Die Nächte in Russland sind fast so schwarz wie der Wodka (Foto: Cédric Z / Flickr)

Schwarzer Wodka ist aromatisiert, schmeckt häufig nach schwarzen Johannisbeeren und hat fast immer einen deutlich niedrigeren Alkoholgehalt als normaler Wodka. Es handelt sich bei vielen „Black Vodkas“ streng genommen um Wodka-Mischgetränke oder Liköre. Die schwarze Farbe des Getränks hebt die Flaschen schon auf den ersten Blick deutlich von klassischen Vodka-Sorten ab, die fast immer klar sind. In diesem Artikel stellen wir euch den Party-Klassiker genauer vor, zeigen die wichtigsten Marken und verraten, wie ihr schwarzen Wodka am besten mischen könnt. Kommt mit uns mit zur dunklen Seite des Vodkas!

Es ist nicht bekannt, wie lange es schwarzen Wodka schon gibt. Vermutlich geht die gemischte Spirituose auf ein Rezept im ländlichen Russland zurück, doch ganz sicher kann man auch dies nicht sagen. Klar ist hingegen, wie die Farbe ursprünglich zustande kam: Früher wurde der schwarze Wodka einfach durch Zugabe von Johannisbeersaft zum Destillat hergestellt. Vermutlich wollte man den teilweise etwas rauen Getreide- oder Kartoffelbrand durch Beimischung einer süß-sauren Beerenfrucht genießbarer machen.

Heute sind die fast alle schwarzen Wodkas mit Aromen versehen, dunkle Farbstoffe sorgen für die entsprechende Tönung der Spirituose. Auch Zucker ist häufig mit in der Flasche. Viele schwarze Wodkas haben eine jüngere Zielgruppe im Visier, die gerne Party macht und das Getränk pur oder in einfachen Longdrinks genießt. Anders als man vielleicht vermuten wurde, bezieht sich der Begriff „Schwarzer Wodka“ nicht darauf, dass ein Wodka schwarz gebrannt wurde. Alle uns bekannten Marken sind legal hergestellt und werden ganz regulär besteuert.

Die bekanntesten schwarzen Wodka-Marken

Puschkin Vodka Black Sun

Hergestellt von Berentzen: Vodka Puschkin Black Berries (Foto: Amazon)
Hergestellt von Berentzen: Vodka Puschkin Black Berries (Foto: Amazon)

Der Puschkin Black Sun heißt mittlerweile Puschkin Black Berries (zumindest steht dieser Name inzwischen auf der markanten eckigen Flasche). Er wird von dem allseits bekannten Hersteller Berentzen aus klarem Wodka hergestellt, dem Aromen von schwarzen Beeren und „sibirischer Steppenwurzel“ zugegeben werden. Das soll für ein wildes Geschmackserlebnis sorgen. Es steht nicht klar dabei, aber vermutlich wird auch Zucker zugesetzt. Der Alkoholgehalt von Puschkin Black Sun ist deutlich niedriger als von normalem Vodka und liegt bei 17 %. Farbstoffe sorgen für die dunkle Tönung dieses „Schwarzen Wodkas“.

Jelzin Vodka Black Likör

Gibt sich schon auf dem Etikett als Likör zu erkennen: Jelzin Black (Foto: Amazon)
Gibt sich schon auf dem Etikett als Likör zu erkennen: Jelzin Black (Foto: Amazon)

Die Marke Vodka Jelzin macht keinen Hehl daraus, dass es sich bei ihrem Destillat nicht um einen Wodka, sondern um einen Likör handelt. Da die Flasche aber die gleiche Form hat, könnte man den Jelzin Black auf den ersten Blick dann doch für einen Schwarzen Wodka halten. Dem Destillat wurden Aromen von Waldfrüchten, schwarzer Johannisbeere, Brombeere, roter Johannisbeere und Gewürzen zugegeben. Wie es sich für einen Likör gehört, ist aber auch ordentlich Zucker mit in der Mischung. Der sorgt auch dafür, dass man den Alkohol nicht so gut herausschmeckt. Auch bei der Farbe des Jelzin Vodka Black wurde vermutlich etwas nachgeholfen, damit aus der Spirituose zumindest optisch so etwas wie ein Schwarzer Wodka wird.

