24. September 2008 — Alkohol-Lexikon

In Griechenland trinkt man den Ouzo während des Essens aus kleinen Flaschen
Ouzo (auch Oύζο) ist eine griechische Spirituose die mit Anis aromatisiert wird. Die Geschichte des Branntweines lässt sich nicht einwandfrei zurückverfolgen, vermutlich entstand der Ouzo aber aus dem türkischen Anisschnaps Raki. Dieser wurde bereits im 15. Jahrhundert auch von Griechen gebrannt.
Der Legende nach bekam der Ouzo seinen Namen wie folgt: Einige Männer saßen in einem Kafenion am Hafen und tranken Raki. Ein Glas nach dem anderen leerte sich, ihre Reden wurden patriotischer. Prompt stellte einer fest, dass es ein Unding sei dass die Griechen keinen eigenen Namen für den von ihnen gebrannten Schnaps hätten. Der Name Raki sei schließlich nur von den Türken übernommen. Die anderen stimmten zu. Genau in diesem Moment fuhr ein Schiff an ihnen vorbei, das Raki für den Export nach Italien geladen hatte. Auf einer der Kisten stand zu lesen „Uso di Roma” - „Bestimmt für Rom”. Aus dem italienischen Uso wurde Ouzo und die Griechen hatten endlich einen eigenen Namen für ihr Nationalgetränk.
Ouzo ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung: Er muss in Griechenland hergestellt werden, im Ausgangszustand klar sein und einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Prozent haben. Außer Anis können auch andere Samen wie zum Beispiel vom Fenchel beigemengt werden.
Die Griechen trinken ihren Oύζο entweder pur oder mit Wasser verdünnt, er wird dann milchig-trüb (für Angeber: er opalesziert) und noch milder im Geschmack.
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Ouzo
23. September 2008 — Alkohol-Lexikon

Absinth hat eine giftgrüne Farbe (Foto: paperball / sxc.hu)
Schon Berühmtheiten wie Vincent van Gogh, Oscar Wilde oder Edgar Allan Poe schworen auf diese hochprozentige Spirituose - doch was ist dran und drin in der „Grünen Fee”?
Hergestellt wurde es zuerst im preußischen Fürstentum Neuenburg (heutige Schweiz). Es existieren verschiedene Rezepturen doch in jeden guten Absinth gehört Wermut und auch Anis, andere Varianten verwenden Kräuter wie Zitronenmelisse, Koriander, Muskat oder Wacholder. Er ist also ein Kräuterschnaps.
Absinth werden halluzinogene Wirkungen nachgesagt, und wirklich enthält Absinth das Wermut-Öl Thujon welches in hohen Dosierungen Visionen, Verwirrtheit und epileptische Krämpfe etc. hervorrufen kann. Allerdings ist die heute wie damals in Absinth enthaltene Menge viel zu gering um tatsächlich eine Wirkung zu haben. Eine Gefahr besteht durch Absinth nur durch übermäßigen Genuß - wie bei allen anderen hochprozentigen Getränken auch.
Die Künstler des 19. Jahrhunderts priesen die sogenannte „Grüne Stunde” und etablierten zahlreiche Trinkrituale, wie dieses: Über das Absinthglas wird auf einem gelochten Löffel ein Zuckerstück platziert. Nun lässt man Wasser auf den Löffel tropfen, welches sich mit dem Zucker verbindet und sodann in den Absinth tropft. Der Absinth erhält hierdurch eine milchig-grünliche Färbung, die durch den so genannten Louche-Effekt entsteht.
Heute ist Absinth als Partygetränk in vielen Bars und Kneipen ziemlich beliebt. Wer im örtlichen Supermarkt keinen findet, kann ihn in zahlreichen Internetshops bestellen.
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23. August 2007 — Medienblick

Eigentlich wurde ja schon alles geschrieben zum Thema Pub-Crawl, also über jene geführten Kneipentouren durch Berlin in denen sich vor allem Touristen für einen Pauschalbetrag (um die zehn Euro) ordentlich die Kante geben. Doch der Berliner Tagesspiegel springt, wohl anlässlich der Zitty-Titelstory “Ballermann Mitte” von Anfang August (wir erinnern uns), einfach nochmal auf den Saufreportagen-Zug auf. Neues gibt es erwartungsgemäß nicht zu berichten, was wohl auch daran liegt, dass der Tagesspiegel das Thema bereits im Februar 2006 komplett durch hatte. Es handelt sich also um schnödes Sommerloch-Recycling einer bereits bekannten Geschichte. Nebenbei bemerkt ist auch der Titel “Die Saufkundschaft von Mitte” nur mäßig komisch. Aber na gut, wir wollen mal nicht so sein: Hier ist der Link dazu.
Auch die Zeitung WELT ist jetzt, leicht verspätet, endlich beim Pub-Crawling durch Berlins Mitte dabei, schließlich sei das “zurzeit der letzte Schrei”. Na wer’s glaubt: “Beim Pub-Crawl bleibt keiner nüchtern”, heißt der gleichfalls nüchterne Titel dieser Abklatsch-Story - und wir sind weiterhin gespannt, welche Geschichten noch aus dem Pub-Crawl-Sommerloch hervorgezaubert werden.
Nachtrag: Der Spiegel hatte das Thema natürlich im Juni letzten Jahres ebenfalls schonmal behandelt gehabt: Kneipentour für Backpacker: Betrunken in Berlin
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21. August 2007 — Alkohol

Die Rede ist von 40-prozentigem Vodka, den wir im Eisfach unserer Versuchsküche heute in eher fester Form wiederfanden: Der Absolut Vanilia (welchen wir im übrigen sehr schätzen!) war fast vollständig durchgefroren - und dass wo wir mit ihm gerade ein hochwissenschaftliches Experiment durchführen…äh…uns ein paar leckere Cocktails mixen wollten!

