Whisky

Veröffentlicht am 16. Mai 2014 Foto: Alkoblog

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Highland Park 12 Jahre im Test

Wer den Namen Highland Park liest, denkt wohl zuerst an die wilde Natur der schottischen Highlands: Schroffe Felsen, einsame Wälder und wilde Gebirgsbäche. Manch einer sieht in Gedanken vielleicht sogar ein Whiskyfass in der Strömung vorbeischwimmen. Doch damit ist er auf dem Holz(fass)weg.

Denn anders als der Name vermuten lässt, wird Highland Park auf der Insel Orkney hergestellt. Ein Insel-Whisky also, der in der nördlichsten Destillerie Schottlands zum Leben erweckt wird. Zum Brennen wird Torf aus dem nahe gelegenen Hobbister Moor gestochen und zum Trocknen des Malzes verbrannt. Highland Park lagert in ausgedienten spanischen Sherry-Fässern.

Gibt es einen besseren Ort, diesen Whisky zu verkosten als den heimelig warmen Salon eines Bed & Breakfasts mit seinen gemütlichen Ledersesseln? Vor uns ein Schachbrett: 64 Felder, 32 Figuren, 2 Gläser mit Highland Park. Durch die hohen Fenster fällt unser Blick auf die Wolken, die sich dramatisch über den nahe gelegenen Bergen auftürmen. Diese Kulisse machte aus dem Highland Park 12 für uns ein besonderes Erlebnis.

Highland Park 12 im Gras

Unser Tasting des Highland Park 12

Wie riecht er?

Kaum im Glas, schon gucken wir uns irritiert um: Wer hat denn hier den Kamin angezündet? Doch die Holzscheite liegen brav in ihrem Korb. Es ist der Highland Park, der uns überschwänglich mit Rauch und Torf begrüßt. Doch der Inselbewohner serviert uns noch mehr Aromen: Butterkeks, Zitronenschale, Honig und ein Schuss Rum-Rosine verwöhnen unsere Nase.

Wie schmeckt er?

Ui, ist der kräftig und voll! Mit markanter Sherry-Note stapft der Highland Park über unsere Zunge, zieht eine bittere Süße (oder süße Bitterkeit?) hinter sich her. Die Aromen sind komplex: Wir schmecken Honig, etwas Grapefruit, Birnenschale (Abate Fetel?) und die Herbe von schwarzem Tee heraus. Abgerundet wird der Orkney-Malt durch eine elegante Torf- und Rauchnote. Hier ist der Highland Park viel mehr ein eleganter Gentleman, als die Islay-Whiskys vom Schlage eines Laphroaigs.

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Alkoblog.de Whisky-Test: Highland Park 12

Gestaltung
Geschmack
Preis-Leistung

Fazit von Samuel: Fruchtig wie ein Malt aus der Speyside, rauchig wie ein Insel-Whisky: Der Highland Park 12 vereint das Beste aus beiden Welten. Vielschichtig und spannend. Ein wunderbar komplexer Feierabend-Whisky!

4.4



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Über den Autor

Samuel

mag besonders fruchtige Speyside-Whiskys und rauchige Single Malts von Islay. Hin und wieder findet auch ein leckerer Karibik-Rum den Weg in sein Nosing-Glas. Im Test redet Sam Klartext.


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