Wer einen guten Single Malt für Einsteiger sucht, der muss häufig nicht mehr als 30 Euro auf den Tisch legen. Denn viele Hersteller platzieren ihre 10 Jahre oder 12 Jahre alten Whiskys ganz bewusst rund um diese Schwelle. Sie markiert den Einstieg für ernsthafte Genießer. Dabei stehen die abgefüllten Single Malts bis 30 Euro den etwas teureren Flaschen häufig in nichts nach. Im Gegenteil: Einige der bekanntesten Klassiker großer Destillerien sind zu einem äußerst fairen Preis erhältlich. Man denke nur an Talisker 10 Jahre, Laphroaig 10 Jahre oder Glenfarclas 12 Jahre – die von Kennern geschätzt werden und eine sehr gute Preis-Leistung haben. Neben Single Malts sind auch exzellente Blends erhältlich, die im Preisbereich um die 30 Euro häufig ebenfalls über eine Altersangabe verfügen und so bezahlbaren Whisky-Genuss versprechen.

Hier sind die besten Single Malt und Blended Whiskys bis 30 Euro:

1
Laphroaig 10 Jahre im Whisky-Test
Kräftige Torfaromen und der typische medizinische Jodgeschmack zeichnen diesen Single Malt aus. Der Laphroaig 10 Jahre ist ein klassischer Vertreter der Islay-Whiskys. Mit einem Preis von rund 30 Euro, muss man hier nicht besonders tief in die Tasche greifen um einen handwerklich hochwertigen Whisky zu bekommen.Read full review
87
2
Talisker 10 Jahre
Wer den Einstieg in die Welt der Insel-Whiskys wagen möchte, findet im Talisker 10 einen zuverlässigen Begleiter. Der angenehm komplexe Meeres-Malt vereint dabei fruchtige Aromen mit einer ordentlichen Portion Rauch. Doch keine Angst: Der Talisker 10 ist kein Torfmonster und will es auch nicht sein. Read full review
86
3
Glenfarclas 12 Jahre
Der Glenfarclas 12 Jahre ist ein angenehm unkomplizierter Whisky, der mit fruchtigen Aromen und einer ausgeprägten Sherrynote überzeugen kann. Für alle, die den 10-jährigen Glenfarclas mögen und noch mehr Sherry wollen, gibt es hier Nachschlag. Eine klare Empfehlung.Read full review
86
4
Bowmore 12 Jahre
Der Bowmore 12 Jahre ist ein guter Whisky für kühle Herbst- oder Wintertage. Die angenehmen Torfraucharomen werden durch die Sherrysüße angenehm abgerundet. Mit Zitrusfrüchten, dunklem Kakao, Rauch und Salz ergibt sich ein ansprechendes Gesamtbild. Mit einem Preis von unter 30 Euro ist der Bowmore 12 sein Geld mehr als wert.Read full review
83
5
Ardmore Legacy
Der Ardmore Legacy macht Lust auf ein Wiedersehen: Ein leichter, erstaunlich rauchiger Highlander, der sich angenehm unkompliziert trinkt. Besonders Einsteiger finden mit dem Legacy einen guten Start in die Welt der torfigen Whiskys. Fortgeschrittene würden sich vermutlich etwas mehr Komplexität wünschen. Sein guter Preis (ca. 25 Euro) und die schicke Verpackung machen ihn zu einem Geheimtipp.Read full review
82
6
Glenfarclas 10 Jahre
Früchte, Sherry, feiner Rauch - das Rezept Glenfarclas 10 geht auf. Für weniger als 30 Euro bekommt man einen leichten Whisky, der sich vor seinen Mitbewerbern nicht verstecken braucht. "Glenny" weiß, was er kann - ohne mit viel Marketing-Schnickschnack zu prahlen. Ein bodenständiger Malt mit Charakter!Read full review
81
Gelungen
7
Monkey Shoulder Blended Malt
Drei Affen und somit drei Single Malts geben beim Monkey Shoulder den Ton an: Dabei gibt es zum Glück keine Revierkämpfe, denn der Whisky ist ganz der Harmonie verpflichtet. Sicher ist der Monkey Shoulder nicht super komplex, aber er trinkt sich einfach sehr rund und angenehm. Wer milde Speysider oder auch Lowlander mag, wird sich ganz zuhause fühlen. Für rund 25 Euro ein guter Tipp – und eine exzellente Alternative zu den meisten Single Malts in dieser Preislage.Read full review
80
8
Talisker Skye
Wie einem Leichtmatrosen im letzten Lehrjahr fehlt dem Talisker Skye noch etwas die Reife und Erfahrung, um zum guten Talisker 10 aufzuschließen. Die klassischen Aromen sind da, aber nicht in der gewohnten Intensität und Tiefe. Dennoch ist der Skye-Whiskey ein guter easy-drinking Whiskey, wenn man es nicht ganz so stark Rauchig und Torfig mag.Read full review
77
9
Laphroaig Select
Der Laphroaig Select soll einen leichten Einstieg in die Welt der Islay-Malts bieten. Doch die Stärke von Laphroaig sind gerade die kompromisslosen und rauen Aromen. Diese bringt zwar auch der Select mit, ist aber zugleich weniger komplex und rund als die ältere Abfüllung. Vor die Wahl gestellt, empfehlen wir den Laphroaig 10 Jahre. Wenn schon Islay, dann gleich richtig!Read full review
