Trinkspiele

Veröffentlicht am 19. Juli 2009 | Foto:

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Trinkspiele: Arschloch (mit lustigen Varianten)

Das Kartenspiel Arschloch ist regional unterschiedlich auch unter den Namen Bimbo, Negern oder Bettler bekannt. Das Prinzip des Grundspiels ist jedoch in der Regel identisch und sorgt seit vielen Jahren auf Spielabenden und Partys für gute Unterhaltung.

Gleich loslegen: Was man für das Trinkspiel Arschloch braucht

  • Material: Ein Skatspiel mit 32 Karten. Ab sieben Mitspielern: Zwei Kartenblätter.
  • Spieleranzahl: Mindestens drei Spieler, aber auch in größeren Gruppen sehr lustig.

Schnell erklärt: Das Spielprinzip

 Ziel in Arschloch ist es, möglichst schnell alle seine Karten loszuwerden. Nach dem Mischen werden zunächst alle Karten an die Spieler verteilt. Geht die Zahl der Karten nicht auf, erhält also ein Spieler eine Karte mehr oder weniger, so ist dies nicht weiter schlimm. Der Spieler mit der Karo Sieben darf anfangen und eine beliebige Karte auf die Tischmitte ausspielen.

Der nächste Spieler muss nun eine Karte höheren Wertes ausspielen. Liegt also eine Neun, so können nur Zehn, Bube, Dame, König oder Ass gespielt werden. Hat der ausspielende Spieler zwei Karten gleichen Wertes (z.B. zwei Neunen) so darf er beide gleichzeitig ablegen. Alle folgenden Spieler müssen nun ebenfalls zwei wertgleiche höhere Karten spielen (z.B. zwei Zehnen oder zwei Buben).

Kann ein Spieler nicht überbieten, so setzt er aus. Kann oder will niemand mehr höher spielen, so werden die liegenden Karten auf die Ablage geschoben. Wer zuletzt eine Karte abgelegt hat, darf nun neu ausspielen. Wer ein Ass spielt, kann logischerweise nicht überboten werden und darf somit gleich einen neuen Stapel eröffnen.

Wichtiger Hinweis: Niemand ist verpflichtet seine Karten abzulegen. Man kann sie vielmehr aus taktischen Gründen zurückhalten und aussetzen!

Spielende: Wer als Erstes alle seine Karten abgelegt hat ist der „König“. Wer als Letztes noch Karten hat ist das „Arschloch“. Er muss unverzüglich seinen Drink leeren. Dann mischt er die Karten neu und verteilt sie. Der „Arschloch“ muss seine beiden höchsten Karten an den „König“ abgeben und erhält dafür zwei beliebige Karten zurück.

Lustige Varianten für noch mehr Spannung

Die hier aufgezeigten Varianten für das beliebte Partyspiel können frei mit den Grundregeln kombiniert werden, um für etwas Abwechslung zu sorgen. Mit manchen Ergänzungen kann sogar der ganze bisherige Spielverlauf auf den Kopf gestellt werden: Also aufgepasst!

Vize-Vize: Ab fünf oder mehr Spielern kann als Zusatzregel eingeführt werden, dass auch Vize-König und Vize-Bimbo jeweils eine Karte tauschen.
Revolution: Legt ein Spieler vier Karten desselben Wertes ab, so kann er eine Revolution ausrufen. Die Reihenfolge der Karten dreht sich dann um, die 7 wird zur höchsten, das Ass zur niedrigsten Karte.
Ass-Safe: In dieser Variante muss das Arschloch keine Asse an den König abgeben. Es wird davon ausgegangen, dass die Partien dadurch ausgeglichener werden (also nicht immer nur derselbe König wird).
Gearscht: Wer eine bereits gelegte Karte wieder aufnimmt oder auf andere Weise gegen die Regeln verstößt, wird in der nächsten Runde automatisch zum „Arschloch“ degradiert. Der letzte Spieler steigt somit zum „Vize-Arschloch“ auf, das vormalige „Vize-Arschloch“ wird entlastet und wieder zum regulären Spieler.

Nicht das richtige Spiel für eure Party oder ihr wollt zwischendurch mal etwas anderes ausprobieren? Ein weiteres schnell erklärtes Spiel mit Karten ist „Zweiundfünfzig Tot“ gleich hier nachlesen! Ihr wollt lieber würfeln? Dann probiert doch einmal Mäxchen aus!



2 Responses to Trinkspiele: Arschloch (mit lustigen Varianten)

  1. eva112 says:

    dises spiel ist einfach nur geil

  2. Spiritman says:

    Oh. Das hab ich lang nicht mehr gespielt! Muss ich mal wieder!

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Über den Autor

Victor

ist waschechter Russe und in unserer Redaktion für den Bereich Trinkspiele zuständig. Ob Partyspiele in lockerer Runde oder Saufspiele nach alter Tradition - er bringt die Regeln zu Papier und verrät Tipps und Tricks wie man trotzdem nüchtern bleibt.


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