9. März 2010 — Alkoblog testet
Macht sich auch in freier Wildbahn gut: Unser individuelles Alkoblog-Bier.
Individuelles Müsli, individuelle Schokolade, individuelles Parfüm - und jetzt auch noch „individuelles” Bier? Genau das verspricht ein neues Start-Up-Unternehmen namens IDBeer. Wer jedoch vermutet, dass er auch auf den Geschmack des Bieres Einfluss nehmen kann, der irrt. Unter www.idbeer.de kann man sich aber mit einem handlichen Editor stylische Flaschenetiketten selbst gestalten und sich das so designte Bier unkompliziert nach Hause bestellen.
Der Etiketten-Konfigurator bietet hierfür zwei Modi: Man kann aus bereits gestalteten Vorlagen eine auswählen und selbst anpassen (also beispielsweise den Namen eines Freundes auf das Etikett setzen). Oder man gestaltet seine Etiketten komplett selbst. Dann stehen einem eine ganze Reihe Hintergrundbilder und Elemente (wie ovale Formen, Wappen, Schriften etc.) zur Verfügung. Diese kann man im Gestaltungsfenster zur gewünschten Collage zusammenschieben. Das Ganze basiert auf Flash und geht relativ flüssig. Nur beim Ändern von bereits erstellten Textfeldern taten wir uns schwer, auch das Skalieren von Grafiken kann etwas fummelig werden. Dafür können im Editor auch eigene Grafiken mit bis zu 2 MB hochgeladen werden, etwa ein persönliches Logo oder ein Foto. Ob mit Vorlage oder selbst designt - schnell kommt man zu überaus sehenswerten Ergebnissen.

Die Webseite unter idbeer.de ist übersichtlich und gut zu bedienen.
Nicht so gut hat uns die Deklarierung im Onlineshop gefallen: Weder im Editor noch im Warenkorb wird auf die Füllmenge der Flaschen hingewiesen. Wer den kleinen Hinweis auf der Startseite nicht gelesen hat, der weiß so womöglich nicht, dass er nur 6×0,33 Liter statt 6×0,5 Liter Bier erhält. Auch wird der Literpreis des Gebräus nicht angegeben. Hier sollte ID-Beer dringend nachrüsten!
Für unseren Test haben wir den Jungs von ID-Beer die Gestaltung des Etiketts überlassen und uns überraschen lassen. Kurze Zeit später brachte uns der DHL-Bote ein kompaktes Paket mit sechs Flaschen von unserem „Alkoblog.de Feierabendbier”. Optisch macht das Bier einiges her: Die Sorte Export schwappt gelblich-glitzernd in der transparenten 0,33-Liter-Glasflasche und auch die Druckqualität der Etiketten weiß zu überzeugen. Mit einem Tintenstrahldrucker und Blanko-Etiketten kriegt man das vermutlich nicht so gut hin. Zudem müsste man dann erst mal Etiketten von vorhandenen Bierflaschen ablösen - eine lästige Arbeit.
Wir geben es zu: Noch nie ist uns das Warten auf einen Feierabend so lange vorgekommen, wie an diesem Tag. Doch dann war es endlich so weit, wir konnten unser - inzwischen auf Trinktemperatur heruntergekühltes - Feierabendbier der Sorte Export genießen.

Ein Bier nicht nur für Couch-Potatoes: Frisches ID-Beer unter freiem Himmel.
Das Export wird ebenso wie das Pils in der Schlossbrauerei Au im bayrischen Hallertau gebraut. Exporttypisch ist es etwas kräftiger im Geschmack mit leichter Hopfennote. Das Bier hat einen angenehmen, weichen Nachgeschmack. Es ist definitiv ein eher leichtes Bier und daher vermutlich ideal für laue Sommerabende. Ein „Biererlebnis der besonderen Art” wie die Webseite es vollmundig verspricht, ist das Export aber nicht unbedingt: Andere Biere im mittleren Preissegment haben einen ganz ähnlichen Geschmack.

Kritischer Blick: Kann das “individuelle” Bier unter den Augen der Tester bestehen?
