Slivovic

Der Name Slivovic leitet sich von dem slawischen Wort „sliwa“ für Pflaume ab. Im Sprachgebrauch sind je nach Herkunftsregion des Erzeugnisses auch andere Bezeichnungen und Schreibweisen üblich.  Üblicherweise wird der Pflaumenschnaps mit einem Alkoholgehalt von 37,5 % hergestellt, es sind allerdings auch Varianten mit höherem Alkoholanteil erhältlich. Man schätzt, dass Slivovic einen Anteil von 1-1,5 % am weltweiten Getränkemarkt einnimmt. Besonderer Beliebtheit erfreut sich der Slivovic im ländlichen Raum von Osteuropa, wo der Schnaps auch häufig im privaten Umfeld aus der eigenen Pflaumenernte gebrannt wird.

Gold und Weiß – Die zwei Varianten von Slivovic

Grundsätzlich unterscheidet man bei Slivovic zwei unterschiedliche Farben Gold und Weiß. Die goldene Variante wird dabei in Fässern aus Eiche, Robinie oder anderen geeigneten Bäumen gelagert. Die weiße Version erfährt eine Lagerung in Flaschen oder Ballons aus Glas. Teilweise wird die Spirituose über mehrere Jahre gelagert, wodurch auch der Geschmack reifen kann. Eine gesetzliche Regelung für eine Mindestlagerzeit besteht, anders als zum Beispiel bei Whisky, nicht.

Der Wohlgeschmack und die Qualität eines Slivovic hängt zu einem großen Teil von den verwendeten Pflaumen ab. Günstig wirken sich ausgereifte Pflaumen mit einem hohen Zuckeranteil und einem sehr guten Eigengeschmack aus. Aus 100 Kilo optimalen Pflaumen können zwischen fünf und acht Liter 100%iges Destillat gewonnen werden. Für die Abfüllung in Flaschen wird der Slivovic mit destilliertem Wasser auf die gewünschte Trinkstärke verdünnt.


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