Whisky

Veröffentlicht am 20. September 2016 | Foto: Alkoblog

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Whisky vom Schwarzen Felsen: Cardhu 12 Jahre im Test

Direkt im Herzen der Speyside nur wenige Kilometer von Dufftown gelegen befindet sich die Cardhu-Destillerie.   Offiziell wurde die Destillerie im Jahr 1824 von John Cumming gegründet, der sich zuvor schon im Schmuggel von Whisky betätigt haben soll. Wahrscheinlich gab es also an dieser Stelle schon vor 1824 eine Destillerie, allerdings nicht legal. Mit dem schottischen Excise Act von 1823 wurde das illegale Brennen von Whisky dann unattraktiv, so dass die Destillerie im Jahr 1824 offiziell angemeldet und  so legalisiert wurde.

Cardhu: Der Whisky vom Schwarzen Felsen

Der Name Cardhu bedeutet so viel wie „Schwarzer Felsen“ und geht auf den Namen des in der Nähe liegenden Ortes Cardow zurück. Bis zum Jahr 1983 hieß die Destillerie sogar noch Cardow. Seit dem Jahr 1987 gehört die Destillerie zum Diageo-Konzern. Der Whisky soll ein wichtiger Bestandteil des Whisky-Blends Johnnie Walker sein. Von der gesamten Whisky-Produktion wird daher wahrscheinlich der Löwenanteil in Whisky-Blends landen. Daher ist es umso erstaunlicher, dass auch der Single Malt von Cardhu eine relativ große Fangemeinde hat. Höchste Zeit also diesen milden Speyside-Whisky in einem Tasting zu verkosten.

Unser Tasting des Cardhu 12 Jahre

Wie riecht er?

Weich und warm legt sich der Cardhu 12 Jahre beim Nosing in die Nase. Gleich darauf präsentiert dieser Single Malt mit Vanille Apfel, Honig und hellem Karamell ganz klassische Noten eines Speyside-Whiskys.  Süße Getreidearomen, Malzigkeit, etwas Baumharz und nussige-holzige Aromen lassen den Duft ausklingen.

Wie schmeckt er?

Im Tasting kommt der Cardhu-Whisky nicht gerade mit der Tür ins Haus. Ausgewogen breitet er sich im Mund aus, so dass man die Aromen erst mal wie eine Ziehharmonika auseinanderziehen muss. Süßliche getreidige Aromen stehen im Vordergrund, die mich an trockene Kekse erinnern. Im Nachklang breitet sich dann eine leichte wärmende Schärfe und harzige Bitterkeit aus. Auch helles Karamell, Nüsse und Holz. Im Abgang dann leichte Milchschokolade oder Kakao, ein Hauch Rauch und wiederum leichte Bitterkeit. Erstaunlicherweise ist keine Frucht mehr zu schmecken.

Mit großem Dank an unseren Tasting-Partner myspirits.eu für die Zusendung einer Kostprobe des Cardhu 12 Jahre.

Alkoblog.de Whisky-Test: Cardhu 12 Jahre

Gestaltung
Geruch
Geschmack
Preis-Leistung

Fazit von Samuel: Der Cardhu 12 Jahre macht seine Sache im Tasting gut. Die klassischen Speyside-Aromen sind gefällig und ausgewogen komponiert. Dieser Single Malt ist sehr mild und sanft im Mund, so dass er sich sehr gut für Einsteiger und auch für alle eignet, die normalerweise keinen Whisky trinken. Man könnte ihn bisweilen fast mit einem milden Whisky-Blend verwechseln. Ich persönlich würde mir im Tasting aber etwas mehr Tiefe und Spannung bei den Aromen wünschen.

3.5



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Über den Autor

Samuel

mag besonders fruchtige Speyside-Whiskys und rauchige Single Malts von Islay. Hin und wieder findet auch ein leckerer Karibik-Rum den Weg in sein Nosing-Glas. Im Test redet Sam Klartext.


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