mischung mit Cola ist möglich, allerdings verliert er dann seinen klassischen Geschmack.



3 Responses to Was ist eigentlich Raki?

  1. Maria says:

    Den Raki kenn ich nur vom Sehen her, hab ihn selbst noch nie getrunken. Soll aber anscheinend sehr lecker sein. Sieht glaub ich aus wie so eine milchige Flüssigkeit, das mit der Löwenmilch hat also was;)
    Das mit den Streitereien wer was erfunden hat, gibt es wohl in vielen Punkten bei diesen beiden Ländern. Gibts denn zum Raki eine griechische Alternative? Ist das dann Ouzo? Ich find solangs einen anderen Namen hat ist es ja egal, wer es erfunden hat. Hauptsache es schmeckt den Leuten.

  2. Liza says:

    Ich habe den Raki in der Türkei kennen gelernt. Ganz klassisch, pur auf Eis. Geschmacklich kommt er dem Ouzo sehr nah, allerdings finde ich den Ouzo vom Lakritzgeschmack her intensiver und daher den Raki angenehmer.
    Der Raki hat sich im letzten Jahr zu einem meiner Lieblingsgetränke entwickelt. Ich liebe nicht nur den Geschmack sondern auch, es zu beobachten wie sich der leichte, nebelige Schleier von den eiswürfeln herabzieht und letzlich das ganze Glas – bzw dem Inhalt milchig weiß verfärbt.
    Eine Colavariante habe ich noch nicht probiert.

    Sollte der Raki wirklich von den Griechen abstammen, so frage ich mich wieso er in kaum einem griechischen Restaurant angeboten wird.

    • Lukas Lukas says:

      Hey Liza, danke für deine Eindrücke. Ja der Raki ist schon ein schöner Sommerdrink. Ich vermute es sind einfach alte Rivalitäten, die dafür sorgen, dass es den Raki fast nie in griechischen Lokalen gibt und umgekehrt. Und vielleicht sind sich die beiden Anis-Spirituosen auch zu ähnlich, um beide ihren Platz im (häufig begrenzten Bar-Regal eines Lokals) zu finden. Hast du eine Lieblingssorte beim Raki?

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Über den Autor

Sam

mag besonders fruchtige Speyside-Whiskys und rauchige Single Malts von Islay. Hin und wieder findet auch ein leckerer Rum den Weg in sein Nosing-Glas. Im Test trennt Sam die Spreu vom Weizen und redet Klartext. Sein Motto: "Ich will die beste Spirituose zum günstigsten Preis finden!"


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