Eristoff Wodka Black

Mit georgisch-russischer Tradition: Eristoff Black Vodka (Foto: Amazon)
Mit georgisch-russischer Tradition: Eristoff Black Vodka (Foto: Amazon)

Als Wodka mit russischer bzw. georgischer Tradition präsentiert sich Eristoff. Fürst Ivane Eristhavi entwickelte im Jahr 1806 das Rezept für einen Vodka, der schon eine gewisse Bekanntheit erlangen sollte. Sein Urenkel verlagerte die Produktion 1892 nach Sankt Petersburg, der Familienname wurde russifiziert – aus Eristhavi wurde Eristoff. Doch die Erfolgsgeschichte von Vodka Eristoff wurde durch die russische Revolution jäh unterbrochen. Praktisch über Nacht floh die Familie im Jahr 1920 nach Mailand. Hier traf man die Familie Martini & Rossi, welche das Rezept für den Wodka im Jahr 1956 erwarb. Eristoff Wodka wird also nicht mehr in Russland produziert, die Marke gehört heute zu Bacardi.

Der Eristoff Wodka Black ist mit einem „raffinierten Mix von Wild Berries“ versetzt, die man riechen und schmecken soll. Während die Flasche transparent ist, ist der Wodka tatsächlich tiefschwarz wie die russischen Nächte. Einige, die ihn probiert haben sagen sogar, dass er etwas die Lippen und Zunge verfärbt. Es handelt sich entgegen dem Namen „Black Wodka“ eher um einen Likör mit einem Alkoholgehalt von 20 %. Dennoch greifen viele, die einen schwarzen Wodka suchen, gerne zu Eristoff. Die Marke ist nach eigenem Bekunden Marktführer in Österreich im Bereich Vodka.

Debowa Polska Black Oak Vodka

Das Markenzeichen von Debowa ist ein Eichenholzspan in der Flasche - hier der Debowa Vodka Black Oak (Foto: Amazon)
Das Markenzeichen von Debowa ist ein Eichenholzspan in der Flasche – hier der Debowa Vodka Black Oak (Foto: Amazon)

Beim Debowa Black Oak handelt es sich um eine spannende Variante zu anderen „Schwarzen Wodkas“: Der Geschmack kommt nicht wie üblich von schwarzen Johannisbeeren oder anderen Waldfrüchten. Stattdessen wird der Black Oak Vodka mit Kaffee, Mandeln und Karamell gemischt. Ein Eichenspan in der Flasche, das Markenzeichen von Debowa, darf natürlich auch bei der schwarzen Variante nicht fehlen. Der schwarze Wodka soll mild und samtig schmecken und hat aufgrund der genannten Zutaten eine eher herbstlich/winterliche Note. Es handelt sich mit 40 % tatsächlich um einen Wodka. Einziges Manko: Die dunkle Farbe wird zugesetzt und stammt nicht nur vom Kaffee.

Wodkas in einer schwarzen Flasche (klares Destillat)

Absolut 100 Black

Hochwertiger Premium-Vodka: Absolut 100 Black in der schwarzen Flasche (Foto: Amazon)
Hochwertiger Premium-Vodka: Absolut 100 Black in der schwarzen Flasche (Foto: Amazon)

Was macht der Absolut 100 in einer Liste mit schwarzen Wodkas? Ganz einfach: Auch die Flasche des bekannten Premium-Herstellers ist schwarz gehalten. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Der Wodka im Inneren des Absolut 100 ist klar/transparent und nicht schwarz. Auch werden weder Aromen noch Zucker zugesetzt – es handelt sich also einfach „nur“ um einen hochwertigen Vodka, der in einer schwarzen Flasche um Aufmerksamkeit buhlt. Die Besonderheit des Absolut 100: Er wird mit 100 Proof abgefüllt – das entspricht 50 % Alkoholgehalt. Er ist also stärker als der reguläre Absolut in der transparenten Flasche mit blauer Schrift. In unserem letzten großen Vodka-Test hat Absolut übrigens das Siegerpodest im Sturm erobert.