Negativ fallen die sehr hohen Preise von idbeer.de auf: Sechs kleine 0,33-Liter-Flaschen mit individuell gestalteten Etiketten kosten inklusive Versand stolze 19,37 Euro. Das sind 3,23 Euro pro Flasche oder unglaubliche 9,69 Euro pro Liter (!). Für das gleiche Geld bekommt man im Getränkemarkt um die Ecke auch schon fast einen ganzen Kasten - und nicht in der schlechtesten Qualität. Und auch ein Biergarten-Besuch kommt bei gleicher Trinkmenge vermutlich billiger als das „individuelle” Bier.
Das Start-Up zielt aber vermutlich weniger auf Kastenkäufer und Biergartengänger, als auf Leute, die ein originelles und zugleich individuelles Geschenk suchen. Dafür sind die schicken Flaschen wirklich gut geeignet. Auch als Mitbringsel auf einer Party sorgt das ID-Bier sicher für Freude unter den Gästen. Am Geschmack gibt es nichts zu meckern: Das getestete Export-Bier war lecker, wenn auch nicht ganz so einzigartig wie die Webseite glauben machen will.
Fazit: Als trendiges Geschenk oder Mitbringsel ist das ID-Beer gut geeignet, aber auch sehr teuer. Daher ist die Motivation sich mehrmals „individuelles” Bier zu bestellen eher gering. Vor allem wenn - wie im Moment - nur Pils und Exportbier zur Wahl stehen. Etwas ausgefallener dürfte es für den Bier-Gourmet dann schon sein. Geschmacklich kann das getestete Export-Bier überzeugen, ohne jedoch neue Maßstäbe zu setzen.
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Testbericht
29. Dezember 2009 — Brot und Trinkspiele

Trinkspiele und Feuerwerk? Keine gute Kombination. Doch nach dem Böllern kann es losgehen…(Foto: nuckolls/sxc.hu)
Am 31. Dezember ist es wieder soweit: Der Jahreswechsel steht vor der Tür und will gebührend gefeiert werden! Wer nach guten Trinkspielen für Silvester gesucht hat, für den haben wir jetzt genau das Richtige: Wir haben unsere Archive durchforstet und präsentieren fünf lustige Partyspiele, die jedes Silvester zu einem feuchtfröhlichen Vergnügen werden lassen. Fast alle Spiele kann man auch in größeren Gruppen spielen, und für die meisten braucht man darüber hinaus nur wenig Material: Ein paar Spielkarten, Zettel und Stifte reichen aus um sofort loszulegen. Und etwas Schönes zu Trinken natürlich. Statt teurer Spiele aus dem Onlineversand, die oft nur wenige Variationen bieten, gibt es hier improvisierte „Drinking games” für den Hausgebrauch. Das so gesparte Geld kann gleich in ein paar gute Flaschen Alkohol oder ein paar Häppchen auf dem Buffet investiert werden. Hier sind unsere Trinkspiele-Tipps für Silvester:
1. Promis raten [Neu im Alkoblog] - Zettel und Stifte bereit legen und schon geht’s los. Jeder denkt sich eine bekannte Persönlichkeit aus (lebend oder tot, real oder fiktiv) und in drei Runden muss diese von den zwei Teams erraten werden. Lustig, temporeich und alkoholgeladen!
2. Chicago Hoch/Tiefbau - Drei Würfel, Shotgläser und ein paar Freunde braucht ihr für Chicago Hoch/Tief. Es geht darum, eine möglichst hohe oder niedrige Kombination zu würfeln. Werden drei Einsen gewürfelt, rufen alle am Tisch „Chicago” und trinken gemeinsam. Cheers!
3. Pärchen finden - Konzentration ist entscheidend bei diesem Spiel. Schließlich muss man die gleichen Pärchen finden, ähnlich wie bei dem bekannten Memory. Bis zu zehn Spieler knobeln um die Wette und versuchen die meisten Kärtchen zu ergattern.
