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September 25th, 2008 — Alkohol-Lexikon

Und jetzt ein schöner Raki - Restaurant an der Aegäis (Foto: sxc.hu / Emel Isitan)
Raki ist eine türkische Spirituose aus Rosinen oder Feigen, die mit Anis aromatisiert wird. Der Raki ist ein Verwandter des griechischen Ouzo und wird bereits seit dem 15. Jahrhundert gebrannt. Anders als sein griechischer Bruder ist der Schnaps mit seinem bis zu 50-prozentigem Alkoholgehalt deutlich stärker. In der Türkei nennt man ihn nicht zuletzt deshalb auch „Aslan Sütü” - was so viel wie „Löwenmilch” bedeutet. Als echte Patrioten gehen Türken wie Griechen gleichermaßen davon aus, dass sie die Erfinder des Anisschnapses sind.
Das ausgeprägte Lakritzaroma des hochprozentigen Getränks schwächt sich durch das Mischen mit Wasser ab, der Raki wird dann milchig-trüb. Der gleiche sogenannte Louche-Effekt lässt sich auch bei Kühlung im Eisfach beobachten. Ätherische Öle lösen sich aus dem Anis und bilden winzige Tröpfchen, die sich wie ein Nebel durch die Flasche legen.
Man trinkt Raki entweder mit Wasser verdünnt im Longdrinkglas oder pur als Shot. Auch eine Mischung mit Cola ist möglich, allerdings verliert er dann seinen klassischen Geschmack.
Tags: Alkohol,
Anisschnaps,
Raki
September 24th, 2008 — Alkohol-Lexikon

In Griechenland trinkt man den Ouzo während des Essens aus kleinen Flaschen
Ouzo (auch Oύζο) ist eine griechische Spirituose die mit Anis aromatisiert wird. Die Geschichte des Branntweines lässt sich nicht einwandfrei zurückverfolgen, vermutlich entstand der Ouzo aber aus dem türkischen Anisschnaps Raki. Dieser wurde bereits im 15. Jahrhundert auch von Griechen gebrannt.
Der Legende nach bekam der Ouzo seinen Namen wie folgt: Einige Männer saßen in einem Kafenion am Hafen und tranken Raki. Ein Glas nach dem anderen leerte sich, ihre Reden wurden patriotischer. Prompt stellte einer fest, dass es ein Unding sei dass die Griechen keinen eigenen Namen für den von ihnen gebrannten Schnaps hätten. Der Name Raki sei schließlich nur von den Türken übernommen. Die anderen stimmten zu. Genau in diesem Moment fuhr ein Schiff an ihnen vorbei, das Raki für den Export nach Italien geladen hatte. Auf einer der Kisten stand zu lesen „Uso di Roma” - „Bestimmt für Rom”. Aus dem italienischen Uso wurde Ouzo und die Griechen hatten endlich einen eigenen Namen für ihr Nationalgetränk.
Ouzo ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung: Er muss in Griechenland hergestellt werden, im Ausgangszustand klar sein und einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Prozent haben. Außer Anis können auch andere Samen wie zum Beispiel vom Fenchel beigemengt werden.
Die Griechen trinken ihren Oύζο entweder pur oder mit Wasser verdünnt, er wird dann milchig-trüb (für Angeber: er opalesziert) und noch milder im Geschmack.
Tags: Alkohol,
Anisschnaps,
Ouzo
September 23rd, 2008 — Alkohol-Lexikon

Absinth hat eine giftgrüne Farbe (Foto: paperball / sxc.hu)
Schon Berühmtheiten wie Vincent van Gogh, Oscar Wilde oder Edgar Allan Poe schworen auf diese hochprozentige Spirituose - doch was ist dran und drin in der „Grünen Fee”?
Hergestellt wurde es zuerst im preußischen Fürstentum Neuenburg (heutige Schweiz). Es existieren verschiedene Rezepturen doch in jeden guten Absinth gehört Wermut und auch Anis, andere Varianten verwenden Kräuter wie Zitronenmelisse, Koriander, Muskat oder Wacholder. Er ist also ein Kräuterschnaps.
Absinth werden halluzinogene Wirkungen nachgesagt, und wirklich enthält Absinth das Wermut-Öl Thujon welches in hohen Dosierungen Visionen, Verwirrtheit und epileptische Krämpfe etc. hervorrufen kann. Allerdings ist die heute wie damals in Absinth enthaltene Menge viel zu gering um tatsächlich eine Wirkung zu haben. Eine Gefahr besteht durch Absinth nur durch übermäßigen Genuß - wie bei allen anderen hochprozentigen Getränken auch.
Die Künstler des 19. Jahrhunderts priesen die sogenannte „Grüne Stunde” und etablierten zahlreiche Trinkrituale, wie dieses: Über das Absinthglas wird auf einem gelochten Löffel ein Zuckerstück platziert. Nun lässt man Wasser auf den Löffel tropfen, welches sich mit dem Zucker verbindet und sodann in den Absinth tropft. Der Absinth erhält hierdurch eine milchig-grünliche Färbung, die durch den so genannten Louche-Effekt entsteht.
Heute ist Absinth als Partygetränk in vielen Bars und Kneipen ziemlich beliebt. Wer im örtlichen Supermarkt keinen findet, kann ihn in zahlreichen Internetshops bestellen.
Tags: Absinth,
Alkohol,
Kräuterschnaps