Bowmore

Das Destilleriegebäude von Bowmore ist eines der charakteristischsten Gebäude des gleichnamigen Ortes. Kein Wunder: Leben doch auch kaum 1000 Seelen in der kleinen Islay-Gemeinde. Direkt am Wasser gebaut, so dass ein Teil der Brennerei zur Wasserschutzmauer des Ortes gehört, ist sie für Touristen ein beliebtes Fotomotiv. Hinter den Mauern der Destillerie werden Whiskys hergestellt, die ebenfalls eine Attraktion sind. Mittelstark getorft mit zarten Orangen- und Schokoladen-Noten sind die Bowmore-Whiskys feiner und zarter als manch andere Islay-Abfüllung.

Seit ein paar Jahren unter japanischer Flagge

Im Jahr 1994 erfolgte der letzte Eigentümerwechsel der Bowmore-Destillerie, die seitdem unter japanischer Führung Whisky produziert. Ungefähr seit dieser Zeit experimentiert Bowmore auch mit unterschiedlichen Whisky-Finishing. So zum Beispiel beim erfolgreichen Claret-Whisky, der in Bourbon- und Bordeaux-Fässern reifen durfte oder dem Voyage-Whisky der in ehemaligen Portwein-Fässern nachreifte. Zu den legendärsten Whiskyabfüllungen gehört der Bowmore Black. Dieser wurde im Jahr 1964 gebrannt und in den Jahren 1993, 1994 und 1995 jeweils in kleinen Chargen abgefüllt, für eine Flasche werden mittlerweile bei Auktionen regelmässig mehrere Tausend Euro aufgerufen.

Die Standardabfüllungen von Bowmore

Die Standardabfüllung der Destillerie ist der Bowmore 12 Jahre, welcher durch einen ausgewogenen Geschmack nach Torf, Sherrysüße, dunklem Kakao und Zitrusfrüchten überzeugt. Mit einem Preis von rund 30 Euro zählt er zu den guten Whiskys für Einsteiger. Geschmacklich weniger intensiv ist der Bowmore Small Batch Bourbon Cask, eine NAS-Abfüllung. Für fortgeschrittene Whiskygenießer bieten sich die älteren Abfüllungen wie Bowmore 15 Jahre oder Bowmore 18 Jahre an. Die Gerste für die Abfüllungen von Bowmore ist mittelstark getorft, der Whisky ist etwas milder als zum Beispiel Abfüllungen von Laphroaig.

In dieser Kategorie befinden sich unsere gesammelten Whisky-Tests dieser spannenden Islay-Destillerie.


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