Ey Leute! Aus gegebenem Anlass muss sich euer Charles Suffkowski mal wieder zu Wort melden! Den rostigen Karren aus dem Dreck ziehen! Weils ja sonst keiner macht! Was haben sich die feinen Herren Politiker in ihren geschniegelten Jäckchen denn da schon wieder ausgedacht?!

Das BBK, nein nicht der Bund der Bier-Konsumenten, sondern das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat sich ein neues Konzept zur Krisenvorsorge ausgedacht: Alle Bürger sollen wieder Vorräte für Krisenzeiten anlegen. Falls tatsächlich mal eines dieser UFOs landet. Oder Nostradamus mit einer seiner zahllosen Prophezeiungen unverhofft Recht behält. Falls Hochwasser, tonnenweise Schnee oder ein zünftiger Aufstand der Entrechteten unsere Straßen unpassierbar machen.

Alles kein Problem für euren Suffkowski. Bin ich doch als Ex-Briefzusteller vom Wetter gegerbt, schon auf manch wackeliger Jolle übers stürmische Meer geschippert und habe im Leben so einige Kratzer abgekriegt…

Die Empfehlungen des Bundesamtes: Dosenlager in der Butze

Aber gut, stopfe ich meine 30-Quadratmeter-Butze eben bis zur Decke mit der empfohlenen Menge an dicken Bohnen (5,6 Kilo), Erbseneintopf (4,9 Kilo), Dosenobst (3,6 Kilo) Tütensuppen und Trinkwasser (28 Liter) voll. Ist doch auch praktisch, wenn alles für Wochen da ist und ich nicht noch mal raus muss.

Was mich aber wirklich schmerzt: In der Empfehlungsliste des Ministeriums fehlt völlig der Whisky. Dabei zeigt die Erfahrung doch: Eine handfeste Krise fängt erst mit einem wohltemperierten schottischen Whisky an, so richtig Spaß zu machen! Während da draußen der Schnee, Regen oder der Mob tobt, sitze ich dann schön bei Kerzenschein im Warmen und Trockenen. Schau mir den Trubel von oben an, schenke mir einen schönen rauchigen Malt ein und lasse die Krise einfach mal Krise sein.

Absolut sicher in der Krise: Whisky

Ein weiterer Vorteil: Whisky ist absolut krisenfest. Denn nein Freunde, man kann Scotch Whisky nicht nur prima trinken. Für euren Suffkowski ist er auch zur Hausapotheke geworden. Desinfektion von außen und innen und gemischt in einem „Hot Toddy“ das beste Erkältungsmittel der Welt.

Und wenn mal der Strom ausfällt, kann ich den guten Stoff einfach anzünden. Ihr glaubt gar nicht was ein Single Malt so an Licht und Wärme spendet. Was meint ihr warum ich mich seit Jahren für Cask Strength Whiskys stark mache. Die brennen wenigstens richtig – anders als die schlappen 40-Prozenter vom Stil des Chivas Regal. Der taugt ja bestenfalls als Feuerlöscher (was in manchen Situationen auch nicht verkehrt ist). Und ja auch euer harter Hund Suffkowski wird die ein oder andere Träne wegdrücken müssen, wenn der schöne Laphroaig Cask Strength langsam abraucht… Farewell old friend…was sein muss, muss sein…

Und falls dann doch mal die Vorräte ausgehen sollten, wenn alle Banken und Börsen dicht sind und der Euro abgepurztel ist, dann habe ich mit dem Inhalt meines Whiskyschranks noch ein richtiges Pfund in der Tasche. Gesoffen wird immer und Alkohol ist die beste Währung in Krisenzeiten: Nicht umsonst spricht man vom flüssigen Gold. Da kann ein Dram vom 10-jährigen schon zum wertvollen Tauschgut werden.

Für mich heißt es jetzt aber Schluss machen, runter von der Couch und ganz pflichtgemäß meine flüssigen Notvorräte aufstocken. Falls ihr noch ein paar heiße Tipps für Krisen-Whiskys braucht – die Jungs vom Alkoblog haben da eine schöne Liste mit Whiskys bis 50 Euro zusammengestellt. Da sind einige Pflichtkäufe dabei. Wenn ich zurück bin, kann die Krise dann kommen. Ich schaue dann von der Couch aus zu.

Tschüß,
Euer Suffkowski!

Die Kolumne von Charles Suffkowski erscheint in unregelmäßigen Abständen im Alkoblog. Die Ansichten von Suffkowski spiegeln nicht zwingend die Meinung der gesamten Redaktion wieder.

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