Der fertige Whisky Fudge ist richtig lecker (Foto: Alkoblog)

Wer im Internet nach Rezepten für einen Whisky Fudge sucht, findet ganz unterschiedliche Varianten. So scheint nicht einmal der Fudge selbst klar definiert zu sein: Während einige unter einem Whisky Fudge eine Art Karamellbonbon verstehen, servieren ihn andere als halbfestes Dessert in einem Glas und auf einem Foto im Netz sah der Fudge sogar so aus wie ein Schokoladenkuchen. Für einige Amerikaner scheint Kakao oder Schokolade sogar zwingend auf die Zutatenliste zu gehören. So wundert sich Junkfoodguy.com in seinem Blog doch ziemlich, als er einen irischen Whiskey Fudge kauft, der tatsächlich nach Whisky riecht und schmeckt und ohne Schokolade auskommt. Bei allen Unterschieden gibt es doch ein Kontinuum: Ein Whisky Fudge ist eine Süßigkeit, die zu einem Großteil aus Karamell besteht und bei der Zubereitung mit Scotch oder Bourbon angereichert wurde. Kleine Feinheit noch wegen des Namens: Wer Bourbon oder einen irischen Tropfen verwendet, stellt einen Whiskey Fudge her – wer einen schottischen Malt hinzugibt bekommt einen Whisky Fudge (ohne e).

Rezept: Whisky Fudge mit Schokolade

Mit dieser Grundlage mache ich mich an die Herstellung meines erstes Whisky Fudge. Wir ihr an den Zutaten seht, will ich einen mit Schokolade zubereiten.

Zutaten für unseren Whisky Fudge (Foto: Alkoblog)
Zutaten für unseren Whisky Fudge (Foto: Alkoblog)

Zutaten:

100 g Butter
150 g Zartbitterschokolade
50 ml Whisky (ich habe mich schweren Herzens für Talisker Storm entschieden, ein solider Blend tut es aber auch)
400 ml Sahne
50 ml Zuckerrüben-Sirup
250 g Zucker
Prise Salz

Schritt 1

Da wir später alle Hände voll mit Rühren zu tun haben, bereiten wir alles griffbereit vor. Wir pinseln eine rechteckige Backform oder eine Auflaufform mit Öl oder Butter ein. Dann hacken wir die Schokolade in kleine Stücke. Wer keinen Schokoladenzerhäcksler besitzt, kann die Tafel auch einfach mit einem scharfen Messer klein schneiden. Der Whisky wird in einem Messbecher bereit gestellt.

Schritt 2

Die Milch mit der Butter, Zucker, Sirup und der Prise Salz in einen Kochtopf geben und bei mittlerer Hitze vorsichtig schmelzen lassen. Dabei immer wieder umrühren bis alles geschmolzen ist.

Der Whisky Fudge wird im Kochtopf zubereitet (Foto: Alkoblog)
Der Whisky Fudge wird im Kochtopf zubereitet (Foto: Alkoblog)

Schritt 3

Die Masse zum Kochen bringen. Dabei immer weiter rühren und verhindern, dass sich die Mischung am Topfboden festsetzt. Rund 12-15 Minuten einkochen lassen, bis ein dickflüssiger Karamell entsteht. Wenn die Masse nach dieser Zeit noch flüssig ist: Weiterrühren und einkochen.

Schritt 4

Jetzt den Topf vom Herd nehmen, die Schokostücken und den Whisky hinzugeben. Jetzt kräftig weiterrühren, damit sich die Zutaten mit der Karamellmasse verbinden. Der Whisky kocht nicht mit, geht aber in der Fudge-Masse auf. Der finale Fudge soll zähflüssig sein und glatt-glänzend aussehen. Dann ist er gut! Jetzt nicht lange zögern, sondern die noch heiße Masse in die Form füllen und dort abkühlen lassen.

Die flüssige Masse des Fudge kommt in eine Backform (Foto: Alkoblog)
Die flüssige Masse des Fudge kommt in eine Backform (Foto: Alkoblog)

Ich hatte mit meinem Fudge das Problem, dass er auch nach dem Abkühlen nicht richtig fest werden wollte (siehe Foto oben). Man kann ihn abschneiden, aber er ist so klebrig, dass man ihn doch besser mit einem Löffel als Dessert isst. Dafür schmeckt er aber richtig intensiv nach Whisky. Sogar der rauchige Geschmack des Talisker Storm kommt gut durch. Vermutlich wird der Fudge perfekt, wenn man ihn noch länger einkocht und das Wasser in der Sahne verdampfen lässt. In anderen Rezepten wird statt Sahne auch einfach gesüßte Kondensmilch verwendet.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Experimentieren und lasst es euch schmecken!

2 Kommentare

    1. Hallo Jürgen,

      ich habe den Whisky Fudge etwa zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahrt und er ist nicht verdorben. Ich vermute, dass das Aufkochen die Sahne ohnehin länger haltbar macht – und Alkohol konserviert natürlich auch. In den meisten Fällen wird der Whisky Fudge aber gar nicht so lange halten: Er ist einfach zu lecker! 🙂

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