Auch unseren St. John’s White Rum (”Superior Quality” laut Etikett) hat es eiskalt erwischt: Wer schon immer mal weißen Rum am Stiel lutschen wollte, findet nach einer Woche Lagerzeit im Eisfach die besten Voraussetzungen dafür vor. Obwohl wir dem 37,5-prozentigen Zuckerrohrschnaps dies leichter verzeihen können als dem Absolut, kommt er doch direkt aus der Karibik.

Unbestochen frostsicher erwies sich hingegen der ukrainische Nemiroff. Selbst tiefgekühlte Temperaturen machen dem “Vodka mit aromatischer extract aus Linde und birken Knopsen” (Etikett) nichts aus: Er behält einen klaren Durchblick und bleibt ansonsten immer schön flüssig.
PS: Wir haben unsere Spirituosenvorräte inzwischen wieder abgetaut und merken uns für die Zukunft: Vodka gefriert im Eisfach eben doch!
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17. August 2007 — Brot und Trinkspiele

Das braucht ihr: Dicken Filzstift, großes Glas, Alkohol
So viele spielen: mindestens sechs Leute
So wird’s gespielt: Das große Glas wird mit Alkohol gefüllt und in die Mitte des Tisches gestellt. Dann wird jedem Spieler eine Nummer zugeteilt. Spielen acht Leute mit, z.B. von 1 bis 8. Dann fängt einer mit dem Rippeltippel-Spruch an: „Rippel-Tippel Nr. 1 mit null Tippeln ruft Rippel-Tippel Nr. X mit null Tippeln.” Verspricht dieser sich, so muss er einen Schluck aus dem Glas in der Mitte trinken und bekommt zusätzlich einen „Tippel” aufgemalt. Die Anzahl der „Tippel” muss jederzeit korrekt in den Spruch eingebaut werden. Beispiel: „Rippel-Tippel Nr. 7 mit einem Tippel ruft Rippel-Tippel Nr. 2 mit drei Tippeln”. Das Spiel wird immer lustiger, je mehr Punkte auf den Gesichtern der Mitspieler auftauchen. Es ist natürlich verboten nachzuschauen wie viele „Tippel” man schon hat.
Spielende: Alle haben bunte Punkte im Gesicht, sind gut angetrunken und können sich nicht mehr merken wie viele Tippel sie selbst schon haben.
Variante für Fortgeschrittene: Insbesondere am Anfang gibt es eher wenige Versprecher. Dies kann man ändern indem man den Spielern willkürliche Nummern zuweist (am besten per Los). Schwieriger wird es auch, wenn die Spieler bei jedem Fehler die Plätze tauschen und sich die Nummern so ständig am Tisch verschieben…
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9. August 2007 — Medienblick
Das Stadtmagazin Zitty hat die alte Geschichte vom Pub-Crawling (siehe Februar 2006 im Tagesspiegel, März 2007 im Spiegel) nochmal wiederbelebt und sich selbst auf eine hochprozentige Tour durch Berlins Feierzentrum begeben. Ballermann Mitte heißt die Titelstory und obwohl die Autorin mit unvoreingenommenem Blick an die Geschichte herangehen will, werden die Erwartungen natürlich erfüllt: Britische, kanadische und spanische Touristen geben sich gemeinsam ordentlich die Kante. Der Vodka fließt in Strömen und alle werden sehr locker. Schön wird das verbindende Element des Alkohols hervorgehoben, auch die illustrierenden Fotos von Nick Ash (der sich auf Partyfotos spezialisiert zu haben scheint) verraten viel über die Stimmung des Abends. Allerdings kann die Reportage kaum mit Neuem aufwarten, die Geschichte wirkt nach der ganzen Medienhysterie um Flatrate-Parties und Komasaufen ein wenig verspätet. Die saufenden Touristen gehen allenfalls den Anwohnern auf die Nerven, sind ansonsten aber über 18 Jahre alt und haben somit die Lizenz zum Kante geben. Ein Skandal ist also nicht in Sicht. Einen Blick auf die Berliner Clubszene bieten die durchgeführten Pub-Crawls nur sehr bedingt: Die besuchten Locations sind keine heißen Insidertipps, sondern bestenfalls durchschnittliche Bars und Discotheken- aber das stört die trinkenden Teilnehmer ohnehin nicht. Dies ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis die man aus “Ballermann Mitte” gewinnen kann.
Artikel im Volltext gibt es hier: http://magazin.zitty.de/2773/berlin_-_massentourismus.html
Pub-Crawling für 12 Euro (ermäßigt 10 Euro) in Berlin: http://www.pub-crawl-berlin.com/index.html
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