Er gilt als der beliebteste Longdrink weltweit! Auch Queen Mum wusste ihn zu schätzen und er erlebte in den letzten Jahren einen erneuten Aufschwung durch den Gin-Boom. Gin ist wieder „in“ und somit rückte auch der Gin Tonic wieder mehr in den Fokus. Mittlerweile gibt es eine unübersichtlich große Anzahl an Kombinationsmöglichkeiten von verschiedenen Gins und Tonic Water. Denn bei diesem Drink kommt es nicht nur auf einen guten Gin an, sondern mindestens ebenso auf ein gutes und passendes Tonic Water. Hier stelle ich ein Standard-Rezept des Gin Tonic vor, wie ich ihn gerne mag und auch anderen zum Probieren empfehle.

Wie ist der Gin Tonic entstanden?

Ursprünglich diente Tonic Water im 19. Jahrhundert als Medizin. Das darin enthaltene Chinin (Essenz der China-Rinde) galt schon lange als Allheilmittel und wurde zur Malariaprophylaxe sowie gegen die Pest eingesetzt. Britische Kolonialherren verteilten Tonic Water an ihre Schiffscrews, damit diese auf ihren Reisen (z.B. nach Indien) von Krankheiten wie Skorbut verschont blieben. Damals wurde ganz simpel Chininpulver in Wasser aufgelöst, was extrem bitter schmeckte und weit entfernt von Genuss war. Mit der Zeit kam man auf die Idee einfach Gin hinzuzugeben, um das medizinische Getränk bekömmlicher und süßer zu machen. Es ist anzunehmen, dass Old Tom Gin und nicht Dry Gin hinzugegeben wurde, da diese Sorte von Grund auf mehr Süße mitbringt und somit den Geschmack besser überdeckte.

Zeitloser Klassiker: Gin Tonic mit Zitronenscheibe (Foto: Cyclonebill / Flickr)
Zeitloser Klassiker: Gin Tonic mit Zitronenscheibe (Foto: Cyclonebill / Flickr)

Gin und Tonic heute

Das heutige Tonic Water kann man natürlich nicht mit dem damaligen vergleichen, da der Chininanteil heutzutage um ein Vielfaches geringer ist. Auch die Qualität des Gins ist heute deutlich besser als damals. So enthielt Gin im 19. Jahrhundert noch minderwertigen Fuselalkohol, der häufig zu Alkoholvergiftungen in der englischen Bevölkerung führte.

Aktuell hat man eine Riesenauswahl an Gins und diversen Tonic Water-Marken, sodass eine Vielfalt an Gin Tonic-Varianten besteht. In meinem Rezept zeige ich euch einen klassischen Gin Tonic mit einem wacholderlastigen London Dry Gin (Tanqueray) und einem gut verfügbaren Tonic Water (Thomas Henry). Mit dieser Kombination seid ihr qualitativ auf der sicheren Seite und könnt einen leckeren Drink genießen.

Gin Tonic (Delicious Drinks, 2014)

Das braucht ihr:

4-5cl Gin (Tanqueray 47,3%)

12-15cl Tonic Water zum Auffüllen (Thomas Henry oder andere Marke)

So geht’s:

In ein mit Eiswürfeln gefülltes Highball-/Longdrinkglas Gin und Tonic Water hinzugeben und umrühren. Optional noch eine Zitronenscheibe oder Zitronenzeste hinzufügen.

Profi-Tipp:

Es passt längst nicht jedes Tonic Water zu jedem Gin: Es gibt mittlerweile Poster, die verschiedene Kombinationen zeigen oder Blogs wie Ginmatrix.de, die verschiedenste Gin & Tonics testen. Hier lohnt das Ausprobieren sich definitiv, da jeder der G&T-Longdrinks etwas anders schmeckt. Vieles ist auch beim Gin Tonic am Ende einfach Geschmackssache.

   Mehr Cocktails bei Delicious Drinks auf YouTube

Sebastian mixt leidenschaftlich gerne qualitativ hochwertige Cocktails. In seinem YouTube-Kanal und als Gastautor im Alkoblog erklärt er jetzt, wie jeder die beliebten Drink-Klassiker ganz einfach zuhause mixen kann.

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