Rum

Veröffentlicht am 27. November 2015 Rum und Frucht | Foto: Alkoblog

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Südseeklänge: Plantation Barbados Rum 5 Jahre im Test

Wenn man einen Südsee-Rum verkostet, möchte man am liebsten auch für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Was liegt da näher als das Tasting mit stimmungsvoller Musik aus dem Herkunftsland zu untermalen? Für den Plantation Barbados 5 Jahre musste in diesem Fall Musik von oder mit Barbados her.

Nach ersten abschreckenden Suchergebnissen wie zum Beispiel „Die rote Sonne von Barbados“ von den Flippers, hatten wir schon fast aufgegeben. „Bei diesem Schlager-Quark kann ich doch nichts schmecken!“ Aufgeben war jedoch keine Option. Schließlich stießen wir bei Spotify auf „The Royal Barbados Police Force Band“. Originaler und kultiger geht es wohl kaum.

Diese Polizeimusiker sind ganz bestimmt keine Berliner Symphoniker. Doch gerade ihre Spielweise, die irgendwo zwischen Schüler-Big-Band und Halbprofi liegt, macht die Musik so wundervoll authentisch. Gemischt mit dem Südsee-Charme, wirken die kleinen Verspieler fast wie absichtlich eingebaut. Als wollte die Band einem als Lehre auf den Weg geben: „Alles nicht so wild! Auch einfach mal Fünfe gerade sein lassen!“

Plantation Barbados 5 Jahre im Rum-Tasting

Der Plantation Rum reift insgesamt 5 Jahre auf der Karbikinsel Barbados, bevor er für das Blending und die Abfüllung durch die Familie Ferrand nach Frankreich verschifft wird. Die Ferrands erlangten ihre Bekanntheit ursprünglich durch ihre Cognacs. Durch den Verkauf von alten Fässern in die Karibik kamen sie schließlich auch in den Kontakt mit Rum und auf den Trichter, dass dieser auch ganz gut schmeckt. Das lässt sich doch ein gutes Geschäft machen. Abgefüllt wird der Barbados-Rum mit verträglichen 40%, ist also auch etwas für den zarten Gaumen. Na dann one, two, three, four und Auf geht’s!

Wie riecht er?

In der Tat ein schmackhafter sahnig cremiger Geruch nach Vanille und Kokosmilch. Für einen „nur“ 5 Jahre gereiften Rum wirkt der Plantation Barbados durchaus reif. Nach dem Auftakt mit Vanille und Kokos, riechen wir Marzipan, süßes Zuckerrohr und Marshmallows. Im Schlussakkord wird es fruchtiger. Ein Reigen von Fruchtdessert, mit Ananas an der Spitze bildet das Finale. Im Hintergrund wird es herzhaft mit dem Geruch von Kapern.

Wie schmeckt er?

Im Geschmack ist der Plantation Barbados taktvoll, mild und weich mit cremigem Mundgefühl. Die Aromenstruktur ist robust und hält eine gute Balance zwischen süßen und würzige Aromen. Ich schmecke kalten Kaffee und die für Rum obligatorische Vanille. Der Vanillegeschmack erinnert mich an Pudding oder gebackene Cremetörtchen. Auch die Marshmallows und die Ananas sind wieder mit von der Partie, ergänzt von Bananengeschmack. Im Abgang ist Panna Cotta mit Himbeer-Topping und etwas frischer Apfel zu schmecken. Lecker!

Vielen Dank an unseren Tasting Partner Rum & Co für die Übersendung des Barbados Plantation 5 Jahre. Ein Karibik-Rum der uns im Test Freude bereitet hat.

Alkoblog.de Rum-Test: Plantation Barbados Rum 5 Jahre

Gestaltung
Geruch
Geschmack
Preis-Leistung

Fazit von Sam: Mit dem Plantation Barbados haben wir einen jungen aber dennoch komplexen Rum vor uns. Die Balance zwischen Süße und Würze ist gut gelungen. Ein Easy-Drinking-Rum, unkompliziert aber mit Wucht und Power - Zuckerrohr und Peitsche. Mit 25 Euro fair bepreist.

4.4



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Über den Autor

Sam

mag besonders fruchtige Speyside-Whiskys und rauchige Single Malts von Islay. Hin und wieder findet auch ein leckerer Karibik-Rum den Weg in sein Nosing-Glas. Im Test redet Sam Klartext.


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