74
10
Cragganmore 12 Jahre
Dumpf und kompromisslos rumpelt der Cragganmore wie auf einer staubigen Schotterpiste durch den Mund. Durch seine dunkle Aromenwelt ist er für uns leider nicht so sehr zugänglich. Das spannende an ihm sind die Aromen abseits des Mainstreams, die man jedoch mögen muss. Dieser Single Malt ist kein ständiger Begleiter sondern eher wie ein alter guter Freund, den man nicht alle Tage sieht. Wir würden ihn an regnerischen Tagen trinken, wenn man ohnehin gerade seine Steuererklärung machen muss. Ernst und kompromisslos.Read full review
74
11
Smoky Goat Test
Nach dem Genuss des Smoky Goat sind wir zwiegespalten: Im Geruch sind süße und rauchige Noten gekonnt kombiniert. Es passiert viel in der Nase und der Whisky strahlt Qualität aus. Leider kann er dieses Niveau im Geschmack nicht ganz halten: Die Aromen wirken dünn, fast schon wässrig und bleiben nur kurz im Mund zurück. Wir hätten uns von einer "rauchigen Ziege" mehr Mut und Kante gewünscht. Insgesamt ein leichter, etwas harmloser Scotch Blend. Der Preis von 25 Euro geht in Ordnung, wenn man nicht zu viel von der Flasche erwartet.Read full review
74
12
Chivas Regal 12 Jahre
Chivas Regal 12 ist ein gefälliger Blend, mit dem man prima den Tag ausklingen lassen kann. Mit seinen weichen, süßen Aromen und dem Verzicht auf jede Rauchigkeit findet er sicher seine Fans, ist aber auch etwas unspannend und beim Abgang kurz angebunden. Angenehm: Der Chivas schmeckt kaum nach Grain Whisky und ist auch pur ein Genuss.Read full review
73
13
Glenfiddich 12 Jahre
Mit seinem runden, weichen Geschmack und den Noten von Honig, Vanille und Birne ist Glenfiddich 12 Jahre sehr gut für Einsteiger geeignet. Der feine Rauch im Abgang macht Lust auf mehr - ein Versprechen was dieser Malt aber nicht ganz einlösen kann. Fortgeschrittene Genießer werden sich mehr Komplexität von ihrem Malt wünschen.Read full review
72
14
Auchentoshan 12 Jahre
Der 12-jährige Auchentoshan ist ein solider Lowland-Malt ohne größere Überraschungen. Im Glas gibt er sich harmonisch mit leicht nussigen Noten, die in Toffee übergehen. Auch als Einsteiger-Whisky ist er gut geeignet. Freunden komplexer Tropfen könnte der Auchentoshan aber etwas zu unspektakulär daherkommen.Read full review
72
15
Dewars 12 Jahre
Der Dewars 12 ist ein Blend, den man auch gut pur genießen kann. Er ist recht weich und malzig, ohne viel Komplexität ins Spiel zu bringen. Wir fanden ihn insgesamt etwas zu unspektakulär und wenig inspirierend. Read full review
72
16
Bowmore Small Batch
Der Bowmore Small Batch Bourbon ist ein gutes Beispiel für einen schwachen NAS: Mir gefällt, dass man die Handschrift der Destillerie im Whisky erkennen kann. Die Aromenwelt ist vergleichbar mit dem Bowmore 12, allerdings in stark abgeschwächter Form. Das lässt diesen Whisky im Vergleich dünn und etwas ausdruckslos erscheinen. Das Bourbon-Fass kommt nur in der Vanillenote zum Vorschein. Für mich ist der Bowmore 12 die bessere Wahl.Read full review
68
17
Johnnie Walker Black Label
Der Johnnie Walker Black versucht sich möglichst unauffällig durch unser Tasting zu schleichen: Wenig Körper, keine Kante, dabei aber angenehm. Ein unscheinbarer und leider etwas langweiliger Scotch Blend. Für Drinks, in denen der Alkohol keine Hauptrolle spielen soll, aber durchaus geeignet.Read full review
62
18
Glenlivet Founders Reserve
Einige Whiskyblogger sehen im Founder's Reserve einen Fortschritt zum alten 12-jährigen. Da stellt sich die Frage, wie furchtbar der gewesen sein muss. Die Founder's Reserve von Glenlivet enttäuscht uns leider auf der ganzen Linie. Im Geruch mild, süßlich, aber auch anstrengend wie ein billiges Parfüm. Im Mund nichtssagend, dünn und unreif. Ein unterdurchschnittlicher Speysider ohne Charakter. Auch das kleine Preisschild von nur rund 30 Euro tröstet darüber nicht hinweg.Read full review
50
Enttäuschend
19
Boxing Hares Flavoured Whisky
Mit seiner coolen Flasche und dem unkonventionellen Auftreten macht Boxing Hares viel her. Doch das Tasting hinterlässt den Eindruck eines Blenders im Häschen-Kostüm: Wo der Geruch wenigstens nur süß und etwas künstlich über dem Glas hängt, säuft der Flavoured Whisky beim Geschmack völlig ab. Ein zuckersüßer, völlig weichgespülter und charakterloser Drink, der keinen Spaß macht. Mit Eis leider auch nicht besser.Read full review
46
Furchtbar