Japanische Whiskys haben sich längst an der Weltspitze etabliert. Das Streben nach Perfektion hat neben jahrelanger Erfahrung in der Brennereikunst dafür gesorgt, dass exzellente Single Malts und gelungene Blends mittlerweile häufig „Made in Japan“ sind. Das Ergebnis sind Whiskys, die nicht nur einfach den schottischen Stil kopieren, sondern eine eigene Kategorie bilden. Japanische Malts zeichnen sich häufig durch ein hohes Maß an Harmonie und eine fein ausgewogene Komposition der unterschiedlichen Aromen aus. Raue und torfige Aromen findet man im Land der aufgehenden Sonne dagegen eher selten. In unserer Liste empfehlen wir die besten Whiskys aus Japan.

1
Hibiki 21 Jahre
Braucht es noch einen Beleg für die überragende Kunst der japanischen Brennmeister? Der Hibiki 21 Jahre liefert ihn wie selbstverständlich mit. Reich an Holzaromen und reif im Geschmack zugleich ein Beleg, dass Alter beim Whisky einfach nicht ersetzbar ist. Ohne Zweifel einer der besten Blends der Welt - und leider zunehmend schwer erhältlich.Read full review
96
2
Hibiki 17 Jahre
Noch nie haben wir einen Whisky erlebt, der so perfekt durchkomponiert wirkte. Die Japaner überlassen bei Hibiki 17 nichts dem Zufall: Mit der Fülle an Aromen setzt dieser Blend Maßstäbe in seinem Genre. Ein großartiger Whisky und eine Empfehlung für alle, die ein erlesenes Geschenk für Genießer suchen. Mit 90 Euro war der Hibiki auch preislich bereits oben angesiedelt. Mit dem Hype um japanischen Whisky ist er eigentlich zu teuer geworden. Read full review
93
3
Hibiki 12 Jahre
Wer den Hibiki in die Top-Riege der internationalen Whiskys einsortiert, liegt absolut richtig: Der 12-jährige Malt lässt manchen gleichaltrigen Schotten nackt im Regen stehen. Exquisite, feine und perfekt abgestimmte Aromen zeichnen den Japaner aus. Einziges Manko ist der recht hohe Preis von rund 80 Euro pro Flasche - der jedoch in Zukunft noch weiter steigen könnte.Read full review
87
4
Nikka from the Barrel
Wer seine Whisky-Sammlung um einen Japaner erweitern will und wem die Age-Statements von Hibiki bis Yamazaki zu teuer sind, findet im Nikka from the Barrel eine gute und bezahlbare Alternative. Der hochwertige Blend bringt ungewöhnliche und spannende Aromen ins Glas, trinkt sich sehr angenehm und macht in jedem Fall Lust auf noch mehr Japan! Unsere Empfehlung für alle Einsteiger in die Welt des japanischen Whiskys.Read full review
85
5
Yamazaki Single Malt (NAS)
Yamazaki ist eine japanisch-schottische Liebesgeschichte. Die fruchtig-milden Aromen des No-Age-Whiskys könnten auch aus der Speyside stammen, die ausgewogene Komposition aber ist ein typischer Charakterzug japanischer Malts. Beides zusammen ergibt einen Single Malt, der viele schottische NAS-Abfüllungen alt aussehen lässt. Im Nosing ist der Yamazaki dabei noch eine Spur überzeugender als im Tasting. Nicht nur wer in Japan unterwegs ist, sollte diesen Whisky unbedingt einmal probieren.Read full review
83
Gelungen
6
Suntory Old Whisky
Der Suntory Old macht fast alles richtig: Reife, üppige Fruchtnoten und viel würziges Holz stehen im Mittelpunkt des wandlungsfähigen Whiskys. Obwohl er keine Altersangabe hat, wirkt der Suntory Old tatsächlich alt und gediegen. Doch erst der Preis macht ihn zum echten Geheimtipp: Für 1400 Yen, umgerechnet etwas mehr als 10 Euro, erhält man 0,7 Liter in einer Qualität, bei der selbst doppelt so teure Scotch Blends passen müssen. Wer jemanden kennt, der in Japan unterwegs ist, sollte sich unbedingt eine Flasche mitbringen lassen. Hierzulande ist der Suntory Old Whisky leider rar - und deutlich teurer.Read full review
83
7
Nikka Taketsuru Pure Malt
Durch Mut und Entdeckergeist ebnete Masataka Taketsuru japanischem Whisky den Weg und war einer der wegweisenden Pioniere. Der Taketsuru Pure Malt brennt im Tasting hingegen kein Feuerwerk ab. In seiner Aromatik - mit Süße, Frucht und Würze sowie leichtem Rauch und Salzigkeit ist der Whisky allerdings sehr schön komponiert. Mit einem Preis von derzeit unter 50 Euro für einen japanischen Whisky fair bepreist. Read full review
82
8
Hakushu 12 Jahre
Klar, harmonisch, ehrlich: Der Hakushu wirkt wie eine bodenständige Variante des Hibiki 12. Er ist vielleicht nicht ganz so aufregend und vielschichtig wie der Blend aus dem Hause Yamazaki. Dennoch kann er mit feiner Säure, würzig-kräuterigem Charakter und feinem Rauch spannende Akzente setzen - und liegt damit vor vielen schottischen 08/15-Single-Malts. Aktuell ist der Hakushu 12 schlecht verfügbar, die Preisspanne ist groß. Wer eine Flasche bekommen kann, sollte zuschlagen.Read full review
78
Empfehlenswert
9
Nikka 12 Jahre
Der Nikka 12 hat alles, was einen typischen japanischen Whisky ausmacht: Er ist mild, aber strukturiert. Er hat Früchte, aber kippt nicht in einen wilden Obstsalat ab. Die Holzaromen sind fein eingebunden - kurz: Es hat ein harmonisches, fein ausbalanciertes Aroma. Trotzdem hat mich dieser Whisky nicht so umgehauen wie andere Japaner. Er bleibt distanziert in der Tür stehen, während ich mich auf eine herzliche Umarmung gefreut habe. Zwischen 70 und 90 Euro kostet eine Flasche Nikka 12 Jahre - das ist für japanische Whiskys inzwischen normal, in Sachen Preis-Leistung aber recht hoch angesetzt.Read full review
75