Gin-Blog: Tests und Beratung für Genießer

Gin

Auf neuen Pfaden: The Botanist Dry Gin im Test

Veröffentlicht am 3. August 2015 | von Samuel

Die bekannte Islay-Destillerie Bruichladdich wird eigentlich eher mit Whisky in Verbindung gebracht. Mit dem Botanist Dry Gin versucht sie sich auf neuem Terrain. Gelingt das Experiment... Mehr lesen


Was ist Gin?

Ein Gin wird meist aus Getreide oder Melasse gebrannt und erhält sein Aroma durch verschiedene Gewürze und andere Zutaten. Diese werden entsprechend ihrer Herkunft auch Botanicals genannt. Während des Brennvorgangs werden die Alkoholdämpfe durch die Botanicals geleitet und nehmen so den Geschmack an. Alternativ können die Gewürze auch der Maische zugefügt und ebenfalls destilliert werden. Beim klassischen Dry Gin spielen Wacholder und Koriander eine große Rolle im Geschmacksbouquet. Doch auch die Schalen von Zitrusfrüchten, Blüten, Wildbeeren, Ingwer oder sogar Gurke können in den Botanicals enthalten sein. Über 120 verschiedene Zutaten sind für die Verwendung beim Brennen von Gin bekannt.

Gin – früher und heute

Schon Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Gin von Ärzten in den Niederlanden als Heilmittel eingesetzt. Lange galt Gin als Schnaps, der billig produziert und vor allem von unteren Bevölkerungsschichten getrunken wurde. In England wurde die Herstellung daher 1791 im sogenannten Gin Act reguliert, was die Qualität in der Folgezeit steigerte und die Wacholderspirituose gesellschaftsfähig machte. London Dry Gin wurde in der Folgezeit zum feststehenden Begriff des in Kupferkesseln gebrannten Destillats. Seit einiger Zeit erfreut sich Gin auch hierzulande wieder wachsender Beliebtheit: Grund sind regionale Mikrobrennereien, die mit neuartigen Rezepten und origineller Flaschengestaltung versuchen, die so genannten Regional-Gins zu vermarkten.

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