Limoncello selber machen: In 4 Schritten zum eigenen Zitronenlikör

„Darf’s noch ein digestivo sein, signorina?“, fragt mich der Inhaber des italienischen Restaurants und lächelt mich freundlich an. Aber chiaro! Für mich gehört vor allem ein fruchtig-frischer Limoncello nach dem Essen zu einem Besuch meines sizilianischen Lieblingslokals einfach dazu. Spätestens seit ich am Golf von Neapel im beschaulichen Städtchen Sorrento den klebrig-süßen Zitronenlikör probiert habe, verbinde ich ein kleines Gläschen Limoncello automatisch mit Gedanken an Urlaub, den Sommer, der warmen Sonne des Südens und jeder Menge guter Laune und italienischer Lebensfreude.

Natürlich kann man Limoncello längst auch in unseren Breitengraden kaufen, doch echt ist eben doch nur das Original aus Sorrent. Die Zitronen aus der Region in und um Sorrent haben sogar einen geschützten Sonderstatus. Streng genommen dürften in einem waschechten Limoncello di Sorrento tatsächlich nur „Limoni di Sorrento“ verarbeitet werden – alles andere wäre Täuschung.

Doch wer kennt das nicht: Der Resturlaub ist schon wieder fast aufgebraucht, ein spontaner Trip nach Süditalien einfach nicht drin… Was also tun? Selber machen! Limoncello lässt sich tatsächlich einfach und unkompliziert zuhause zubereiten! Klar, auf die authentischen Zitronen aus Sorrent muss man dabei vielleicht verzichten, aber was soll’s – hat sicher auch noch niemandem geschadet…

Limoncello selber machen – Diese Zutaten benötigt Ihr:

Die Zubereitung:

  1. Die Zitronenschalen mit dem Wodka in ein großes Einmachglas geben. Je nach Geschmack könnt ihr noch ein wenig Zitronensaft hinzugeben. Der Limoncello enthält dadurch eine etwas saurere Geschmacksnote. Wenn Ihr es lieber süß mögt, könnt Ihr den Saft jedoch auch weglassen.
  2. Das Glas fest verschließen und für 2 Wochen zum Durchziehen beiseite stellen.
  3. Nach dieser ersten Ziehzeit wird das Getränk mit einem einfachen Zuckersirup gesüßt. Den Zucker mit 160 ml Wasser in einen Topf geben und unter Rühren vorsichtig erhitzen, bis sich der Zucker auflöst. Soll der Limoncello klar bleiben, den Sirup abkühlen lassen, ehe Ihr ihn zu der Zitronen-Wodka-Mischung gebt. Ein trüber Likör entsteht, wenn der Sirup noch warm hinzugegeben wird.
  4. Habt Ihr danach bereits Lust auf ein Gläschen Limoncello könnt Ihr ihn bereits jetzt in ein geeignetes Gefäß abseihen, kühlen und genießen. Wenn Ihr noch etwas mehr Geduld habt, ist es jedoch auch eine gute Idee, das Gemisch noch weitere 2-4 Wochen ziehen zu lassen. Der Limoncello wird dann noch zitroniger und aromatischer. Einfach mal ausprobieren!

Limoncello: Und wie trinkt man ihn am besten?

Ich persönlich bevorzuge immer noch die klassische Variante: eisgekühlt und pur! Mit dem leckeren Zitronenlikör lässt sich jedoch auch wunderbar experimentieren. Warum nicht mal einen kleinen Schluck Limoncello mit in einen Gin Tonic geben? Oder im Sommer eine erfrischende Limoncello-Granita genießen? Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren und einen guten Start in den Sommer!

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