Trinkspiele

Veröffentlicht am 28. Dezember 2009

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Trinkspiele: Promis raten

Vor ein paar Tagen war ich auf einer kleinen Feier und habe ein neues Trinkspiel kennengelernt. Es heißt „Personen raten“ oder „Promis raten“ und hat gewisse Ähnlichkeiten zu dem Ratespiel-Klassiker Tabu. Zwei Teams müssen bekannte Persönlichkeiten erraten, die in der ersten Runde beschrieben, in der zweiten nur durch einen einzigen Begriff charakterisiert und in der dritten pantomimisch dargestellt werden. Ein witziges Spiel, in dem niemand  nüchtern bleibt!

Das braucht ihr: Notizzettel und Stifte, eine Sanduhr
So viele spielen: Zwei bis zehn Spieler, bevorzugt eine gerade Zahl

So wird’s gespielt: Gleich zu Beginn werden zwei Teams gebildet. Dann nimmt jeder Spieler sich zwei Zettel und einen Stift und schreibt zwei Namen von bekannten Persönlichkeiten darauf. Das können lebende oder verstorbene Prominente sein, Künstler, Politiker, Filmfiguren etc. Wichtig ist nur, dass die meisten der Mitspieler am Tisch die Person auch kennen sollten (mit Ivan Illich oder Hoimar von Ditfurth kommt ihr vermutlich nicht weit*). Die Zettel werden gefaltet und in der Tischmitte gemischt. Die Sanduhr wird umgedreht, die Zeit läuft.

Aus dem Starterteam zieht nun eine Person verdeckt einen der Zettel aus der Tischmitte und versucht sofort, ihren Mitspielern zu erklären, was es mit der Person auf sich hat. Wurde zum Beispiel „James Bond“ gezogen, dann könnte die Beschreibung lauten: „Bekannter Geheimagent, der in zig Filmen zu sehen war und u.a. von Roger Moore und Sean Connery gespielt wurde.“ – Das eigene Team rät nun und darf darüber hinaus Fragen stellen, die mit JA oder NEIN beantwortet werden können. Für jede erratene Figur muss unverzüglich ein Schluck getrunken werden. Erst wenn jeder aus dem Team getrunken hat, darf der nächste Zettel gezogen werden. Ist die Zeit abgelaufen, ist das zweite Team an der Reihe und darf raten und trinken.

Sind alle Zettel in der Tischmitte aufgebraucht, endet die erste Runde. Doch es geht noch weiter: Die Zettel werden nun erneut gefaltet und gemischt. In der zweiten Runde darf der Fragende nur einen Begriff sagen, der die Person beschreibt. Beispiel James Bond – „Geheimagent“ oder „Sean Connery“. Die Teams raten nun wie in der ersten Runde bis entweder die Zeit endet oder alle Persönlichkeiten erraten wurden. Für jeden Treffer heißt es trinken!

In Runde Drei wiederholt sich das Spiel: Zettel mischen, Persönlichkeit ziehen etc. Nur das diesmal der Fragende kein Wort sagen darf. Er muss den gesuchten Promi, Politiker, Filmfigur pantomimisch darstellen. Sagt er versehentlich doch ein Wort, muss er alleine sein Glas leeren. Ansonsten funktioniert das Trinkspiel wie zuvor: Bei jedem richtig erratenen Begriff fließt der Alkohol.

Spielende: Das Spiel ist zu Ende, wenn alle drei Runden erfolgreich gemeistert wurden und alle Promis erraten wurden.

Tipp: Eine interessante Variante funktioniert so, dass bei einem richtig geratenen Namen nicht das eigene Team trinken muss, sondern die gegnerische Mannschaft. Das erhöht die Spannung – und den Alkoholgehalt der Runde.

* Ivan Illich war Philosoph und katholischer Theologe, Hoimar von Ditfurth war Schriftsteller und Fernsehmoderator in den 70er Jahren

(Foto: lusi/sxc.hu)



One Response to Trinkspiele: Promis raten

  1. Arno says:

    das sogenannte Promis wohl nicht ohne saufen feiern können, sieht man ja oft genug im Fernsehen.
    Die sollten sich was schämen.

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Über den Autor

Victor

ist waschechter Russe und in unserer Redaktion für den Bereich Trinkspiele zuständig. Ob Partyspiele in lockerer Runde oder Saufspiele nach alter Tradition - er bringt die Regeln zu Papier und verrät Tipps und Tricks wie man trotzdem nüchtern bleibt.


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