4. Geh fischen! [Neu im Alkoblog] - Quartett als Trinkspiel. Ob mit bunten Tierkarten oder dem klassischen Skat- oder Pokerblatt, die Regeln sind schnell erklärt und schon kann die Jagd nach dem größten „Fang” losgehen. Wer daneben „fischt”, muss etwas trinken…
5. Finanzkrise auf Ex - Auch wer fast völlig blank ist, kann bei diesem Trinkspiel noch gut punkten. Benötigt wird etwas Kleingeld und ein Drink pro Spieler. Jeder nimmt bis zu drei Münzen in die Hand, die Hände wandern unter den Tisch, dann darf jeder schätzen wie viel Geld insgesamt versteckt gehalten wird. Wer am meisten danebenliegt, darf sein Glas leeren.
Immer wieder werden wir gefragt, mit was für Drinks man die Trinkspiele am besten spielt. „Nun, das hängt ganz von eurem Geschmack ab”, sagen wir dann immer. Während einige gerne Bier trinken, setzen andere auf selbst gemixte Cocktails (lecker!) oder spielen mit Shotgläsern voller Korn, Wodka oder Rum. Je nach Spiel kann es ziemlich schnell gehen, bis man eine gehörige Menge Alkohol im Blut hat. Also Vorsicht! Am besten vorher vereinbaren, dass man auch etwas weniger trinken kann, wenn man möchte. Denn schließlich soll der Silvesterabend ja so lustig enden, wie er begonnen hat.
Ebenfalls ganz wichtig: Wenn ihr Feuerwerk abbrennen wollt, solltet ihr das vor den Trinkspielen machen. Völlig betrunken mit Böllern um sich zu werfen, ist vermutlich nicht die cleverste Idee. Nach Mitternacht dann, wenn alle Raketen in den Himmel geschossen wurden, kann immer noch die eine oder andere Runde gespielt werden. Bis der Morgen graut…
In diesem Sinne: Kommt gut ins neue Jahr 2010!
Eure Alkoblogger
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12. Juli 2009 — Party

Nicht zu unterschätzen bei größeren Feiern: Die richtige Beleuchtung.
Auch wenn das Wetter vielerorten noch nicht den Anschein eines “Jahrhundert-Sommers” erweckt, lässt es sich dennoch schön auf Terrasse, Balkon oder im nächstgelegenen Park beisammen sitzen. Warum also nicht eine schöne Sommer-Party mit Freunden oder Familie feiern? Mit der richtigen Planung gelingt jede Feier garantiert und bleibt stressfrei:
1. Location: Ob man die Party am besten Zuhause oder im Freien feiert, hängt in erster Linie von zwei entscheidenden Faktoren ab: Erstens das Wetter am entsprechenden Abend und zweitens die Zahl der Gäste. Wer in einer kleinen Wohnung lebt, kennt das Problem: Schnell sind alle Sitzmöglichkeiten belegt, die übrigen Gäste drängen sich zwischen Flur und Küche. Doch auch eine volle Wohnung kann ihren Charme haben - ist sie doch immerhin Beleg für die Popularität des Gastgebers!
2. Drinks: Ob man Cocktails, Bier, Wein oder eine Kombination aus allem offeriert, ist in erster Linie eine Geschmacksfrage. Empfehlenswert für größere Gästezahlen ist eine fruchtige Bowle. Frische Früchte oder Tiefkühlbeeren werden in eine große Schale gegeben, Mineralwasser oder Zitronenlimonade darüber giessen und am Schluss einen kräftigen Schuss hochprozentigen Schnaps (z.B. weissen Rum oder Vodka) hinzugeben. In einer so genannten “Schlamm”-Bowle ist zudem noch eine Packung Vanilleeis “versenkt” worden. Wichtig in jedem Fall: Je länger der Abend geht, desto mehr trinken die Gäste. Deshalb einen guten Vorrat von allen Getränken anlegen - in jedem Fall am besten eine Bier- oder Weinsorte kaufen, die man selber gerne trinkt. Dann ist es nur halb so schlimm, wenn am Ende etwas übrig bleibt.
