2. Oktober 2008 — Brot und Trinkspiele

Mit drei Würfeln auf den Spuren des American Dream (Foto: andrewatla/sxc.hu)
Das braucht ihr: Drei Würfel, Shot-Gläser
So viele spielen: Drei bis sechs Spieler
So wird’s gespielt: Es wird reihum gewürfelt. Ziel des Spiels ist es eine möglichst hohe oder möglichst niedrige Zahl zu würfeln. Die Würfel zählen hierbei wie folgt: Die 1 ist ganze 100 Punkte, die 6 genau 60 Punkte wert. Die 2, 3, 4 und 5 werden ganz normal gezählt. Der erste Spieler kündigt an ob in dieser Runde Chicago Hochbau oder Chicago Tiefbau gespielt wird. Bei Hoch gelten die eben beschriebenen Werte, bei Tief zählen nur die regulären Würfelaugen (also 1 gleich ein Punkt, 6 gleich sechs Punkte). Jeder Spieler hat nun drei Versuche die niedrigste bzw. höchste Kombination zu würfeln. Er darf gute Würfel beiseite legen und auf diese Weise sammeln.
Spielende: Trinken darf, wer beim Hochspiel den niedrigsten Wert hat bzw. beim Tiefspiel den höchsten Wert. Außerdem wird getrunken, wenn drei Einsen auf dem Tisch liegen: Dann rufen alle am Tisch „Chicago” und trinken gemeinsam ihren Shot. Hochstapler haben bei diesem klassischen Bauarbeiter-Spiel keine Chance!
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Trinkspiele
25. September 2008 — Alkohol-Lexikon

Und jetzt ein schöner Raki - Restaurant an der Aegäis (Foto: sxc.hu / Emel Isitan)
Raki ist eine türkische Spirituose aus Rosinen oder Feigen, die mit Anis aromatisiert wird. Der Raki ist ein Verwandter des griechischen Ouzo und wird bereits seit dem 15. Jahrhundert gebrannt. Anders als sein griechischer Bruder ist der Schnaps mit seinem bis zu 50-prozentigem Alkoholgehalt deutlich stärker. In der Türkei nennt man ihn nicht zuletzt deshalb auch „Aslan Sütü” - was so viel wie „Löwenmilch” bedeutet. Als echte Patrioten gehen Türken wie Griechen gleichermaßen davon aus, dass sie die Erfinder des Anisschnapses sind.
Das ausgeprägte Lakritzaroma des hochprozentigen Getränks schwächt sich durch das Mischen mit Wasser ab, der Raki wird dann milchig-trüb. Der gleiche sogenannte Louche-Effekt lässt sich auch bei Kühlung im Eisfach beobachten. Ätherische Öle lösen sich aus dem Anis und bilden winzige Tröpfchen, die sich wie ein Nebel durch die Flasche legen.
Man trinkt Raki entweder mit Wasser verdünnt im Longdrinkglas oder pur als Shot. Auch eine Mischung mit Cola ist möglich, allerdings verliert er dann seinen klassischen Geschmack.
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Raki
24. September 2008 — Alkohol-Lexikon

In Griechenland trinkt man den Ouzo während des Essens aus kleinen Flaschen
Ouzo (auch Oύζο) ist eine griechische Spirituose die mit Anis aromatisiert wird. Die Geschichte des Branntweines lässt sich nicht einwandfrei zurückverfolgen, vermutlich entstand der Ouzo aber aus dem türkischen Anisschnaps Raki. Dieser wurde bereits im 15. Jahrhundert auch von Griechen gebrannt.
Der Legende nach bekam der Ouzo seinen Namen wie folgt: Einige Männer saßen in einem Kafenion am Hafen und tranken Raki. Ein Glas nach dem anderen leerte sich, ihre Reden wurden patriotischer. Prompt stellte einer fest, dass es ein Unding sei dass die Griechen keinen eigenen Namen für den von ihnen gebrannten Schnaps hätten. Der Name Raki sei schließlich nur von den Türken übernommen. Die anderen stimmten zu. Genau in diesem Moment fuhr ein Schiff an ihnen vorbei, das Raki für den Export nach Italien geladen hatte. Auf einer der Kisten stand zu lesen „Uso di Roma” - „Bestimmt für Rom”. Aus dem italienischen Uso wurde Ouzo und die Griechen hatten endlich einen eigenen Namen für ihr Nationalgetränk.
Ouzo ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung: Er muss in Griechenland hergestellt werden, im Ausgangszustand klar sein und einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Prozent haben. Außer Anis können auch andere Samen wie zum Beispiel vom Fenchel beigemengt werden.
Die Griechen trinken ihren Oύζο entweder pur oder mit Wasser verdünnt, er wird dann milchig-trüb (für Angeber: er opalesziert) und noch milder im Geschmack.
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Anisschnaps,
Ouzo
23. September 2008 — Alkohol-Lexikon

