Whiskey: Bourbon, Irish Whiskey & die Welt

Whiskey

Wie Bourbon-Whiskey hergestellt wird

Veröffentlicht am 16. September 2016 | von Sam

Bourbon Whiskey gehört zu den beliebtesten Spirituosen weltweit, wobei sich die Herstellung seit 150 Jahren kaum verändert hat. In unserem Guide erklären wir wie die Spirituose auf Maisbasis hergestellt wird. ... Mehr lesen


Bourbon, Rye & Co.: Amerikanischer Whiskey

Gerste, Weizen, Roggen und Mais sind die Grundzutaten aus denen amerikanische Whiskeys gebrannt werden. Die Mischung der Getreidearten unterscheidet sich dabei je nach Sorte. So wird der beliebte, eher süße Bourbon etwa aus mindestens 51 % Mais hergestellt. Beim würzigen Rye Whiskey muss die Maische dagegen aus mindestens 51 % Roggen bestehen. Beide Varianten müssen zwei Jahre oder länger in neuen, verkohlten Eichenfässern gelagert werden. Die Fässer dürfen anders als bei schottischem Whisky nicht mehrfach verwendet werden. Neben Bourbon und Rye gibt es auch American Blends, welche mit günstigerem Schnaps verschnitten werden. Corn-Whiskey wird hingegen aus 80-100 % Mais destilliert – er schmeckt besonders neutral. Neben Jack Daniels, Jim Beam, Makers Mark und Four Roses gibt es noch eine ganze Reihe weiterer amerikanische Whiskey-Marken, die überwiegend den Mainstream bedienen. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt immer wieder echte Perlen, die in Geschmack anderen Whiskys in nichts nachstehen.

Der Milde von der Insel: Irish Whiskey

Der irische Whiskey ist vor allem bei Genießern beliebt, die einen eher milden Geschmack bevorzugen. Bis auf wenige Ausnahmen sind fast alle Irish Whiskeys nicht getorft. Weitere Unterschiede: Traditionell wird Irish Whiskey dreimal destilliert (Scotch häufig nur zweimal). Bei der Herstellung wird der ungemälzten Gerste häufig auch Weizen, Hafer oder Rogggen beigemischt. Das Ergebnis ist häufig ein weicher, eher fruchtiger Whisky. Die Schreibweise Whiskey wurde in Irland übrigens erst Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt, um sich vom Scotch Whisky von der Nachbarinsel abzugrenzen.

Whisky oder Whiskey – was ist korrekt?

Es ist nur ein Buchstabe, aber er macht einen großen Unterschied: Je nach Schreibweise handelt es sich bei Whisk(e)y um eine Spirituose mit ganz unterschiedlichem Charakter. Whisky ohne e wird dabei fast ausschließlich für Scotch, also Whiskys aus Schottland verwendet. Kommt ein Whisky hingegen aus Nordamerika, Irland, Indien, Taiwan oder anderen Ländern, so schreibt man ihn mit e. Es gibt einzelne Ausnahmen von dieser Regel: So wollen einige amerikanische Marken etwa ganz bewusst eine Nähe zu Scotch Whiskys suggerieren und bezeichnen ihr Produkt deshalb als „Whisky“.

 

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