Whisky

Veröffentlicht am 5. Januar 2014 | Foto: Alkoblog

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Liebe und Hass: Laphroaig 10 Jahre im Test

Der zehnjährige Single Malt von Laphroaig wird in vielen Whiskyforen für seine unverwechselbaren kräftigen Torfaromen und den medizinischen Jod-Geschmack geschätzt. Ähnlich groß ist allerdings auch die Zahl derer, die nichts mit der herben Geschmacksvielfalt anfangen können und lieber auf einen milden Whisky aus den Lowlands zurückgreifen.

Legende von Islay: Die Laphroaig-Destillerie

Die Laphroaig-Destillerie liegt an der Südküste der schottischen Insel Islay und in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei weiteren Whisky-Legenden: Lagavulin und Ardbeg. Die offizielle Gründung der Destillerie im Jahr 1815 fällt mit dem sogennanten Illicit Whisky Act zusammen, mit welchem vormals illegale Brennereien legal werden konnten. Die Produktion von Whisky an diesem Standort hat in Form einer Farm-Destillerie jedoch eine noch längere Tradition.

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Blick auf die Laphroaig-Destillerie und das markante Warehouse. (Foto: Alkoblog)

Der unverwechselbare Geschmack der Laphroaig-Whiskys stammt zu einem großen Teil aus dem Torfrauch, welcher beim Darren unter der gemälzten Gerste verbrannt wird. Ein kleiner Teil des Mälzens findet auch heute noch in der Destillerie selbst statt, ein größerer Teil wird allerdings von Port Ellen Maltings mit einem Phenol-Gehalt von 44 ppm (parts per million) zugekauft.

Ist dieser Islay-Whisky tatsächlich zu legendär wie man sagt? Im Tasting wollen wir nun herausfinden, was sich tatsächlich hinter dem Flaschenkorken verbirgt.

Unser Tasting des Laphroaig 10 Jahre

Wie riecht er?

Wie die obige Beschreibung es schon vermuten lässt, die Whiskys aus der traditionellen schottischen Whiskyregion Islay sind hauptsächlich für ihre unverwechselbaren kräftigen und rauchigen Single Malts bekannt. So verhält es sich auch beim Laphroaig 10 Jahre: Schon beim Entkorken der Flasche strömt uns ein angenehmer salziger Torfgeruch in die Nase. Der erste Eindruck bestätigt sich beim anschließenden Nosing. Kräftige torfige und salzige Aromen sind eindeutig die dominanten Komponente dieses Islay Single Malts. Mit etwas feinem Gespür lassen sich jedoch auch eine feine Seebrise, die herbe an Jod erinnernde medizinische Note und eine Spur Zitrusaromen erleben.

Wie schmeckt er?

Bei der anschließenden Verkostung lässt sich die vollständige Bandbreite der Rauchigkeit im Mundraum erst erschmecken. Torfige Raucharomen verteilen sich im gesamten Mund, das ist ein intensiver Malt! Hinter der Rauchwand schmeckt der 10-jährige Laphroaig bodenständig erdig mit salziger Note. Auch Anklänge an medizinische Komponenten wie Pflaster entfalten sich – definitiv ein besonderer Geschmack, den man mögen muss. In den Spitzen bleibt der Laphroaig dabei dynamisch mit dem Kitzeln von Zitrusfrüchten.

Unser Fazit zum Laphroaig 10 Jahre

Mit dem Laphroaig 10 Jahre holt man sich einen klassischen Vertreter der schottischen Islay Single Malts ins Haus. Eine große Bandbreite von sehr kräftigen rauchigen Aromen im Zusammenspiel mit der typischen medizinischen Note machen diesen besonderen Single Malt aus. Obwohl die restliche Aromenvielfalt von dem sehr rauchigen Aroma nicht erdrückt wird, ist dieser Whisky doch eher etwas für Liebhaber der kräftigen Geschmacksnoten. Als Whiskygenießer sollte man den komplexen Laphroaig 10 Jahre aber unbedingt einmal probiert haben.

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Alkoblog.de Whisky-Test: Laphroaig 10 Jahre

Gestaltung
Geschmack
Preis-Leistung

Fazit von Samuel: Kräftige Torfaromen und der typische medizinische Jodgeschmack zeichnen diesen Single Malt aus. Der Laphroaig 10 Jahre ist ein klassischer Vertreter der Islay-Whiskys. Mit einem Preis von rund 30 Euro, muss man hier nicht besonders tief in die Tasche greifen um einen handwerklich hochwertigen Whisky zu bekommen.

4.4



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Über den Autor

Samuel

mag besonders fruchtige Speyside-Whiskys und rauchige Single Malts von Islay. Hin und wieder findet auch ein leckerer Karibik-Rum den Weg in sein Nosing-Glas. Im Test redet Sam Klartext.


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