Jack Daniel’s ist einer der beliebtesten Whiskeys der Welt. Normalerweise wird er pur oder als „Jack Cola“ genossen. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit ihn zu trinken, die mir persönlich am besten gefällt: Und zwar in der Lynchburg Lemonade.

Warum gerade Lynchburg?

Lynchburg ist ein kleines verschlafenes Nest im US-Bundesstaat Tennessee. Dort liegt inmitten grüner Landschaft die Jack Daniel’s Destillerie, in den Hügeln darum verstecken sich jede Menge Warehouses. Es gibt noch eine Besonderheit: Lynchburg gehört zum Moore County, welches seit der Prohibition auch heute noch ein sogenanntes „Dry County“ ist. Kurzum, es wird nirgendwo Alkohol ausgeschenkt oder verkauft. Auch nach der Destillerie-Tour gibt es nur Limonade und keinen Whiskey zum Probieren.

Wie ist die Lynchburg Lemonade entstanden?

Man vermutet, dass die Entstehung der Lynchburg Lemonade auf Tony Mason, einen Restaurantbesitzer aus Alabama zurückgeht, der diesen Drink im Jahre 1980 kreierte. Mason behauptete in den 80er Jahren, dass ein Handelsvertreter der Jack Daniel’s Destillerie ihm sein geheimes Rezept gestohlen hätte, woraufhin es 1987 zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Tony Mason und der Destillerie kam. Mason verklagte Jack Daniel’s auf Schadensersatz. Diese juristische Fehde zog sich über längere Zeit bis schließlich folgendes Urteil erging: Tony Mason wurde mit einer Schutzgebühr in Höhe von sage und schreibe 1 $ Dollar „entschädigt“ und Jack Daniel’s bewarb die Lynchburg Lemonade als Signature Drink in einer landesweiten Kampagne mit großem Erfolg.

Die Lynchburg Lemonade ist ein fruchtig-erfrischender Drink, der wunderbar in die warme Jahreszeit und zum Grillen passt. Sie ist schnell hergestellt und somit für Partys aller Art geeignet. Die Limonade in Kombination mit dem ohnehin relativ süßen Whiskey und dem Orangenlikör sorgen für einen süß-süffigen Gesamteindruck.

Rezept für die Lynchburg Lemonade (Delicious Drinks, 2014)

Das braucht ihr:

5 cl Jack Daniels

1 cl Orangenlikör/Triple Sec (Cointreau/Le Favori/Bols/Giffard)

1/8 Limette

1/8 Zitrone

Zitronenlimonade zum Auffüllen.

So wird’s gemacht: In ein mit Eiswürfeln gefülltes Highball-/Longdrinkglas gebt ihr Jack Daniel’s, Triple Sec und mit den Fingern ausgepresste Zitrusfrüchte. Dann rührt ihr alles sorgfältig um. Wenn ihr ein Mason Jar zum Mixen verwendet, könnt ihr auch den Deckel daraufschrauben und es schütteln. Das Glas dann auffüllen mit Zitronenlimonade. Fertig!

Kann ich eine Lynchburg Lemonade ohne Jack Daniel’s mischen?

Ja, natürlich könnt ihr auch einen anderen Whiskey bzw. Bourbon wie Maker’s Mark, Bulleit oder Wild Turkey zum Mixen verwenden. Je nach Geschmacksprofil des Whiskeys wird die hochprozentige Limonade dann immer etwas anders schmecken.

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Sebastian mixt leidenschaftlich gerne qualitativ hochwertige Cocktails. In seinem YouTube-Kanal und als Gastautor im Alkoblog erklärt er jetzt, wie jeder die beliebten Drink-Klassiker ganz einfach zuhause mixen kann.

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