3. Food: Auf den meisten Partys wird an zwei Punkten etwas gegessen: Gleich zu Beginn, wenn die Gäste hungrig von der Anreise auf die Feier kommen. Und dann meistens relativ spät nach Mitternacht, wenn der Hunger nochmal zurück kommt. Kluge Gastgeber sorgen hier vor und offerieren Speisen die erstens satt machen und zweitens auch für größere Gruppen einfach in der Herstellung sind. Eine selbst gemachte Pizza kommt meistens gut an, ebenso wie frische Salate (Kartoffelsalat, Nudelsalat, Reissalat) oder herzhafte Häppchen. Originelle Idee: Weizentortillas und verschiedene Gemüse- und Fleischsorten zubereiten und in kleinen Schälchen auf dem Tisch servieren. Jeder kann sich seinen Crepés jetzt selbst füllen und rollen. Dann noch eine schöne Würzsauce oder Mayonnaise dazu - fertig ist das individuelle Snackerlebnis.
4. Entertainment: Der Gastgeber bestimmt zu einem Großteil den Unterhaltungsfaktor des Abends. Ob er seine Gäste mit einer gepflegten Konversation oder mit lustigen Trinkspielen amüsiert, hängt wesentlich von der Zusammensetzung der Partygesellschaft und der Stimmung am jeweiligen Abend ab. Nicht jeder spielt gerne Partyspiele (manche fürchten sie gar) und so sollte der kluge Partyveranstalter versuchen, alle seine Gäste konstant bei Laune zu halten. Anspruchsvoller ist eine Teilung der Gruppe - hier sollte der Gastgeber an mehreren Orten Präsenz zeigen und nicht etwa mit zwei oder drei Auserwählten ein Partyspiel starten, während der Rest der Gäste sich bei Wein und Bier in der Küche langweilt. Anders sieht es natürlich aus, wenn auch dort die Stimmung gut ist - dann besteht kein Anlass zu Handeln!
5. Guests: Eine Party ohne Gäste ist im Prinzip ein trauriger Abend allein zuhause. Na gut, vielleicht nicht ganz so schlimm, aber eine Feier wird erst durch die richtige Gästemischung richtig lustig. Es ist empfehlenswert, nur Leute einzuladen, die sich untereinander auch einigermaßen gut verstehen. Ist dies gerade bei größeren Gruppen nicht möglich, so sollte man durch die Platzierung der Gäste zumindest dafür Sorge tragen, dass “verfeindete” Personen nicht zu dicht beieinander sitzen. Die Mischung aus Männern und Frauen sollte nach Möglichkeit ausgeglichen sein, reine Männerpartys werden sonst schnell zu Saufabenden. Unabdingbar ist die rechtzeitige Einladung: Zwei Monate Vorlauf sind optimal, einige Wochen vor der Feier sollte dann noch mal eine Erinnerung per Mail rumgeschickt werden. Persönlicher ist immer eine Einladung per Telefon, aber auch schriftliche Einladungskarten haben ihren Reiz.
6. Music: Ohne Musik wird jede Feier schnell langweilig. Dies gilt insbesondere für Gäste, die noch nicht in die Partygesellschaft integriert sind. Wer keinen spannenden Gesprächspartner hat, kann sich immer noch die gute Musik anhören. Zudem bietet diese auch einen Ansatzpunkt für Unterhaltungen. Halten wir fest: Musik ist sehr wichtig! Deshalb sollte man hierauf auch einen besonderen Blick bei der Planung haben: Welche Musik hören meine Gäste gerne? Rock, Pop, Oldies, Elektro, Techno, Hip-Hop, R’n'B oder eher Jazz? Ist der Musikgeschmack nicht einheitlich, so sollte eine Mischung offeriert werden. Die Musiktitel sollten sich höchstens einmal am Abend wiederholen, sonst kommt schnell der Verdacht auf, dass nichts anderes da ist. Wichtig bei der Auswahl ist auch die Frage, ob auf der Party getanzt werden soll. Einige Musikstile eignen sich hier besser zu als andere, außerdem soll ja auch die Einrichtung heil bleiben.
Besonders edel: Eine Person übernimmt die Rolle des DJs und mischt am Laptop per Software die Musik individuell zusammen!
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