Absinth hat eine giftgrüne Farbe (Foto: paperball / sxc.hu)
Schon Berühmtheiten wie Vincent van Gogh, Oscar Wilde oder Edgar Allan Poe schworen auf diese hochprozentige Spirituose - doch was ist dran und drin in der „Grünen Fee”?
Hergestellt wurde es zuerst im preußischen Fürstentum Neuenburg (heutige Schweiz). Es existieren verschiedene Rezepturen doch in jeden guten Absinth gehört Wermut und auch Anis, andere Varianten verwenden Kräuter wie Zitronenmelisse, Koriander, Muskat oder Wacholder. Er ist also ein Kräuterschnaps.
Absinth werden halluzinogene Wirkungen nachgesagt, und wirklich enthält Absinth das Wermut-Öl Thujon welches in hohen Dosierungen Visionen, Verwirrtheit und epileptische Krämpfe etc. hervorrufen kann. Allerdings ist die heute wie damals in Absinth enthaltene Menge viel zu gering um tatsächlich eine Wirkung zu haben. Eine Gefahr besteht durch Absinth nur durch übermäßigen Genuß - wie bei allen anderen hochprozentigen Getränken auch.
Die Künstler des 19. Jahrhunderts priesen die sogenannte „Grüne Stunde” und etablierten zahlreiche Trinkrituale, wie dieses: Über das Absinthglas wird auf einem gelochten Löffel ein Zuckerstück platziert. Nun lässt man Wasser auf den Löffel tropfen, welches sich mit dem Zucker verbindet und sodann in den Absinth tropft. Der Absinth erhält hierdurch eine milchig-grünliche Färbung, die durch den so genannten Louche-Effekt entsteht.
Heute ist Absinth als Partygetränk in vielen Bars und Kneipen ziemlich beliebt. Wer im örtlichen Supermarkt keinen findet, kann ihn in zahlreichen Internetshops bestellen.
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4. Januar 2008 — Alkohol

Unser Auslandskorrespondent Sammy erforscht für uns die Welt der Biere. Diesmal war er für alkoblog.de in Litauen unterwegs und hat die dortigen Gebräue genauer unter die Lupe genommen - aber lest selbst seinen Bericht:
An diesem Wochenende kam ich nicht darum herum einfach mal das Litauische Bier auf den Pruefstand zu stellen. Ich entschied mich frei nach dem Motto: Drei Bier sind eine Mahlzeit, ich kauf immer vier ich will ja auch noch was trinken für vier Biere folgender Marken:
Nummer 1: Švyturio “Ekstra” schlägt mit fluffigen 5,2 Alkoholprozent und 2,38 Lita (0,69 Euro) zu Buche und ist somit das teuerste Bier im Test. Beim Öffnen strömte mir gleich ein herber Hopfengeruch in die Nase und auch der erste Geschmackstest bestätigte dies. Die ersten Schlucke wurden mit Genuss genommen, doch im Endergebnis muss gesagt werden, dass diese Bier nur wenig unterschiedliche Geschmacksnuancen aufweist und nach ungefaehr 2/3 der Flasche der Geschmack nicht mehr unbedingt zu gefallen weiß.
Nummer 2: “Fortas Draught” ebenfalls 5,2 Umdrehungen aber mit 1,69 Lita (0,49 Euro) das billigste Bier im Wettbewerb. Das Bier wurde als “erfrischend” empfunden, der weizenähnliche Geschmack (könnte Mais zum Einsatz gekommen sein) ist ungewöhnlich aber durchaus schmackhaft. Der Tester liess sich spontan zu der Aussage hinreissen: “Könnte man den ganzen Abend trinken.”
Nummer 3: Salyklinis “Horn Premium” immer noch 5,2 Prozent aber mit 1,99 Lita (0,58 Euro) ein bisschen teurer als sein Vorgänger. Zuerst muss erwähnt werden, dass die Aussprache der Biernamen mit zunehmendem Pegel immer schwieriger wurde. Dieses Bier wartete mit keinem besonderen Geschmackserlebnis auf, der Geschmack wurde mit “langweilig” angegeben. Der Tester meinte leicht berauscht: “Nisch gut!” trank aber dennoch aus.
Nummer 4: Lituviškas “Tauras” mit schlaffen 5,0 Prozent das schwächste Bier und mit 1,79 Lita (0,52 Euro) im Mittelfeld angesiedelt, wurde vom Geruch her als angenehm empfunden. Der Geschmack ist angenehm würzig und lecker. Der Tester würde dieses Bier durchaus noch einmal trinken. Vielleicht beim nächsten Biertest?
Es ergibt sich aus dem Test diese Rangfolge:
1. Šviesusis “Fortas Draught
2. Lituviškas “Tauras”
3. Švyturio “Ekstra”
4. Salzklinis “Horn Premium”
Wie geht es das nächste Mal weiter? Biertester und Auslandskorrespondent Sammy probiert mit Rinkuškių und Tauras Stipusis zwei weitere echte Spitzenbiere, die unsere litauischen Biercharts noch mal ordentlich durcheinanderwirbeln. Die besten Biere Litauens - Teil 2 gibt’s demnächst hier im Alkoblog. Prost!
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3. Dezember 2007 — Cocktails

Vodka heizt der Feuerbowle erst richtig ein (Foto: lehelmor / sxc.hu)
Einer alten russischen Tradition nach trinkt man Wein nur in Verbindung mit einem guten Vodka. In der russischen Feuerbowle trifft dann auch ein trockener Rotwein auf Orangensaft und Vodka und wird mit Zitronensaft abgeschmeckt. Ein feuriges Vergnügen dass aber mit Vorsicht zu Genießen ist, will man am nächsten Tag nicht mit dröhnendem Schädel aufwachen!
Zutaten:
2 Flaschen trockener Rotwein
0,3 Liter Vodka
0,5 Liter Orangensaft
180 g Zucker
1 Saft einer Zitrone
Zubehör: Großer Kochtopf, Löffel
Mix it, Baby: 1. In dem großen Topf Rotwein und Orangensaft vorsichtig erwärmen (nicht kochen lassen!). 2. Wenn der Rotwein leicht zu dampfen beginnt, den Vodka und den Zucker hinzugeben. 3. Mit der Zitrone abschmecken, je nach Geschmack kann auch etwas Zimt hinzugegeben werden.
Na sdarowje!
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