Whisky

Veröffentlicht am 16. April 2015 | Umtost vom Meer: Laphroaig-Destillerie | Foto: Alkoblog

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Hart im Nehmen: Laphroaig 10 Jahre Cask Strength im Test

laphroaig-cask-strength-flascheNormalabfüllung gegen Cask Strength ist wie ein typischer Wrestlingkampf: Auf der einen Seite der stereotype Normalo-Held, bietet Projektionsfläche für die Massen. Hart aber fair, langt aber auch mal hin. Auf der anderen Seite der Bösewicht, ein Cask-Strength-Outlaw mit miesen Tricks, aber irgendwie trotzdem verdammt cool.

So ähnlich verhält es sich mit dem Laphroaig 10 und dem Laphroaig Cask Strength Batch 006. Der normale 10-jährige ist schon ein echter Kraftmeier, kein Whisky für jedermann. Gerade dass er wegen seiner rauen Aromen von vielen verpöhnt wird, macht ihn so interessant. Die Abfüllung in Fassstärke mit robusten 58 Prozent legt für die härtesten Laphroaig-Jünger sogar noch einen drauf. Ist er der richtige Whisky für alle, die in Filmen oder beim Wrestling immer heimlich für den Bösewicht sind?

Unsere Verkostung des Laphroaig Cask Strength

Wie riecht er?

Da merkt man gleich, wo der Bock den Honig hat. Oder um beim Wrestling zu bleiben: Do you smell what the Rock is cooking? We do. Warmer Rauch und viel Torf machen sich unaufgefordert bemerkbar. Doch auch süße Aromen sind in Form von Vanille und würzigem Honig dabei. Bis heute mag ich den Geruch von Kellern und U-Bahnschächten, auch dieser Whisky trägt Noten davon in sich. Nicht zuletzt sind gebeiztes Holz, Muskatnuss, Kaffee und etwas Pfeifentabak zu riechen. Ein feiner Duft, der sich doch deutlich vom Geruch des gewöhnlichen 10-jährigen Laphroaig unterscheidet.

Wie schmeckt er?

Es wird gegessen was auf den Tisch kommt! Voll, süß und kompromisslos legt sich der Cask Strength auf die Zunge. Der Geschmack ist trotz der Fassstärke des Whiskys mild, der Alkohol ist bemerkbar und wärmt gut durch. Wir schmecken gerbsäurehaltigen Kaffee, Kohle, Salz und sirupartige Süße, die fast ein wenig an einen Kaffeelikör erinnert. Die Aromenwelt bleibt eher dunkel nur etwas Sanddorn macht sich bemerkbar, die typische medizinische Note fehlt. Ein schwerfälliger, sättigender Whisky. Streng, hart und unbequem. Wie ein richtiger Wrestling-Heel.

Und aufgeschlossen?

Schließt man den Cask Strength Laphroaig mit etwas Wasser auf, wird man mit noch mehr Rauch und Torf belohnt, zugleich wird er milder und ein angenehmerer Zeitgenosse. Doch möchte man das wirklich?

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Alkoblog.de Whisky-Test: Laphroaig 10 Cask Strength

Gestaltung
Geruch
Geschmack
Preis-Leistung

Fazit von Samuel: Der Laphroaig Cask Strength langt zu - und an der Theke ist Ruhe! Dieser Whisky begeistert Islay-Kenner und Laphroaig-Fans und zieht sie in seine dunkle, kompromisslose Aromenwelt. Kein Whisky für jeden Tag, weil er beim Trinken die volle Aufmerksamkeit fordert.

4.5



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Über den Autor

Samuel

mag besonders fruchtige Speyside-Whiskys und rauchige Single Malts von Islay. Hin und wieder findet auch ein leckerer Karibik-Rum den Weg in sein Nosing-Glas. Im Test redet Sam Klartext.


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