Nur echt mit dem Siegelwachs am Flaschenhals: Maker's Mark Bourbon Whiskey (Foto: Hank James / Flickr)

Die rote Kappe aus Wachs ist ein markantes Markenzeichen des Maker’s Mark Bourbon, welche für den Whiskygenießer einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Hinter dieser roten Kappe steckt aber auch ein großes Stück Familiengeschichte, denn die Destillerie wird bereits in fünfter Generation von der Familie Samuels geleitet. Seit einigen Jahren gehört sie aber faktisch zum großen Spirituosenkonzern Pernot Ricard.

Malerische Lage in der grünen Landschaft von Kentucky: Die Maker's Mark Destillerie (Foto: Alkoblog)
Sieht kleiner aus, als sie ist: Die Maker’s Mark Destillerie in Kentucky (Foto: Alkoblog)

Das Rezept für den Maker’s Mark Straight Kentucky Bourbon wurde im Jahr 1953 entwickelt, ist also noch relativ jung.  Während bei anderen amerikanischen Destillerien zu einem großen Teil auf Roggen als Getreide zum Brennen gesetzt wird, wird beim Maker’s Mark eine Mischung aus 70% Maismaische sowie 30% Gerste und Winterweizen eingesetzt. Das soll für ein besonders mildes Aroma sorgen. Auch andere Herstellungsschritte weichen ab, so wird das Getreide nicht gemahlen, sondern gequetscht. Klingt zwar brutal, ist aber so. Und soll laut der Destillerie aus Kentucky aber sogar schonender für das Getreide und besser für den Geschmack sein. Ob dieser Whiskey das „Makers Mark“ wirklich verdient hat, erfahrt ihr in unserem Test.

Unser Tasting des Maker’s Mark

Wie riecht er?

Dumpf und mineralisch mit einem kühlen Anstrich breitet sich der Straight Bourbon im Nasenraum aus. Nach kleiner Standzeit rieche ich dunkles Karamell und Vanille. Deutlich sind auch Brombeeren und Himbeeren zu riechen. Im Zusammenspiel mit dem sahnig-cremigen Aromenspektrum wirkt dieser Bourbon angenehm weich. Nach etwas Standzeit tritt eine säuerliche Note hinzu, die mich an Fruchtjoghurt erinnert. Eine Mischung aus Zitroneneisteepulver und schwarzem Kaffee rundet das breite Geruchspektrum des Makers Mark ab.

Wie schmeckt er?

Gleich zu Beginn trumpft der Maker’s Mark Bourbon würzig und mit einer scharfen, pfeffrigen Note auf. Bald darauf finden sich Brombeere, Sauerkirsche sowie Feige ein. Ein langanhaltender, intensiver Geschmack nach Kaffeebohnen und Kakao mischt sich mit etwas Holz. Insgesamt aber ein eher milder Vertreter unter den Bourbons. Steht der Whiskey aus Kentucky etwas länger, lassen die Aromen schnell nach. Etwas kurz angebunden verabschiedet sich der Makers Mark mit einer trockenen, dezenten Holznote. Insgesamt ist der Geschmack nicht ganz so vielversprechend, wie ich vom Geruch erwartet hätte.

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Makers Mark Bourbon Whiskey
Gestaltung & Story76
Geruch70
Geschmack66
Preis-Leistung76
72
Fazit
Die rote Kappe des Makers Mark stach mir sofort ins Auge. Vom Geruch ist dieser Bourbon Whiskey aus Kentucky tatsächlich sehr vielversprechend. Aber als es im puren Geschmackstest darauf ankommt, steigt der Maker einfach aus, anstatt diesem Bourbon seine Marke aufzudrücken. Ein solider Kentucky-Whiskey zum nebenbei trinken für den Feierabend oder für klassische Cocktails. Aber auch nicht mehr.

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