Japanischer Whisky

Veröffentlicht am 10. April 2016 | Foto: Alkoblog

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Alkopop auf Japanisch: Suntory Kaku Highball im Test

Es ist für mich immer noch ein Rätsel: Da stellen die Japaner einige der besten Whiskys der Welt her. Destillerien wie Yamazaki räumen reihenweise internationale Whisky-Awards ab. Und was machen die Japaner? Gießen ihren Whisky am liebsten mit reichlich Mineralwasser auf und geben genug Eis ins Glas, dass es selbst Eskimos beim Anblick fröstelt. Der Whisky Highball ist Japans beliebtester Drink.

Perfekt zu rohem Fisch und asiatischem Essen

Vielleicht liegt es ja an den Situationen, in denen Japaner ihren Whisky trinken: Nämlich gerne zum Essen. Und das besteht aus Gemüse, Fleisch, Meeresfrüchte, rohem Fisch – häufig werden alle drei Arten in verschiedensten Varianten serviert. Die Bento-Box ist nur ein Beispiel für diese kunstfertige Vielfalt der japanischen Kulinarik. Doch wer will ein solches Dinner schon mit purem Whisky begießen? Der Highball ermöglicht es hingegen, einen äußerst subtilen und leichten Drink zu Sashimi und Co. zu genießen – mit Aromen die sich ergänzen und nicht in Konkurrenz zum Essen stehen.

Hierzulande fristet der Whisky Highball ein absolutes Schattendasein – nicht einmal in japanischen Lokalen ist er anzutreffen. Das könnte sich bald ändern, wenn es nach Ginza Berlin geht. Dieses Getränke-Startup aus Berlin importiert nämlich originale japanische Drinks in Dosen und Flaschen nach Deutschland.

Hauptzutat ist ein japanischer Blend

Unter den ersten Neuankömmlingen: Der in Japan allgegenwärtige Kaku Whisky Highball von Getränkegigant Suntory. Hauptzutat in dem Drink neben Quellwasser der Kakubin – ein solider Blend aus verschiedenen Suntory-Whiskysorten und Grain. Die Dose mit 0,35 Liter kostet im Shop von Ginza immerhin 4,49 Euro plus Versand. Also (noch) ein ziemliches Luxusgetränk für Kenner und Japan-Fans.

Wir bekamen freundlicherweise eine Probe des Drinks frei Haus geliefert und freuen uns deshalb hier die ersten Erkenntnisse zum Suntory Highball präsentieren zu können.

suntory-highball-dose

Unser Tasting des Suntory Highball

Erste Erkenntnis: Der Suntory Highball riecht erstaunlich stark nach Whisky. Eigentlich hat das Getränk nur 7 % Alkohol, aber der Whisky ist deutlich herauszuriechen.

Zweite Erkenntnis: Die Aromen des mit Wasser gemischten Whiskys sind angenehm subtil. Es ist kein Vergleich zu dem puren Kakubin, der seine Alkoholnoten deutlich ausspielt und auf der Zunge keinen besonders geglätteten Eindruck hinterlässt.

Dritte Erkenntnis und Fazit: Ich hätte vorher nicht gedacht, dass mir ein Whisky Highball tatsächlich zusagt und bin deshalb mit niedrigen Erwartungen an den Drink herangegangen. Der Suntory Kaku Highball trinkt sich angenehm nebenbei ohne besonders aufdringlich zu sein oder große Aufmerksamkeit einzufordern. Ein sehr japanisches Getränk, dass sicher nicht nur zu rohem Fisch und Meeresfrüchten seinen Platz in der Getränkekarte verdient hat.


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Über den Autor

Lukas

ist immer auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen. Der Gründer des Alkoblogs liebt intensiven und abwechslungsreichen Whisky und Bourbon. Im Test stellt er aber auch andere Spirituosen wie Rum oder Gin auf die Probe. Und in der Bar darf es auch mal ein klassischer Cocktail sein.


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