Three Sixty Black Vodka

Deutscher Wodka in schwarzer Flasche: Three Sixty Vodka Black 42 (Foto: Amazon)
Deutscher Wodka in schwarzer Flasche: Three Sixty Vodka Black 42 (Foto: Amazon)

Auch die deutsche Marke Three Sixty hat einen Vodka in einer komplett schwarzen Flasche im Angebot. Dabei handelt es sich jedoch ebenso wie beim Absolut 100 um ein transparentes Destillat. Die Besonderheiten: Es wird Weizen aus Deutschland verwendet, eine vierfache Diamantfiltration soll höchste Klarheit garantieren und der Alkoholgehalt ist mit 42 % leicht über normal. Die Flasche greift das Diamantmotiv auf und hat ein schwarzes Samtlabel – dieser Premium-Wodka soll sich auch gut anfühlen. Wer einen schwarzen Wodka mit Beerengeschmack sucht, ist beim Three Sixty Black dennoch an der falschen Adresse. Zwar könnte man selber Beeren in ihn einlegen, aber vermutlich ist man besser beraten, diesen Vodka made in Germany einfach pur zu verkosten.

Wie trinkt man schwarzen Wodka?

Grundsätzlich sollte man bei schwarzem Wodka als erstes einen Blick auf den Alkoholgehalt werfen. Liegt dieser unter 40 % heißt es aufpassen: Die Flasche sollte man in diesem Fall nicht ins Gefrierfach legen, da sie sonst einfrieren und platzen könnte. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass selbst reine Wodkas nicht immer vollkommen frostsicher sind.

Pur auf Eis genießen

Das Getränk kann in diesem Fall aber natürlich dennoch auf Eiswürfel gegossen werden. Grundsätzlich gilt bei Black Vodkas, dass man sie am besten so kalt wie möglich genießt. Der süße Geschmack und die Waldbeeren-Aromen sind im warmen Zustand häufig doch recht klebrig und sehr breit angelegt. Je kälter der schwarze Wodka ist, desto weniger tritt die Süße hervor.

Mit Johannisbeersaft mischen

Wo schwarze Johannisbeeren (oder ähnliche Früchte) drin sind, kann man natürlich auch noch mehr davon dazugeben. Ein paar Eiswürfel ins Glas, den schwarzen Wodka daraufgeben und mit Johannisbeernektar auffüllen. Fertig ist der simple Drink!

Mit Cola mischen

Auch diese Variante wurde uns auf verschiedenen Internetseiten empfohlen. Man soll schwarzen Wodka mit Cola mischen können. Da man unserer Erfahrung nach praktisch alle alkoholischen Getränke mit Coke trinkbar (nicht unbedingt genießbar) werden, ist es definitiv einen Versuch wert.

Mit Zitronenlimonade mischen

Wer den süßen Geschmack des schwarzen Wodkas mit etwas Säure kontrastieren will, kann eine säurebetonte Zitronenlimonade daraufgießen. Insbesondere Sprite ist nicht ganz so gut geeignet, da die Mischung noch süßer wird (was man natürlich auch mögen kann). Wir empfehlen eine Mischung mit Granini „Die Limo“ Zitrone-Limette, da diese Limonade mit je 5 % Zitronen- und Limettensaft doch etwas saurer schmeckt und so je nach schwarzer Wodka-Marke doch ein interessanter Kontrast im Glas entsteht.

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