Vodka

Veröffentlicht am 14. Oktober 2015 Großstadtbeton mit Vodka | Foto: Alkoblog

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Meine Stadt, mein Bezirk, mein Schnaps: Sidos Kabumm Vodka im Test

 

„Ich nehm‘ jeden Tag Drogen, mal weniger mal mehr
Mal mit Action und mal ganz leger
Doch am Wochenende geht’s erst richtig los
Pillen fressen, Nasen zieh’n, Vodka saufen, Prost“ – Rapper Sido – Endlich Wochenende (2004)

Der Berliner Rapper Sido (Abkürzung für: Superintelligentes Drogenopfer) hatte mit dem Hit „Mein Block“ seinen ersten großen Erfolg. Einige Jahre und Alben später stellt er nun seine erste eigene Spirituose her. Nicht ganz allein, denn mit ins Boot hat er sich den österreichischen Brenner Josef Farthofer geholt. Wie musikalisch, vom Berliner Rap-Untergrund in den Mainstream, geht es für den Musiker nun also auch in anderen Geschäftsfeldern auf zu neuen Ufern. So soll unter anderem auch bald eine eigene Bar in München eröffnen. Da erscheint ein eigener Luxus-Schnaps wie eine logische Konsequenz. Praktischerweise kann die dann auch gleich im eigenen Etablissement auf der Getränke-Karte stehen.

Die Wahl fällt zwischen Whisky und Vodka

Dass die Wahl letztendlich auf Vodka fiel hat nach eigenen Angaben daher auch rein zeitliche Gründe. Schließlich schwankten die Überlegungen zunächst zwischen Whisky und Vodka. Um guten Whisky herzustellen braucht man jedoch viel Geduld, Kapital und Ausdauer. Mindestlagerzeiten müssen beachtet werden, das kostet Zeit sowie Geld und bis ein richtig guter Whisky dabei herauskommt können schnell mal 10 Jahre vergehen. Die Produktion von Vodka hingegen ist deutlich schneller und ohne lästig lange Lagerzeiten abgeschlossen. Es kann schon kurz nach der Destillation abgefüllt werden. Daher sind auch die Risiken bei dieser Spirituose deutlich geringer, falls das Produkt doch floppt. Zum Brenner Josef Farthofner fand Sido übrigens ganz einfach über Google, wo er schlicht und einfach „bester vodka der welt“ eingab.

Nackthafer, Winterweizen und frisches Quellwasser

Möchte man einen Vodka wirksam vermarkten, sollte man sich natürlich möglichst deutlich von anderen Erzeugnissen unterscheiden. Für gewöhnlich wird Vodka überwiegend aus Roggen, Weizen oder Gerste hergestellt. Für einen Luxus-Vodka natürlich etwas zu profan. Daher wird der recht selten angebaute Nackthafer, in Verbindung mit Winterweizen, für die Herstellung des Kabumm Vodkas verwendet.

Auch beim Quellwasser versucht man sich vom Rest abzuheben, so wurde kein normales Wasser verwendet. Aus der privaten Quelle der Farthofer Brennerei, kommt besonders weiches Wasser mit geringem Mineralstoffanteil zum Einsatz. Die erste Charge von 5000 Flaschen wird in speziell von Hand hergestellten Kugelflaschen abgefüllt. Die Gestaltung der besonderen Flasche soll an eine Bombe erinnern,  Kabumm eben. Das Eingießen aus dieser ungewöhnlichen Flasche ist gewöhnungsbedürftig. Doch von diesem Umstand lassen wir uns logischerweise nicht vom Tasting abbringen.

Der Kabumm Vodka von Sido im Tasting

Wie riecht er?

Der Kabumm Vodka riecht blumig frisch und klar, trockenes Heu ist dabei. Im Vergleich zu andern Vodkas, bei denen man eher wenig riecht, ist der Geruch deutlich aufregender. Fehlnoten oder strenge alkoholische Schärfe sind nicht wahrnehmbar. Das spricht für die Güte der Spirituose. Eine leichte Fruchtigkeit, mit Himbeere und Kirsche, lässt beim Riechen des Vodkas die Assoziation eines Obstbrandes aufkommen.

Wie schmeckt er?

Der Geschmack des Kabumm Vodkas ist sehr mild, weich und warm. Auch hier, wie beim Geruch, keine Bissigkeit der Spirituose. Leicht süßlich fruchtig im Mittelteil, hinterlässt er im Abgang eine angenehme Cremigkeit im Mund. Von zu schmeckenden Aromen ist der Kabumm Vodka allerdings weniger griffig als im Geruch. Etwas Getreide und eine leichte Fruchtigkeit wie eine Idee Mango und Kiwi sind schmeckbar. Definitiv jedoch ein hochwertig gebrannter Vodka.

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Alkoblog.de Vodka-Test: Kabumm Vodka

Gestaltung
Geruch
Geschmack
Preis-Leistung

Fazit von Samuel: Wenn ausschließlich die Kriterien Gestaltung, Geruch und Geschmack über die Gesamtwertung entscheiden würden, wäre Sidos Kabumm Vodka ein Überflieger. Mild und fein ist dieser in der Nase und schmiegt sich an den Gaumen. Ein definitiv sehr guter Vodka. Ob der hohe Preis im Vergleich zu anderen guten Vodkas jedoch gerechtfertigt ist? 80 Euro sind jedenfalls schon eine Hausnummer und machen den Kabumm Vodka exklusiv.

3.9



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One Response to Meine Stadt, mein Bezirk, mein Schnaps: Sidos Kabumm Vodka im Test

  1. Grizzlie says:

    Der Kabuum Vodka ist sicher sehr gut im Geschmack und im Abgang. Leider ist die verarbeitung des Verschluss billig da der Korken absplittert und so im Vodka landet, was sehr schade ist. Auch das Einschenken ist schwierig so das es fast unmöglich ist das Glass ganz zu treffen, ohne das etwas daneben geht. An dem sollte man noch arbeiten, dan wäre der Preis auch gerechtfertigt 🙂

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Über den Autor

Samuel

mag besonders fruchtige Speyside-Whiskys und rauchige Single Malts von Islay. Hin und wieder findet auch ein leckerer Karibik-Rum den Weg in sein Nosing-Glas. Im Test redet Sam Klartext.


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