Nordlicht: Spitzmund Gin aus Kiel im Test

„Wir hätten da diese Probeflasche von einem Gin namens Spitzmund aus Kiel. Hättest du Lust den mal zu verkosten?“, so die Frage meiner zwei Brüder, der beiden Gründer des Alkoblogs. Hm, ja..warum eigentlich nicht? Und doch stand das kleine unscheinbare Fläschchen mit der kristallklaren Spirituose eine ganze Weile auf meinem Tisch. Ja, wie macht man das eigentlich – verkosten?

Gin-Test: Wie macht man das als Neuling überhaupt?

Gibt es dabei irgendetwas Besonderes zu beachten? Und könnte ich das überhaupt – so dezidiert zu beschreiben, was ich beim Probieren schmecke, wie das meine Brüder immer in ihren Testberichten machen? Wenn ich mir da ihre Tasting-Berichte so durchlese. Was die für besondere Geschmacksnuancen da immer so herausschmecken! Gummi und Waldmeisterbrause…hmhm…interessant. Ich muss zugeben – ein bisschen schüchterte mich diese Aufgabe schon ein. Doch aller Anfang ist schwer und so stellte ich mich dieser Herausforderung.

Denn Gin gehört insgesamt auf jeden Fall zu meinen Lieblingsspirituosen. Ein schöner eisgekühlter Gin Tonic zum Feierabend oder ein kleines Gläschen pur nach dem Essen – das hat schon Stil. Also, worauf wartete ich eigentlich noch? Ich schenkte also einen kleinen Schluck des kristallklaren Wässerchens in ein Nosing-Glas ein. Das hatte ich mir vorher zum Glück noch ausgeliehen.

Schwarz mit Anker: Die Flasche des Spitzmund-Gin tritt markant auf. (Foto: Amazon)
Schwarz mit Anker: Die Flasche des Spitzmund-Gin tritt markant auf. (Foto: Amazon)

Unser Tasting des Spitzmund Gin

Wie riecht er?

Und tatsächlich: Der intensive Duft von Kräutern zog mir sofort in die Nase. Ich roch ein paar Mal – schwer zu sagen, was genau. Aber bei genauem Hinriechen würde ich mich jetzt mal auf die Duftnoten Zitrone, Nagellackentferner und Kräuter-Hustenbonbons festlegen. Klingt vielleicht nicht so appetitlich, aber insgesamt würde ich sagen, ein angenehmer Duft. Und spätestens nach dem zehnten Mal Riechen bemerkte ich eine angenehme Frische und fruchtige Aromen im gesamten Rachenraum. Als hätte ich gerade einen Hustenbonbon gelutscht.

Wie schmeckt er?

Nun aber zum Geschmack. Vorsichtig nippte ich am Glas. Ähnlich wie beim Riechen breitet sich der intensive Kräutergeschmack sofort im ganzen Mundraum aus. Darüber hinaus wirkte der Gin auf mich recht fruchtig.

Soll man Spirituosen nicht angeblich im Mund kauen, um noch mehr zu schmecken? War da nicht mal was? Ich probierte es einfach mal – das Ergebnis: der Gin brannte auf meiner Zunge und entpuppte sich plötzlich als ziemlich scharfe Angelegenheit. Und ich merkte wie mir mit jedem Schluck wärmer wurde.

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Spitzmund Gin
Gestaltung & Story79
Geruch78
Geschmack77
Preis-Leistung80
79
Fazit
Spitzmund Gin hat einen angenehmen Wacholdergeschmack und gefällt durch Kräuteraromen sowie fruchtige Noten. Für den Gin-Einsteiger könnte er aber auch etwas zu würzig und scharf sein. Der Preis von etwa 37 Euro ist ok.

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