Rum

Veröffentlicht am 28. Oktober 2014 |Welche Flasche bloß kaufen? | Foto: Alkoblog

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Geschenk-Tipps: Fünf mal Whisky und Rum

Wer einem Genießer eine gute Spirituose schenken möchte, hat es nicht immer leicht: Die Flasche soll dem Beschenkten schließlich nicht nur gut schmecken, sondern im Idealfall auch noch neu für ihn sein. Je größer die Hausbar des zu beschenkenden Kenners ist, desto schwieriger wird die Wahl. Mit Standardabfüllungen wie den klassischen 10 oder 12 Jahre alten Scotch Single Malts kommt man da häufig nicht weiter. Ein besonderer Whisky oder Rum muss her. Doch wo suchen? Wir haben unsere Lieblingsflaschen des Jahres 2014 ausgesucht. Darunter befinden sich exzellente Spirituosen, die nicht jeder auf dem Zettel hat und somit eine Empfehlung als Weihnachtsgeschenk mehr als verdient haben.

Japanische Perfektion im Glas: Hibiki 17 Jahre

Japaner und Whisky geht das zusammen? Es geht und wie! Der Hibiki 17 Jahre ist ein Blend aus der bekannten Suntory-Destillerie macht nicht nur wegen der außerordentlich edel gestalteten Flasche etwas her, auch der Inhalt hat es in sich: Perfekt ausbalancierte tropische Fruchtaromen von Zitrone, Ananas und Kokos bis hin zu Pflaume vermischen sich mit Räucherspeck, Eichenholz und Leder zu einem großen Whisky. Die außerordentlich große Komplexität dieses Ausnahme-Whiskys machen in zu einer tollen Ergänzung für jede Hausbar. Käme diese Flasche nicht aus Japan sondern aus Schottland, sie hätte unter Kennern wohl schon weitaus mehr Beachtung gefunden.

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Geheimtipp aus der dominikanischen Republik: Ron Relicario

ron-relicario-testberichtBei unserem zweiten Tipp handelt es sich um einen ausgezeichneten Rum, welcher wohl nur deswegen noch nicht zu Ruhm gelangt ist, weil so gut wie keine Werbung für ihn gemacht wird. Dabei erhält der stolze Dominikaner in unserem Rum-Test bei Geruch und Geschmack gleichermaßen Bestnoten und überzeugt mit einer feinen Mischung aus Kakao-, Kaffee- und Kokosaromen, die sich toll mit Feige und Orange ergänzen. Auf der Zunge überzeugt der Rum Relicario mit einer ausgeprägten Nussigkeit wie von salziger Haselnuss und dem Geschmack von Kakaobohnen. Auch Zuckerrohr und Vanille kommen deutlich hervor. Ein leckerer Rum, welcher bei einem gemütlichen Glas die graue Winterzeit schnell vergessen macht und nicht zuletzt wegen der markant gestalteten Flasche viel hermacht.

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Unser Weihnachtswhisky 2014: Ultimate Laphroaig 1998

Erst vor kurzem in unserem Whisky-Test besprochen, können wir diesen Geheimtipp nur weiterempfehlen: Der Ultimate Laphroaig von 1998 räumt mit dem Vorurteil auf, Laphroaig könne nur kräftig, torfig und rauchig schmecken. Bei dieser Abfüllung stehen vielmehr die Sherryaromen im Vordergrund. Passend zur Weihnachtszeit riechen wir eine feine Kombination von Orange, Lebkuchen, Mandarine und auch frischem Kerzenwachs. Im Geschmackstest überrascht der Laphroaig 1998 mit reifen Aromen von Meersalz, feuchtem Holz und alte Lederschuhe. Nach dem empfohlenen Aufschließen des Whisky mit ein paar Tropfen Wasser wird der Geschmack breiter. Der Malt mundet nun nach Feuerwerkskörpern, Orangeat, Gebäck, Stollen und deutlichen Röstaromen wie von einem angebranntem Steak. Eine exquisite Geschenkidee besonders für Genießer, welche die Standardabfüllungen von Laphroaig bereits kennen – und für alle, welche die Islay-Whiskys einmal ganz neu entdecken möchten!

Malt mit Jahrgang: Lagavulin Distillers Edition 1997/2013

Lagavulin 16 Distillers Edition 2013 WhiskyDie Distillers-Edition von Lagavulin ist immer einen Blick wert, wenn es um exzellente Abfüllungen geht: Typisch für einen Islay-Malt weist sich der Lagavulin mit einer wuchtigen Rauchigkeit aus. Dass er aber auch weitaus komplexer sein kann, beweist er durch eine Kombination von Rosinen oder getrocknete Aprikosen, welche die moorig-torfige Grundnote perfekt ergänzen. Auch Freunde salzig-maritimer Whiskys finden hier einen guten Begleiter. Ein gemütlicher und sehr ausgewogener Malt, der mit einem hohem Grad an Komplexität zu überzeugen weiß. Wer den Lagavulin 16 Jahre bereits kennt, wird dem Lagavulin Distillers Edition 1997/2013 sicher einen Ehrenplatz in seiner Whiskysammlung einräumen.

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Rum mit Cognac-Finish: Plantation Barbados

barbados-plantation-rum-testDieser Whisky ist einmal um die Welt gereist: Während der Plantation Barbados zu Beginn seiner Reifejahre noch in Bourbon-Fässern auf der Karibik-Insel Barbados lagern darf, wird er zum finalen Reifeprozess nach Frankreich verschifft, um in ausgedienten Cognac-Fässern nachzureifen. Ein aufwendiger Prozess, der sich aber lohnt, wie unser Nosing & Tasting beweisen. Der Barbados Plantation riecht angenehm kräftig nach Vanille, Kokos und Zuckerohr, das Cognac-Fass spendiert eine weinbrandartige Note. Im Geschmack ist dieser Rum süß und cremig. Wieder sind die bereits genannten Aromen zu schmecken, die sich mit Eichenholz und leichter Säure abrunden. Somit ist der Barbados Plantation wie geschaffen, um als Digestif nach dem Essen den Gaumen des anspruchsvollen Genießers zu verwöhnen. Ein luxuriöser Rum – und ein wunderschönes Geschenk.

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Über den Autor

Samuel

mag besonders fruchtige Speyside-Whiskys und rauchige Single Malts von Islay. Hin und wieder findet auch ein leckerer Karibik-Rum den Weg in sein Nosing-Glas. Im Test redet Sam Klartext.


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