Ein kleiner Waldsee bei schönem Sonnenschein. Handtuch, Badehose ein paar Bier und eine Flasche Berentzen Apfelkorn.

Es war wirklich nicht viel, was ich als junger Erwachsener für einen gelungenen Abend bei Lagerfeuer am See brauchte.

Wenn es richtig gut kam, waren auch ein paar hübsche Mädchen am Start und irgendwer hatte eine Gitarre dabei. Später ging es dann noch gemeinsam in die Disco oder in eine Bar. Das waren noch Zeiten!

Ein paar Jahre später hat sich nicht nur der eigene Party-Fokus erweitert, sondern auch die Produktpalette von Berentzen. Nun gibt es auch Trendsorten wie Rhabarber-Erdbeer oder Wildkirsche im Sortiment. Werde ich jetzt alt? Werde ich später meine Enkel mangels spannender Weltkriegsgeschichten mit dem Fakt langweilen, dass wir noch mit alten Party-Schlachtrössern Apfelkorn und Saurer Apfel steil gingen? Wohl nicht. Einerseits ist „steil gehen“ dermaßen „oldschool“, dass es heute schon Retro ist, anderseits bleibt Berentzens Kernkompetenz der Apfel, wie unser kurzer Party-Check zu den Minis beweist.

berentzen-fuenf-frucht
Im Rampenlicht: Die Rangfolge im Test von links nach rechts.

Party-Parade mit fünf Früchten: Berentzen Minis im Test

Das quirlige Quintett von Berentzen besteht aus den Sorten Apfel, Saurer Apfel, Rhabarber-Erdbeer, Waldfrucht und Wildkirsche. Allesamt werden auf der Basis von Weizenkorn hergestellt und sind mit einem Alkoholgehalt zwischen 15 und 18 Prozent den Likören zuzurechnen. In jedem Fläschchen sind 2 cl enthalten. Wieviel Frucht sich tatsächlich im Schnaps verbirgt, ist auf Anhieb nicht herauszufinden. Etwas nebulös ist ein schlichter Hinweis „mit Äpfeln“ oder „mit Wildkirschen“ auf dem Etikett vermerkt. Was das wohl bedeutet?

Klar wird schnell im Geschmackstest: Stark sind bei Rhabarber-Erdbeer, Kirsche und Waldfrucht vor allem die Aromen aus dem Labor. Es zeigt sich auch, dass Berentzen eine Sache richtig gut kann und das ist Apfel: Die Sorten Apfel und Saurer Apfel bleiben meine Favoriten im Test, da der Geschmack weitestgehend natürlich wirkt. Wildkirsche und Waldfrucht folgen mit etwas Abstand darauf. Rhabarber-Erdbeer hingegen schmeckte schrecklich künstlich. Auch die schräge rosa Farbe mit Farbstoffzusatz trägt zu diesem Eindruck bei.

Die fruchtigen Fünf bestehen den Alkoblog-Partytest, bringen Spaß in die Runde, sind aber nichts für echte Genießer. Mit einem Literpreis von rund 23 Euro sind die kleinen Fruchtliköre zudem nicht gerade ein Schnäppchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*