Letzte Runde

Veröffentlicht am 7. Februar 2015 | Foto: Edson Hong / Flickr

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5 Spirituosen-Blogs, die du im Februar unbedingt lesen musst

Guten Morgen Trinker,

war es Vorsehung? Oder war eines von den 30 Bierchen am Vorabend schlecht gewesen, um mal die Gebrüder Blattschuss und ihren Evergreen „Kreuzberger Nächte“ zu zitieren? Ich hatte jedenfalls gleich ein schlechtes Gefühl, als das Telefon klingelte. Es kam wie es kommen musste: Die Alkoblogger waren dran.

„Machst du uns was zu Blocks?“, fragten sie.

„Was soll ich mit meinem Block machen?“, ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen. „Hab Block und Stift zur Hand!“

Von mir aus konnte es losgehen… Doch die Stimme aus Hörer quatschte nur irgendwas von Lesen. Ich solle Blocks lesen.

„Alles klar“, sagte ich und begann vorzulesen: „Bananen, Brot, Milch, Tomatensauce“…ich war gerade bei Joghurt angekommen, als die Stimme mich barsch unterbrach. Ich sollte nicht meinen eigenen Block vorlesen, sondern den von jemand anderem.

Das wurde mir zu bunt: Ich habe schon viel gemacht in meinem Leben, aber in fremder Leute Einkaufslisten rumwühlen ist echt nicht mein Stil. Ich legte auf und machte mir einen Drink.

Das hätte ich vielleicht nicht machen sollen, also das mit dem Auflegen, der Drink war wie immer prima. Jedenfalls klingelte zwei Tage später der Postbote an der Tür und überreichte mir wortlos einen dicken Umschlag. Darin: Kiloweise Ausdrucke von so genannten „Blogs“. Langsam dämmerte mir, was die Jungs gemeint hatten. Ich sollte ihre neue Blogrundschau schreiben, mich durch die Ergüsse von irgendwelchen Schlaumeiern aus dem Internet wühlen. Drecksarbeit. Kurzum: Ein Job wie gemacht für euren Suffkowski. Und ich nahm ihn dankbar an. Denn einiges von dem Zeug ist gar nicht mal so schlecht.

Also viel Spaß beim Lesen und nicht vergessen zwischendurch auch noch zu Trinken. Diese Artikel machen nämlich garantiert durstig.

Euer
Charles Suffkowski


1) Traumjob: Als Bier-Tester in Dubai

Ich muss sagen, ich beneide Andrew Madigan: Er hatte den vermutlich coolsten Job der Welt. Er war Geschmackstester für Guiness-Bier in Dubai! Nächtelang durfte er sich mit einem Fragebogen durch die Bars der Stadt schlagen und Bier trinken. Und wurde dafür auch noch bezahlt! Da ist es doch egal, ob die Notizen später wirklich für irgendeine Verbesserung genutzt wurden: „Rahman didn’t have a business card. I was paid in cash. Like almost everything else in Dubai, the experience was veiled in mystery, fear, freeform weirdness, paradoxical attitudes and unspoken arrangements.“

Gelesen bei Punchdrink.com

2) Whisky reifen in 24h: Time and Oak

Ein 10 Zentimeter langes Stück Holz – und die amerikanischen Whiskey-Blogger gehen steil! Time and Oak nennt sich die gefräste Stange, die entfernt an einen Rührstab erinnert. Das Versprechen der Macher: Holzstück in einen billigen Whisky tauchen, paar Tage warten und schon schmeckt der Fusel nach einem edlen, alten Single Malt. Hört sich skurril an – ist es auch. Ich war schon beim Lesen nicht überzeugt, dass das funktioniert. Ein Suffkowski riecht einen Bluff zehn Meilen gegen den Wind. Die Amis haben es trotzdem mal ausprobiert. Fazit: Funktioniert wirklich nicht.

Gelesen bei Gizmodo.com


3) Vodka im Haushalt: 10 ungewöhnliche Methoden

Dass manche Trinker in Russland schon mal Haushaltsreiniger in sich hineinkippen, wenn sie keinen Vodka haben, hatte ich schon mal in einer Reportage gesehen. In diesem Artikel geht es um den umgekehrten Fall: Denn mit Vodka kann man auch tolle Dinge im Haushalt machen. Zum Beispiel Fenster putzen, Kleidung auffrischen, Schmuck polieren oder sich ein eigenes Haarspray zusammenbrauen. Das glaubt ihr mir nicht? Dann lest diesen Artikel und sagt hinterher nicht, der gute Suffkowski hätte euch nicht gewarnt: Don’t do this at home when your girlfriend is there.

Gelesen bei Liquor.com


4) Cocktailbuch: The 12 Bottle Bar

Als ich den Titel des Buches „The 12 Bottle Bar“ las dachte ich sofort: Yeah Suffkowski, das ist was für dich! Zwölf mal harter Stoff, ungezählte Möglichkeiten zur Kombination. Wie die Drinkhacker aber herausgefunden haben, braucht man für die meisten Drinks doch noch jede Menge nicht-alkoholische Zutaten wie Früchte, Säfte, Sirup, Limos, Sahne oder Eier. Also muss ich doch noch mal los vor der Cocktail-Party. Und auch die Auswahl der 12 Flaschen ist nunja, etwas eigenwillig: Da finden sich so Kuriositäten wie Genever, während ein klassischer Bourbon einfach fehlt.

Gelesen bei Drinkhacker.com


5) Die Größe von Eiswürfeln & der Geschmack des Drinks

„Es kommt nicht auf die Größe an!“ – dieser wirklich abgenutzte Spruch gilt auch für Eiswürfel. Zumindest wenn man dem Test der Booze Nerds Glauben schenkt. Zwei Absinth-Drinks, einer mit drei kleinen Standard-Eiswürfeln, einer mit einem großen Würfel und zwei kleinen. Schmeckt man einen Unterschied? Kaum. Könnte aber auch am Drink liegen. Die Booze Nerds wollen noch mal „nachtesten“. Falls ihr auch mal einen Grund braucht, euch richtig die Kante zu geben, sagt einfach: Das ist nur ein Eiswürfel-Test! Haha!

Gelesen bei Boozenerds.com


★ Suffkowskis Trinktipp im Februar: Gin Hot Toddy ★

„Spürt ihr auch schon so ein Kratzen im Hals?“, fragen die Blogger von Ginobility. Ja, jeden Morgen! Und das geht auch erst wieder weg, wenn ich was vernünftiges im Glas habe. Zum Beispiel den Gin Hot Toddy, für den die Gin-Blogger netterweise das Rezept mitliefern. Aus Gin, Zitronensaft, Honig und Gewürzen entsteht ein heißer Drink, der den Begriff Hals- und Hustensaft wirklich verdient hat. Großen Dank dafür!

Rezept für Gin Hot Toddy bei Ginobility.de



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Über den Autor

Charles Suffkowski

ist ein Weltenbummler und Genießer. In seiner Kolumne erzählt er Geschichten aus seinem Alltag. Ein Stück Trinkkultur - offen und ehrlich wie ein gutes Buch. Und natürlich hat er garnichts mit einem der größten Schriftsteller weltweit zu tun: Charles Bukowski.


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