Rum

Veröffentlicht am 27. April 2015 | Foto: Alkoblog

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Trinken statt Schnuppern: Ron Zacapa 23 im Test

Junge, wie die Zeit vergeht! Zum einen weil in wenigen Tagen schon wieder Mai ist und somit eine gute Zeit, um das Sommergetränk Rum wieder aus dem Schrank zu holen. Zum anderen, weil es jetzt doch tatsächlich schon über ein Jahr her ist, dass ich den Ron Zacapa 15 im Glas hatte. Ein guatemaltekischer Rum der mir bis heute in sehr positiver Erinnerung geblieben ist.

So eine Erinnerung schafft Vorfreude, weckt aber auch Erwartungen. Wird der Ron Zacapa 23 sie erfüllen können? Ein Blick auf die internationalen Spirituosenfestivals verspricht schon mal Gutes: Hier hat der Rum in den letzten Jahren sogar noch mehr Goldmedaillen als der Ron Zacapa 15 abräumen können. Wobei man für die Zahlenangabe auf den Zacapa-Flaschen ergänzen muss, dass beide Abfüllungen nach dem Solera-Verfahren hergestellt werden: Die Zahl auf der Flasche deutet in diesem Fall, nicht wie etwa bei Whisky, auf das Alter des jüngsten Rums in der Flasche hin, sondern auf den ältesten.

Im Fall des Ron Zacapa 23 werden Rums verwendet, die zwischen 6 und 23 Jahren in Bourbon- und Sherryfässern sowie Pedro Ximenes-Weinfässern reifen durften. Für Rum ein hohes Alter, da Spirituosen im warmen Guatemala deutlich schneller reifen, als ein Whisky im nasskalten Schottland. Doch grau sind die Wände der Lagerhäuser, grau ist alle Theorie – Zeit für einen Schluck von dem südamerikanischen Wundertrunk.

Unsere Verkostung des Ron Zacapa 23

Wie riecht er?

Gleich zu Beginn ist hier erstmal sehr viel Holz zu riechen. Hinzu gesellt sich tropische Ananas, ein Hauch Vanille aber auch dunklere Aromen wie Leder. Ferner vergorene Früchte, Kiwi und Zuckersirup. Ein eher schwerer Geruch der später an frisch geputzte Lederschuhe und Nougat erinnert.

Wie schmeckt er?

War der Geruch zwar schwer und dunkel, aber dennoch zurückhaltend, so fließen mir beim Tasting die Assoziationen nur so aus der Feder: Der Ron Zacapa 23 serviert Milchkaffee und Schokolade und lässt mit seiner Milde nichts anbrennen. Anschließend ist er mehr bei den dunkleren Aromen mit Rosinen, viel Holz, Tabak und Lederschuhen. Erneut kitzelt die Kombination mit fruchtig-säuerlicher Kiwi den Gaumen. Mit längerer Standzeit wird der Geschmack intensiver, aber auch cremiger und süßer. Der Rum entwickelt sich im Glas stetig weiter und wird noch runder. Zum Abschluss schmecke ich karamelliges Toffifee und Banane.

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Alkoblog.de Rum-Test: Ron Zacapa Centenario 23

Gestaltung
Geruch
Geschmack
Preis-Leistung

Fazit von Sam: Beim Ron Zacapa merkt jeder schnell, dass er es mit einem sehr guten Rum zu tun hat. Zwar ist der Geruch vielleicht nicht ganz seine Stärke, doch in der Königsdisziplin Geschmack zieht er dafür gleich alle Register. Rund und ausgewogen mit Holz, Milchkaffee, Schokolade und viel mittelamerikanischem Charme zieht er mich in seinen Bann. Gerne wieder.

4.7



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Über den Autor

Sam

mag besonders fruchtige Speyside-Whiskys und rauchige Single Malts von Islay. Hin und wieder findet auch ein leckerer Karibik-Rum den Weg in sein Nosing-Glas. Im Test redet Sam Klartext.


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