Wein online bestellen?

Weinflaschen im Keller (claudioforlin/photocase.com)

Für den nächsten Samstagabend sind die besten Freunde eingeladen, aus dem Kochbuch der Mutter hat man sich schon das alte Familienrezept für eine leckere Lasagne herausgesucht. Die frischen Zutaten sind bereits gekauft, liegen auf dem Küchentisch. Schwierigkeiten bereitet nur die Wahl des passenden Weines für den perfekten Abend.

Im Supermarkt gibt es zwar meterlange Regale mit unzähligen Weinen. Rot, weiß, rosé - die Auswahl ist groß. Doch welcher dieser Weine ist wirklich gut? Unsere Erfahrung ist: Weine bis drei Euro sind zwar trinkbar, haben aber wenig Komplexität und Geschmacksvielfalt. Für einen wichtigen Anlass sind Weine in diesem Preissegment selten die richtigen Begleiter.

Mehr Auswahl findet man im Weinhandel oder ganz bequem im Internet. Auf Seiten wie www.weinwelt.probst.de gibt es eine große Auswahl an erlesenen Weinen aus allen wichtigen Anbauregionen der Erde. Ob ein schöner Montepulciano d’Abruzzo aus der gleichnamigen Region, ein feiner Merlot aus dem Süden Frankreichs oder ein mineralischer Riesling von der Mosel - hier findet sich für jedes Dinner der passende Wein.

Wer sich mit Rebsorten und Herkunftsregionen nicht so gut auskennt, ist mit einem Probierpaket gut beraten. Sechs unterschiedliche Flaschen werden hier zusammengestellt und bequem nach Hause geliefert. So erhält man einen ersten Überblick und kann dann gezielt gut schmeckende Weine nachordern.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt bei der Weinbestellung über das Internet: Man kann die Flaschen nicht vorab verkosten und verzichtet auf eine persönliche Beratung im Laden. Dafür wird man mit der großen Auswahl, fairen Preisen und einer Lieferung frei Haus (ab einer bestimmten Bestellsumme) entschädigt. Kurzum: Es kann sich lohnen, Wein für besondere Anlässe auch einfach einmal online zu bestellen.


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Im Schnellkurs zum Weinkenner

weinkenner-photocase.jpgEin guter Tropfen oder nur billiger Fusel? (Foto: Susann Städter / photocase)

Man steht ganz arglos auf einer Weinmesse herum und schon ist es passiert: Man hat ein Glas Rotwein in der Hand und soll probieren. Es gehört zum guten Ton, in so einer Situation den passionierten Weinkenner zu mimen. Das Alkoblog zeigt wie es geht:

Nur Laien lassen sich den erstbesten Tropfen vom Winzer einschenken. Kenner studieren zunächst die Karte, fahren mit dem Finger von oben nach unten über die kleingedruckten Namen um dann zu sagen: “Ich würde gerne den Weißburgunder Spätlese kosten”. Kein Winzer wird den Wunsch verwehren.

Beim Eingießen umgehend mit der flachen Hand eine dezente Hoch-Runter-Geste vollziehen, das Zeichen für “ist genug”. Merke: Weinkenner kosten den Wein nur, spucken den großen Rest in einen Bottich. Das folgende Schwenken des Weines im Glas ist eine Geste, die jahrelange beständige Übung vor dem heimischen Spiegel erfordert. Ebenso der prüfende Blick gegen das Licht. Laien lassen sich an dieser Stelle leicht zu Kommentaren hinreissen: “Wie ein Rubin”, sagen sie. Oder auch: “Was für eine Farbe!” Dem Kenner reicht ein kurzes bestätigendes Kopfnicken.

Es folgt die Degustation: Wein in den Mund nehmen, mit der Zunge umspielen, mit spitzem Mund die Aromen verkosten. Jetzt kommt der schwierigste Teil: Etwas Schlaues über den Wein sagen. Wer fachkundig klingen will, der verwendet Formulierungen aus dem wissenschaftlich verbrieften Aromarad.

Achtung, nur positive Begriffe verwenden! Kein Winzer hört schließlich gerne, dass sein Syrah nach Teer und fauligen Eiern schmeckt. Besser so:  “Mhmm, ein charaktervoller Riesling mit den Aromen von Pfirsich und Birne.” Dazu guckt man schwärmerisch in die Runde. Schon ist das Eis gebrochen. Wenn nicht, einfach gelassen bleiben: Die anderen am Tisch haben eben keinen so guten Geschmackssinn, können den fruchtigen Hauch eines guten Rieslings gar nicht nachvollziehen. Merke: Ein echter Weinkenner hat immer Recht!

Natürlich bleibt es nicht bei einem Glas. Erfahrene Messebesucher greifen zu einer von zwei Taktiken: Erstens, das Sortiment eines Winzers durchtrinken oder zweitens, nur Weine einer bestimmten Sorte (nur Riesling, nur halbtrocken) durchprobieren.

Am Ende führen beide Varianten zum gleichen Ergebnis: Angenehm beschwipst stolpert man durch die Halle, in der die Weinmesse stattfindet. Auf dem Weg nach draußen greift man noch eine Katalogtüte samt Gratis-Flasche Rotwein eines Versandhandels mit. Draußen scheint grell das Flutlicht. Zum Glück ist es nach Hause nicht weit. Auf dem Heimweg dann der Moment ein Resumeé zu ziehen: Weinmessen sind eine lustige Sache!


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